Bild:Dosis-Wirkungs-Kurve.png Dosis-Wirkungs-Kurve für einen Agonisten und einen Partialagonisten
In der Pharmakologiebeschreibt die Dosis-Wirkungs-Kurve graphisch den Zusammenhang zwischen der verabreichten Dosiseines Wirkstoffsund seiner Wirkung. Auf der Abszisseist die Dosis (Menge) (bei einer Konzentrations-Wirkungs-Kurve die Konzentration) aufgetragen ? meist in logarithmischer Form ?, auf der Ordinatedie Wirkung in Prozent. Dabei gilt der Maximaleffekt eines vollen Agonistenals 100%. Der Verlauf der Kurve ist in der Regel "S"-förmig. Aus der Dosis-Wirkungs-Kurve lassen sich drei Parameter ablesen:
- die Wirkstärke oder Potenz. Sie gibt an, welche minimalen Dosen (bzw. Konzentrationen) eines Pharmakonssind nötig, um einen gewünschten Effekt zu erhalten. Die Potenz eines Agonisten wird üblicherweise als ED50- bzw. pED50-Wert angegeben. Der ID50- bzw. pID50-Wert kann als Maß der Potenz eines Antagonistengenutzt werden.
- der Maximaleffekt Emax eines Pharmakons (streng mathematisch betrachtet, nähert sich die Kurve dem Maximaleffekt asymptotischan). Der Maximaleffekt ist auch ein Maß der intrinsischen Aktivitäteines Wirkstoffs.
- Die Steilheit der Kurve gibt Auskunft darüber, wie breit das Spektrum zwischen einer minimal messbaren Wirkung und der Maximalwirkung eines Medikamentes ist.
Die Dosis-Wirkungs-Kurve stellt eine Integration dar, in die die Pharmakokinetik, die Konzentrations-Bindungs-Kurve und die Bindungs-Wirkungskurve eingehen. Trägt man die Dosis-Wirkungskurven mehrerer Medikamente in einem Diagramm ein, so kann man deren Eigenschaften miteinander vergleichen.
Die Dosis-Wirkungs-Kurve dient u.a. dazu, die Therapeutische Breitevon Arzneistoffen abzuschätzen. Die Dosis, bei der 50% der maximalen Wirkung erreicht wird, nennt man ED50 (Effektivdosis 50%).
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