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Das diabetische Koma ist eine Bewusstlosigkeit, welche durch absoluten oder relativen Insulinmangelausgelöst werden kann.
Ein Komaist eine lebensgefährliche Situation und bedarf sofortiger stationärer Krankenhaus-Behandlung.
In ca. 25% der Fälle handelt es sich um einen neu manifestierten Diabetes mellitus. Bei den anderen 75% war der Diabetes mellitus schon bekannt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Auslösende Mechanismen des Diabetischen Komas
- 2 Formen des Diabetischen Komas
- 3 Warnzeichen
- 4 Therapie
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Auslösende Mechanismen des Diabetischen Komas
1. Fehlende Insulinzufuhr
Neben der Erstmanifestation eines Diabetes mellitus ist hier das vergessene Spritzen des Insulin anzuführen oder z.B. ein technischer Defekt der Insulinpumpe. Aber auch eine bisher medikamentöse Diabetestherapie kann im Verlauf nicht mehr ausreichend sein und zu einem diabetischen Koma führen.
2. Unzureichende Insulinzufuhr
Dies kann sowohl bei einem schlecht eingestelltem Diabetes mellitus oder bei Fehlern in der Bedienung der Spritzen und in der Injektion des Insulins auftreten.
3. Erhöhter Insulinbedarf des Körpers
Bei Streßsituationen (z. B. Infektionen und anderen schweren Erkrankungen, Operationen) reicht die bisherige Insulindosis nicht mehr aus. Auch manche Medikamente (z. B. Diuretika, Kortikoide) und eine Schilddrüsenüberfunktionerhöhen den Insulinbedarf.
Formen des Diabetischen Komas
Das diabetische Koma wird von seinen Entstehungsursachen her in zwei unterschiedliche Formen aufgeteilt, das sogenannte ketoazidotische Koma und das sogenannte hyperosmolare Koma.
1. Das ketoazidotische Koma
ist typisch für den Typ 1-Diabetes, tritt also beim absoluten Insulinmangel auf. Da kein Insulin mehr von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, versucht der Körper durch Spaltung von Fetten Energie zu gewinnen. Es entstehen "saure" Ketonkörper bei dieser Spaltung.
Zum einen steigt natürlich der Blutzucker, aber oft nicht so dramatisch wie man angesichts des Zustandes des Patienten glaubt (BZ > 300mg/dl). Weit gefährlicher ist dagegen die Übersäuerung (Azidose) durch den entgleisten Stoffwechsel, der Körper versucht dies durch verstärkte Atmung auszugleichen (Kussmaulatmung), man riecht den typischen Acetongeruch. Im fortgeschrittenen Stadium des Komas ist der Körper schon ausgetrocknet, der Blutdruck niedrig, der Puls rast. Die Niere ist am Versagen, die Blutsalze sind entgleist. Typisch sind oft auch massive Bauchschmerzen (brettharter Bauch: Pseudoperitonitis), es kann auch zu Herzrhythmusstörungen kommen.
2. Das hyperosmolare Koma ist typisch für den Typ 2-Diabetes, tritt also beim relativen Insulinmangel auf. Es wird noch körpereigenes Insulin produziert, dieses Insulin reicht noch aus, um die überschießende Fettspaltung zu hemmen.
Hier sind die massiv erhöhten Blutzuckerwerte (BZ > 600mg/dl) das Problem. Durch den hohen Blutzucker erhöht sich die Osmolarität des Blutes. Dies hat zur Folge, dass Flüssigkeit aus den Zellen zum Ausgleich ins Blut diffundiert, dies hat vor allem im Gehirn fatale Folgen. In weiterer Folge kommt es ebenfalls zu massiven Flüssigkeitsverlusten durch vermehrte Harnbildung, ebenfalls mit Austrocknung und Schockzeichen.
Warnzeichen
Folgende Warnzeichen können auf ein bevorstehendes diabetisches Koma hindeuten:
- Geruch nach Acetonim Atem (Geruch nach faulem Apfel und Nagellack bzw. Nagellackentferner)
- Durst
- Müdigkeit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
Therapie
Neben dem Absetzen eines Notrufs und dem Anwenden der Stabilen Seitenlagebleiben dem Helfer keinerlei Möglichkeiten der Intervention.
Die bis vor kurzem noch übliche präklinische Gabe von Insulin durch den Notarzt wird nicht mehr durchgeführt. Zum einen, weil dadurch die Gefahr eines Hirnödemserhöht wird, zum anderen weil die Lagerung von Insulin auf einem Rettungsmittel wegen der erforderlichen Kühlung nicht ohne weiteres möglich ist.
Nach der Einweisung auf die Intensivstation erfolgt dort, unter Kontrolle der Blutwerte, vor allem der Elektrolyte, eine kontrollierte Senkung des Blutzuckerspiegels auf einen physiologischen Wert.
In der Regel wird der Patient nach einem solchen Ereignis erneut mit Insulin eingestellt.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Diabetisches Koma aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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