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Probiose (Ökologie)

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Dieser Artikel überschneidet sich thematisch mit Parabiose. Hilf mit, die Artikel unter einem Lemmazu vereinigen oder inhaltlich besser voneinander abzugrenzen. Mehr Informationen stehen auf Wikipedia:Artikel zum gleichen Thema, dort sollte der Grund stehen, warum dieser Baustein gesetzt wurde. Bitte äußere dich dort auch, bevor du diesen Baustein ohne Änderungen entfernst. Janneman15:30, 23. Jan 2006 (CET)

Probiose (Karpose; einseitiges Nutznießertum) ist eine ökologischeInteraktion von artfremden Organismen (interspezifische Wechselbeziehungen), bei der einer der beiden Partner einen Vorteil aus dem Zusammenleben zieht, während der andere Partner keinen Vorteil erhält, aber auch nicht geschädigt wird. Probiose ist eine interspezifische Beziehung wie der Parasitismus(einseitige Abhängigkeit mit Schädigung des Wirtes) und ? teilweise ? die Symbiose(Lebensgemeinschaft mit gegenseitiger Abhängigkeit und Nutzen).

Es gibt verschiedenen Formen der Karpose:

  • Kommensalismus (von lat. mensa = Tisch): Ein Partner (Kommensale, Mitesser) beteiligt sich an dem Nahrungsrückstand eines anderen Organismus. Ein Beispiel sind Aasfresser der Steppenund Wüsten, die größeren Jägern folgen. Gelegentlich können Kommensalen durch Massenauftreten oder Nahrungsknappheit zu indirekten Konkurrentenwerden und Interferenzenerzeugen (vgl. auch Populationsdynamik).
  • Phoresie: Zeitweise aktive Nutzung eines anderen Tieres als Transportmittel. Manche Pflanzen nutzen Vögeloder das Fell anderer Tiere (z. B. "Kletten") zur Verbreitung ihrer Samen, Schiffshalterfischeheften sich an schnellere Fische(vgl. auch Taxie)
  • Symphorismus/Epökie ("Aufsiedelung"): Ständiger Aufenthalt eines Epiphytenoder Epizoeauf der Oberfläche eines anderen Lebewesens, ohne dass der Träger geschädigt wird. Flechten, Mooseund Farne(Epiphyten= aufsiedelnde Pflanzen) siedeln auf der Borke von Bäumen, Algensiedeln z. B. auf den Panzern von Schildkröten, Seepockenauf Walenetc. (Epizoen= aufsiedelnde Tiere).
  • Synökie: Nutzung der Wohnstätte eines anderen Lebewesens, wenn zum Beispiel kleinere Tiere dadurch Schutz finden. Der Gastgeber duldet die Einmietung durch Gäste, solange die Gäste seine Nahrungsreserven nicht wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel dulden AmeisenArten der Springschwänze, Larven der SchwebfliegengattungMicrodon oder die der BlattkäfergattungClytra, Grillender Gattung Myrmecophila, Ameisenfischchen(Atelura spec.) und die Kurzflügelkäferder Gattung Dinarda. Sie werden als Ameisengästebezeichnet.
  • Parökie ("Beisiedelung"): Leben in Nachbarschaft, wobei einer der beiden Partner Schutz oder Nahrung erhält. Oft folgen Vögel größeren Tieren, die beim Weiden Insektenaufscheuchen, die den Vögeln als Nahrung dienen. In der Peripherie einer Ameisenkolonie leben häufig Larven des Rosenkäfers.
  • Entökie ("Einmietung"): Wohnen in einem anderen Lebewesen. Zum Beispiel das Bewohnen von bereits vorhandenen Baumhöhlen von Vögelndurch Fledermäuse, Einsiedlerkrebsenutzen Gehäuse von Schnecken, die bereits gestorben sind. Im Gegensatz zur Metabiose können sie aber auch andere Wohnorte annehmen, z. B. benutzt der Einsiedlerkrebs auch alte Konservendosen, manche Fledermäuse alte Dachböden etc.
  • Metabiose ist ein stark einseitiges Abhängigkeitsverhältnis einer Art von der Tätigkeit einer anderen. So sind z. B. Hohltaubenund Grünspechtewegen ihrer weichen Schnäbelauf den Höhlenbau anderer Arten wie z. B. den Buntspechtangewiesen. Im Unterschied zur Entökie der Fledermäusebesiedeln Hohltaubenund Grünspechteausschließlich geeignete Baumhöhlen (Einflugloch und Abmessungen im Inneren), während Fledermäuseauch stehendes Totholzals Sommerquartier nutzen.


Siehe auch

Parabiose, Antibiose, Allianz, Konkurrenz, Räuber-Beute-Beziehungda:Kommensalisme en:Commensalism es:Comensalismo fr:Commensalisme nn:Kommensialisme pt:Comensalismo sv:Kommensalism

Von "http://de.wikipedia.org/Probiose_%28%C3%96kologie%29"



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