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Als ?-Adrenozeptoren wird eine Gruppe phylogenetischverwandter G-Protein-gekoppelter Rezeptorenbezeichnet, die insbesondere durch
das HormonAdrenalinaktiviert werden. Sie werden auf Grund ihrer pharmakologischenund molekularbiologischen
Eigenschaften in vier Subtypen unterteilt: ?1, ?2, ?3 und
"?4". In letzter Zeit häufen sich aber Hinweise, dass der "?4"-Rezeptor nur ein Affinitätszustanddes ?1-Suptyps ist, beispielsweise sind in ?1-Knockout-Mäusenkeine "?4"-Effekte nachweisbar.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Vorkommen und Funktion
- 2 Pharmakologie
- 2.1 ?-Adrenozeptoragonisten
- 2.2 ?-Adrenozeptorantagonisten
- 3 Literatur
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Vorkommen und Funktion
?-Adrenozeptoren kommen in hoher Dichte im Herzen, in der glatten Muskulaturund im Fettgewebevor. Im Herz führt primär eine Aktivierung von ?1-Adrenozeptoren und sekundär die Aktivierung des ?2-Subtyps zu einer Vergrößerung der Herzkraft und Herzfrequenz. In der glatten Muskulatur der Bronchien, des Uterusesund der Blutgefäßeist der ?2-Subtyp der dominierende Adrenozeptor. Der ?3-Adrenozeptor wurde vorwiegend im Fettgewebe gefunden und scheint dort für die Lipolyseverantwortlich zu sein.
Pharmakologie
?-Adrenozeptoragonisten
?-Adrenozeptoragonisten (auch ?-Sympathomimektika) erregen ?-Adrenozeptoren. Therapeutisch finden ?2-selektive Adrenozeptoragonisten Anwendung:
- Salbutamol, Salmeterol, Terbutalin, Clenbuterol, Fomoteroletc. zur Therapie des Asthma bronchiale.
- Terbutalin als Tokolytikum.
?2-Adrenozeptoragonisten, wie Salbutamol und insbesondere Clenbuterol werden häufig missbräuchlich als Dopingmittelverwendet.
?-Adrenozeptorantagonisten
?-Adrenozeptorantagonisten (auch ?-Sympatholytika) hemmen die durch
Adrenalinhervorgerufenen Effekte. Sie werden als Betablockertherapeutisch u.a. bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz,Angina Pectorisund zur Migräne-Prophylaxe eingesetzt.
Tab. 1. Pharmokologie und Physiologie von ?-Adrenozeptoren
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| ?1
| ?2
| ?3
| ("?4", s. oben)
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| Signaltransduktion
| Gs
| Gs, Gi/o
| Gs, Gi/o
| Gs
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| Agonisten
| Adrenalin, Isoprenalin
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| Selektive Agonisten
| Noradrenalin, Xamoterol, Denopamin
| Salbutamol, Salmeterol, Clenbuterol, Terbutanin, Fomoterol
| BRL 37344, ZD 7114, CGP 12177
| -
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| Antagonisten
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| Selektive Antagonisten
| Metoprolol, Bisoprolol, Atenolol, Betaxolol
| ICI 118551
| SR59230A
| -
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| Funktion
| Steigerung der Herzkraft und -frequenz
| Relaxation glatter Muskulatur
| Lipolyse
| Steigerung der Herzkraft und -frequenz
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Literatur
- Perry P. Griffin, Manfred Schubert-Zsilavecz, Holger Stark: Hemmstoffe von Beta-Adrenozeptoren. Pharmazie in unserer Zeit 33(6), S. 442 - 449 (2004), ISSN 0048 - 3664
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