|
Intraossär (lateinisch: intra = innerhalb und: os = Knochen) bedeutet in der medizinischen Fachsprache in den Knochen. Dies ist eine Form der Verabreichnung von Infusionen, andere Möglichkeiten sind intravenös, intraarteriell, Intrapulmonal, subkutanoder Intraperitoneal.
Verwendet wird der intraossäre Zugang vor allem bei Kindernotfällen, da es bei (Klein-)Kindern mitunter sehr schwer ist, eine intravenöseKanüle einzulegen.
Die Industrie bietet spezielle Kanülen für diesen Einsatzzweck, die entweder in den Knochen eingeschraubt oder mittels Federkraft eingeschossen werden. Meist legt man die Kanülen in das Schienbein kurz unterhalb des Knies ein.
Vorteil gegenüber der intravenösen Infusionsgabe ist das schnelle Einlegen der Kanüle, das immer gelingt und nicht von der Lokalisation der Venen und deren Füllung abhängt. Nachteilig sind die erhöhte Infektionsgefahr sowie die hohen Kosten für dieses Material.
Mittlerweile sind auch intraossäre Zugangssysteme für erwachsene Patienten zu haben, die am Brustbein anzuwenden sind.
Seitenkategorien: Pharmakologie| Injektion & Infusion
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Intraossär aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|