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Thrombose

Die Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäßbildet. Obwohl Thrombosen in allen Gefäßen auftreten können, meint man meist eine Venenthrombose.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Symptome
  • 2 Embolie
  • 3 Ursachen und Risikofaktoren
  • 4 Therapie
  • 5 Prophylaxe
  • 6 Weblinks

Symptome

Je nach Lage, Art und Größe der Thrombose können die Symptome sehr unterschiedlich sein, ein wesentlicher Teil wird vom Betroffenen gar nicht bemerkt.

Typisch sind zumindest bei ausgeprägten Venenthrombosen:

  • Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Körperteil
  • gerötete und gespannte Haut, eventuell Blaufärbung
  • Spannungsgefühl und Schmerzen (Linderung bei Hochlagerung)

Venenthrombosen betreffen zum weit überwiegenden Teil die Beine und das Becken, die Arme und der Schultergürtel sind selten betroffen.

Thrombosen in den Arterien entwickeln sich üblicherweise langsam und äußern sich in Durchblutungsstörungen wie dem Raucherbeinoder der Schaufensterkrankheit.

Zur sicheren Diagnose einer Thrombose verwendet man Ultraschall(Doppler-Sonographie) und die Phlebographie(Röntgenuntersuchungmit Kontrastmittel). Ist ein modernes Ultraschallgerät vorhanden und ist der Untersucher ausreichend erfahren, so wird die Phlebographie nur noch selten zum Einsatz kommen.

Embolie

Eine gefürchtete Komplikation der Thrombose ist die Embolie.

Einen Thrombus, der sich von seiner Entstehungsstelle löst und vom Blutfluss durch den Körper geschwemmt wird, bezeichnet man als Embolus. Verstopft der Embolus eine Engstelle im Gefäßsystem, wird das Gewebehinter der betroffenen Stelle nicht mehr ordnungsgemäß durchblutet und nimmt Schaden, man spricht von einer Embolie.

Besonders gefährdet für Embolien sind die feinen Gefäße in der Lunge (Lungenembolie), die Herzkranzgefäße (Herzinfarkt) und Gefäße im Gehirn (Schlaganfall).

Ursachen und Risikofaktoren

Ursachen der Entstehung eines Thrombus im Venensystem sind:

  • erweiterte Venen (Varizen) und Krampfadern, die zu einer Verlangsamung des Blutstroms führen
  • eine Verletzung der Gefäßinnenhaut (Endothel) oder atherosklerotischeVeränderungen
  • eine verstärkte Blutgerinnung
  • eine erblich verminderte Fähigkeit, Blutgerinnsel aufzulösen, z. B. APC-Resistenz (siehe Fibrinolyse).


Risikofaktorensind:

  • ungesunde Lebensweise wie etwa Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel
  • Herz-, Kreislauf- und Bluterkrankungen wie z. B. Gerinnungsstörungen oder bestimmte Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern)
  • Schwangerschaftoder die Einnahme oraler Kontrazeptiva("Pille")
  • Bewegungsmangel, etwa bei langen Flug- oder Busreisen (Reisethrombose oder Economy-Class-Syndrom) oder bei Gipsverbänden
  • Auch bei Patienten, die weniger als sechs Stunden täglich außerhalb des Bettes verbringen, kommt es eher zur Thrombose.
  • Flüssigkeitsmangel (Exsikkose)
  • Krebserkrankungen


Das Risiko für Thrombosen in den Arteriennimmt generell mit höherem Alter zu, besonders jedoch bei

  • Rauchern
  • Diabetikern
  • Bluthochdruck-Patienten
  • Personen mit Übergewichtbzw. ungünstigen Blutfett-Werten.


Ein wichtiger Hinweis auf ein erhöhtes Risiko ist das Auftreten von Thrombosen in der Vergangenheit.

Therapie

Vor allem zur Verhinderung einer Embolie werden verschiedene blutverdünnende Mittel gegeben (Antikoagulation). Ein positiver Effekt kann dabei auch die Wiederherstellung eines ungestörten Blutflusses sein. Die noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts häufiger angewendete medikamentöse Auflösung (Thrombolyse) findet bei venösen Thrombosen nur noch ausnahmsweise Anwendung, weil dabei eine sehr hohe Blutungsgefahr besteht. Auch die chirurgische Entfernung venöser Thromben bleibt Spezialfällen vorbehalten. Das Anlegen eines Bypasseszur Umgehung der betroffenen Stelle ist im arteriellen Bereich möglich.

Prophylaxe

Die wichtigste Vorbeugung ist Bewegung, da die Muskeltätigkeit (etwa der Beine) den venösen Rückfluss unterstützt (Muskelpumpe). Falls keine Bewegung möglich ist, können bei Vorliegen von Risikofaktoren Kompressionsstrümpfe angewandt werden. Sie unterstützen die Venen durch erhöhten Gewebedruck von außen, wodurch der Blutrückfluss erleichtert wird.

Auf Fernreisen sollte man so oft wie möglich aufstehen, die Beine bewegen, viel trinken und Alkoholmeiden. Personen mit erhöhtem Risiko tragen Kompressionsstrümpfe und verwenden Gerinnungshemmer, vor allem Heparin, das selbst gespritzt werden kann. Immer wieder wird die Einnahme von Acetylsalicylsäure(?Aspirin?) empfohlen, die Wirksamkeit zur Vorbeugung von Reisethrombosen ist jedoch nicht nachgewiesen.

Zur langfristigen medikamentösen Prophylaxekann man bei Risikopatienten Gerinnungshemmergeben, wie Heparinoder Cumarine, z. B. ?Marcumar?. Die Acetylsalicylsäurehat dabei keinen Stellenwert.

Siehe auch: Perianalthrombose

Weblinks

  • Thrombose- Patienteninfo von NetDoktor.at
  • Phlebothrombose- Patienteninfo von NetDoktor.at
  • Forum Gefaessmedizin- Informationen für Patienten und Patientenforum
  • Selbsthilfe Thrombose
  • Thromboseprophylaxein Klinik, Pflegeheim und Alltag



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Thrombose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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