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Als Selbstmedikation wird eine Behandlung von Krankheiten oder Symptomen durch Medikamentebezeichnet, ohne dass vorab mit einem Arzt Rücksprache gehalten wurde. Besonders häufig ist diese Form der Medikation bei so genannten "Alltagsbeschwerden", etwa Kopfschmerzen, Durchfall, Erkältungsbeschwerdenoder Übelkeit.
Zur Selbstmedikation eignen sich ausschließlich rezeptfreie Produkte sowie so genannte Hausmittelchen. Eine Einnahme oder Anwendung von rezeptpflichtigen Mitteln oder eine länger andauernde Einnahme bei bleibenden Beschwerden muss auf jeden Fall mit einem Arzt abgestimmt werden - was häufig genug leider nicht geschieht.
So wird ein vom Arzt verordnetes Antibiotikumoft nach der ersten Besserung der Beschwerden vom Patientenselbst abgesetzt und bei Auftreten ähnlicher Beschwerden wieder eingenommen. Abgesehen davon, dass ein Antibiotikum bei klarer Indikationauch über die Besserung der subjektiven Beschwerden eingenommen werden muss, ist es auch für den Arzt oft schwer genug zu entscheiden, ob die Gabe eines Antibiotikums im Einzelfall angezeigt ist. Die aus einem solchen Verhalten entstehenden Konsequenzen sind z. B. eine zunehmende Resistenzentwicklungbei vielen Keimen.
Selbstmedikation wird - ohne dies ausdrücklich zu erwähnen! - über die Propagierung rezeptfreier Medikamente zwecks Kostenersparnis gefördert. Allerdings verursachen z. B. die am häufigsten verkauften rezeptfreien Substanzen, nämlich Analgetikawie Aspirinund andere nichtsteroidale Antirheumatika, jährlich viele Todesfälle durch Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt.
Siehe auch: OTC-Arzneimittel
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