Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



Zurück
[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Beta-Adrenozeptor

Als ?-Adrenozeptoren wird eine Gruppe phylogenetischverwandter G-Protein-gekoppelter Rezeptorenbezeichnet, die insbesondere durch das HormonAdrenalinaktiviert werden. Sie werden auf Grund ihrer pharmakologischenund molekularbiologischen Eigenschaften in vier Subtypen unterteilt: ?1, ?2, ?3 und "?4". In letzter Zeit häufen sich aber Hinweise, dass der "?4"-Rezeptor nur ein Affinitätszustanddes ?1-Suptyps ist, beispielsweise sind in ?1-Knockout-Mäusenkeine "?4"-Effekte nachweisbar.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorkommen und Funktion
  • 2 Pharmakologie
    • 2.1 ?-Adrenozeptoragonisten
    • 2.2 ?-Adrenozeptorantagonisten
  • 3 Literatur

Vorkommen und Funktion

?-Adrenozeptoren kommen in hoher Dichte im Herzen, in der glatten Muskulaturund im Fettgewebevor. Im Herz führt primär eine Aktivierung von ?1-Adrenozeptoren und sekundär die Aktivierung des ?2-Subtyps zu einer Vergrößerung der Herzkraft und Herzfrequenz. In der glatten Muskulatur der Bronchien, des Uterusesund der Blutgefäßeist der ?2-Subtyp der dominierende Adrenozeptor. Der ?3-Adrenozeptor wurde vorwiegend im Fettgewebe gefunden und scheint dort für die Lipolyseverantwortlich zu sein.

Pharmakologie

?-Adrenozeptoragonisten

?-Adrenozeptoragonisten (auch ?-Sympathomimektika) erregen ?-Adrenozeptoren. Therapeutisch finden ?2-selektive Adrenozeptoragonisten Anwendung:

  • Salbutamol, Salmeterol, Terbutalin, Clenbuterol, Fomoteroletc. zur Therapie des Asthma bronchiale.
  • Terbutalin als Tokolytikum.

?2-Adrenozeptoragonisten, wie Salbutamol und insbesondere Clenbuterol werden häufig missbräuchlich als Dopingmittelverwendet.

?-Adrenozeptorantagonisten

?-Adrenozeptorantagonisten (auch ?-Sympatholytika) hemmen die durch Adrenalinhervorgerufenen Effekte. Sie werden als Betablockertherapeutisch u.a. bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz,Angina Pectorisund zur Migräne-Prophylaxe eingesetzt.

Tab. 1. Pharmokologie und Physiologie von ?-Adrenozeptoren
 
?1
?2
?3
("?4", s. oben)
Signaltransduktion
Gs
Gs, Gi/o
Gs, Gi/o
Gs
Agonisten
Adrenalin, Isoprenalin
Selektive Agonisten
Noradrenalin, Xamoterol, Denopamin
Salbutamol, Salmeterol, Clenbuterol, Terbutanin, Fomoterol
BRL 37344, ZD 7114, CGP 12177
-
Antagonisten
 
Selektive Antagonisten
Metoprolol, Bisoprolol, Atenolol, Betaxolol
ICI 118551
SR59230A
-
Funktion
Steigerung der Herzkraft und -frequenz
Relaxation glatter Muskulatur
Lipolyse
Steigerung der Herzkraft und -frequenz

Literatur

  • Perry P. Griffin, Manfred Schubert-Zsilavecz, Holger Stark: Hemmstoffe von Beta-Adrenozeptoren. Pharmazie in unserer Zeit 33(6), S. 442 - 449 (2004), ISSN 0048 - 3664
Von "http://de.wikipedia.org/Beta-Adrenozeptor"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Beta-Adrenozeptor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
  Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.