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Eine Chemoprophylaxe ist die prophylaktischeGabe eines Antibiotikums, um eine evtl. Infektionbzw. die Verbreitung eines Erregers zu verhindern.
Beispiele:
- perioperative Chemoprophylaxe:
Bei Operationenim Magen-Darm-Trakt bzw. in infizierten Wunden kann es zum Einschwämmen von Bakterien in die Blutbahn kommen. Um einen Infekt zu verhindern gibt man daher ein Antibiotikum.
- rezidivierende Harnwegsinfekte:
Bei Personen, die ständig Harnwegsinfekte durchmachen, kann es zur Verhinderung von dauerhaften Schädigungen notwendig sein über einen bestimmten Zeitraum, obwohl keine Infektion vorliegt, ein Antibiotikum zu verschreiben.
- Postexpositionsprophylaxebei ansteckenden Erkrankungen:
Um zu verhindern, daß Kontaktpersonen eines Erkrankten einen ansteckenden Keim(z.B. Meningokokken) weiterverbreiten bzw. daran erkranken gibt man ein Antibiotikum.
Die Chemoprophylaxe ist neben der Expositionsprophylaxe (Schutz vor Moskitostichen) und der Stand-by-Prophylaxe (Notfallmedikation) Bestandteil der Malariaprophylaxe.
Weblinks
Malariaprophylaxe 2004(PDF)
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