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Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens

AEDL ist die Abkürzung für Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens. Es handelt sich hierbei um ein konzeptionelles Modell der Pflegevon Monika Krohwinkel.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 AEDLs nach Krohwinkel
  • 2 Pflegerisches Interesse
  • 3 Pflegerisches Ziel
  • 4 Aufgaben und Verantwortungsbereiche der Pflege
  • 5 Meta-Paradigmen
    • 5.1 Mensch
    • 5.2 Umgebung
    • 5.3 Gesundheit und Krankheit
    • 5.4 Pflege
  • 6 Siehe auch
  • 7 Weblink

AEDLs nach Krohwinkel

  1. Kommunizieren
  2. Sich bewegen
  3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
  4. Sich pflegen
  5. Essen und trinken
  6. Ausscheiden
  7. Sich kleiden
  8. Ruhen und schlafen
  9. Sich beschäftigen
  10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten
  11. Für eine sichere Umgebung sorgen
  12. Soziale Bereiche des Lebens sichern
  13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Die AEDLs stellen alle Aktivitäten dar, die wir tun, um den (All-)Tag selbständig zu bewältigen. Mit Hilfe der AEDLs kann man den individuellen Pflegebedarf eines Bewohners benennen. Die AEDLs helfen in der Pflege also beim Erstellen einer Pflegeplanung, da die 13 AEDLs beim jeweiligen Bewohner in Form von Fähigkeiten und Defiziten ausformuliert werden können.

Pflegerisches Interesse

Das pflegerische Interesse besteht aus:

  • dem pflegebedürftigen Mensch mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten
  • den Einflüssen aus der Umgebung
  • den Gesundheits- bzw. Krankheitsprozessen
  • der Diagnostikund der Therapie

Pflegerisches Ziel

Für alle Menschen gilt als Ziel die Unabhängigkeitund das Wohlbefinden, welche durch Förderung der Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person oder ihrer Angehörigen erhalten oder wiedererlangt werden sollen.

Aufgaben und Verantwortungsbereiche der Pflege

  • direkte Pflege
  • Pflegedokumentation
  • pflegerische Arbeitsorganisation
  • Mitwirkung bei Diagnostikund Therapie
  • Kooperations- und Koordinationsleistungen

Meta-Paradigmen

Mensch

Mit "Mensch" (Person) ist sowohl der Patientoder der Bewohnerals auch der Pflegende gemeint. Krohwinkel sieht den Menschen als "einheitliches, integrales Ganzes, das mehr und anders ist als die Summe seiner Teile, mit seiner eigenen Identitätund Integrität. Jeder Mensch ist fähig, sich zu entwickeln, zu wachsen und sich selbst zu verwirklichen. Er kann entscheiden, handeln und verantworten.

Umgebung

In der ganzheitlichenSicht ist die Umgebung der wesentlichste äußere Faktor für Leben, Gesundheitund Wohlbefinden. Mensch und Umgebung sind offene, sich wechselseitig beeinflussende Systeme. Zur Umgebung zählen neben allen Lebewesenauch "ökologische, physikalische, materielle und gesellschaftliche Faktoren". Der Bedarf an Veränderung der Umgebung wird besonders deutlich im Bereich der Rehabilitation.

Gesundheit und Krankheit

Krohwinkel definiert Krankheitund Gesundheit als "dynamische Prozesse", die für die Pflege als Fähigkeiten und Defiziteerkennbar sind. Krohwinkel identifiziert Wohlbefinden und Unabhängigkeit als subjektiv empfundene Teile der Gesundheit.

Pflege

Beim Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) handelt es sich um ein Bedürfnismodell. Die Bedürfnisse und Fähigkeiten werden in dreizehn Bereiche gegliedert. Den dreizehnten Bereich, "mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen", gliedert Krohwinkel in:

  • die Existenz gefährdende Erfahrungen
  • die Existenz fördernde Erfahrungen
  • Erfahrungen, welche die Existenz fördern oder gefährden

Siehe auch

Aktivitäten des täglichen Lebens, Pflegewissenschaft

Weblink

  • www.pflegewiki.de- AEDL im Pflege-Wiki
  • www.alfeld.de- Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens
  • Anwendung der AEDLs am Beispiel eines Alten- und Pflegeheimsen:Activities of daily living
Von "http://de.wikipedia.org/Aktivit%C3%A4ten_und_existenzielle_Erfahrungen_des_Lebens"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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