|
Als auxotroph bezeichnet man Organismen, die bestimmte Substanzen nicht selbstständig synthetisieren können. Somit sind sie darauf angewiesen, diese Stoffe aus der Umwelt aufzunehmen.
Auxotrophien treten häufig in Folge von Mutageneseals Mutationenim Genom auf. Transformiertman eine auxotrophe Mutante (umgangssprachlich: Mangelmutante) mit einem Vektor (Biologie), der das fehlende funktionsfähige Gen trägt, so kann das intakte Gen den auxotrophen Defekt ausgleichen. Die Mutante ist dann wieder in der Lage, den Stoff selber zu synthetisieren. In diesem Fall spricht man von einer Komplementation.
Transformiert man eine auxotrophe Mutante mit einem Vektor, der das komplementierende Gen und ein zu untersuchendes Gen trägt, so kann man prüfen, ob beide Gene erfolgreich in den Organismus integriert wurden, denn nur bei komplementierten Mutanten wurde der Vektor und somit das zu untersuchende Gen aufgenommen. Daher werden auxotrophe Mutanten in der modernen Genetik häufig als Alternative zu bakteriellen Resistenzmarkern bei der Transformation von Genen eingesetzt.
Seitenkategorien: Physiologie| Genetik
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Auxotrophie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|