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Senkfuß

Wenn das Längsgewölbe des Fußes(die Wölbung von der Fersezum Vorderfußballen) abgeflacht ist, wird dies als Senkfuß bezeichnet. Typisch ist, dass der Fuß eingeknickt ist, der Knöchelsteht auf der Innenseite heraus. Von hinten betrachtet, sieht man, dass der Übergang vom Wadenmuskelüber die Achillessehnezur Ferse nach außen abknickt. Daher auch die Bezeichnung "Knicksenkfuß". Der Extremfall liegt vor, wenn die Haut der Fußwölbung komplett am Boden aufliegt - dies wird als Plattfußbezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursachen des Senkfußes
  • 2 Folgen des Senkfußes
  • 3 Behandlung des Senkfußes
  • 4 Siehe auch
  • 5 Weblinks

Ursachen des Senkfußes

In aller Regel ist der Senkfuß durch Schwäche der Fußmuskulatur bedingt, die normalerweise das Fußgewölbe trägt. Diese Schwäche ist bei Kleinkindern zunächst noch normal, sollte sich jedoch im Laufe einiger Jahre verwachsen. Doch bewegungsarme Lebensweise, verstärkt durch die Ruhigstellung der Füße in den Schuhen, verhindert häufig den erforderlichen Trainigsreiz auf die Fußmuskulatur. Deshalb hat sich auch bei Jugendlichen und Erwachsenen die notwendige Muskelspannung für ein stabiles Fußgewölbenoch nicht ausgebildet. Fast immer ist Fußschwächeder Grund für Senkfüße, nur ganz selten angeborene Missbildungen, die im Zweifelsfall jedoch durch ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden sollten.

Folgen des Senkfußes

Zu befürchten sind im Laufe des Lebens Überlastungsschmerzen der zu schwachen Fußmuskulatur, Knieschäden in Folge falscher Kraftübertragungen beim Gehenund Stehen, Bandscheiben- und Rückenprobleme wegen gestörter Bewegungsabläufe und unzureichender Stoßdämpfung durch das eingesunkene Fußgewölbe.

Behandlung des Senkfußes

Eine ursächliche Behandlung muss (sofern nicht eine echte Missbildung vorliegt) in der Stärkung der Fußmuskulatur bestehen. Muskelaufbau wird vor allem durch Barfußgehenauf abwechslungsreichem, hauptsächlich weichem Untergrund und durch Fußgymnastikstimuliert. Ideale Bedingungen für ein therapeutisch wirksames Barfußgehen wurden in den letzten Jahren in zahlreichen Barfußparksgeschaffen. Wichtig ist es, am Anfang das Pensum so vorsichtig zu dosieren, dass keine Schmerzen empfunden werden. Wenn das Barfußgehen von vorneherein schmerzt, sollte zunächst unter Anleitung eines Physiotherapeutengeübt werden. Da Barfußgehen nicht immer möglich ist, sollten bevorzugt Schuhe getragen werden, die dem Fuß ein Höchstmaß an Beweglichkeit ermöglichen, wie z. B. Mokassins, Zehensteg- und Sportsandalen.

Einlagenwirken bei Erwachsenen nicht gegen das Grundleiden Muskelschwäche. Sie können aber wichtig sein, um den Senkfuß so weit passiv zu korrigieren, dass kein weiterer Schaden an Füßen, Knien und Rücken entsteht, wenn man öfters lang auf den Beinen ist. Bei Kindern sollte aber die Herausforderung durch Barfußgehen und Fußgymnastikspiele das wichtigste Element der Behandlung sein, denn der Muskelaufbau kann bei ihnen schon innerhalb von Monaten zur Besserung führen. Einlagen können bei Kindern u. U. von Nachteil sein, das sie die Beweglichkeit der Füße zusätzlich einschränken und den Muskelaufbau behindern. Einlagen sollten dann angewendet werden, wenn Gymnastik allein nicht mehr zum Muskelaufbau ausreicht. Moderne Einlagenmaterialien stimulieren die Fußmuskulatur und tragen dazu bei, dass sich der Fuß festigt. Früher hat man starre Einlagen und dazu harte, feste Schuhe empfohlen. Diese Therapie ist überliefert. Heute verwendet man je nach Schweregrad des Fußverfalls korrigierende oder stützende Einlagen, die dem natürlichem Boden nachempfunden sind. Mehr über das Thema findet man unter www.fussgesundheit.info

Siehe auch

  • Plattfuß
  • Knickfuß
  • Spreizfuß
  • Spitzfuß
  • Klumpfuß

Weblinks

  • Gesundes Leben auf freiem Fuß



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Senkfuß aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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