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Ein Krampfanfall steht umgangssprachlich für einen epileptischen Anfall.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursachen
- 2 Erkennen
- 3 Gefahren
- 4 Maßnahmen
- 5 Siehe auch
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Ursachen
Ein Krampfanfall entsteht durch ein abnorme, synchrone elektrische Entladung von Nervenzellen. Diese Entladungen können verschiedene Gründe haben:
- angeborene Epilepsie
- Vergiftung(z.B. Alkohol-/Drogenmissbrauch, Entzug)
- Reizüberflutung (z.B. durch ein Stroboskop)
- Hirntumor
- Schädel-Hirn-Trauma
- Entzündungdes Gehirnsoder der Hirnhaut
- Unterversorgung des Gehirns(Sauerstoffmangel, Unterzucker, Wassermangel)
- Hyperventilation
- Schlafentzug
- Fieber(v.a. bei Kindern)
- Eklampsie(bei Schwangeren)
- Affektkrampf(bei Kindern)
Ein normaler Krampfanfall dauert ca. 30 bis 120 Sekunden; bei einer Anfallsdauer von über drei Minuten spricht man vom Status epilepticus.
Erkennen
Ein Krampfanfall ist für einen Laien relativ einfach zu erkennen:
- Viele Patienten fühlen eine Art ?Aura? kurz vor dem Anfallsbeginn
- Während des Anfallssind die Patientennicht ansprechbar, jedoch wach; typisch ist das unkontrollierte Zusammenziehen der Muskulatur, was zu den offensichtlichen Schüttelkrämpfenführt.
- Häufig bildet sich vor dem Mund der Patientenein roter Schaum. Dieser resultiert aus einer Kombination aus vermehrtem Speichelflussund einem potenziellen Zungenbiss. Das austretende Blutfärbt den Speichel rot.
- Nach einem Anfall sind die Patienten in der Regel bewusstlosund fallen in den sogenannten Terminalschlaf.
Gefahren
Das Wichtigste ist, den krampfenden Patienten vor Sekundärverletzungenzu schützen, das heißt, seine Umgebung zu sichern.
Eine weitere Gefahr besteht in der folgenden Bewusstlosigkeit, vor allem durch die erschlaffende Zunge und den Magensphinkter.
Maßnahmen
Eine wichtige Maßnahme ist bereits oben beschrieben, außerdem gilt:
- den Patienten nicht festhalten
- Notruf absetzen
- bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage
- bei Atem-/Herzstillstand: Herz-Lungen-Wiederbelebung
- gegebenenfalls Wunden oder Verletzungen versorgen
Für den Rettungsdienstgelten zusätzliche Maßnahmen:
- Durchbrechen des Anfalls mit Diazepam, meist in Form von Rektiolen
- Sauerstoffgabe
- gegebenenfalls, falls möglich, Ursachen beseitigen Hypoglykämie
Siehe auch
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Krampfanfall (Erste Hilfe) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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