Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



Zurück
[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Bayliss-Effekt

Der Bayliss-Effekt ist eine, nach dem britischen Physiologen William M. Bayliss (*1860, ?1924) benannte, Kontraktionsreaktion von Blutgefäßen bei der lokalen Steuerung des Blutkreislaufs(Autoregulation) zur Konstanthaltung der Durchblutung eines Organsbzw. Gewebes.

Ändert sich durch eine Blutdruckerhöhungdie Wanddehnung einer kleinen Arterieoder Arteriole, so wird dies von einer Kontraktionder glatten Gefäßmuskelzellenbeantwortet. Dadurch verringert sich der Gefäßradius und der Strömungswiderstandim Blutgefäßsteigt (Hagen-Poiseuillesches Gesetz). Bei einem Nachlassen des intravasalen Drucks (v. lat.intra = ?innerhalb?, vas = ?Gefäß?) geht die Gefäßmuskulatur wieder auf ihren ursprünglichen (?basalen?) Tonuszurück. Auf diese Weise kann auch bei stark schwankendem Blutdruck (im Bereich zwischen ca. 120 und 200 mmHg) eine konstante Durchblutung von Organen und Geweben aufrechterhalten werden.

Diese Art der Kreislaufregulation arbeitet völlig unabhängig von der vegetativen Innervationder Blutgefäße. Das bedeutet, dass auch bei einer Durchtrennung der das Gefäß versorgenden Nervender Bayliss-Effekt erhalten bleibt. Erst bei der Gabe von Papaverin, einem krampflösendenAlkaloid(Spasmolytikum), kann der Effekt über eine Lähmung der glatten Gefäßmuskelzellen aufgehoben werden.

Der Bayliss-Effekt ist z.B. in den Nieren, im Magen-Darm-Traktund im Gehirnnachweisbar, jedoch nicht in der Hautund in der Lunge.





Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bayliss-Effekt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
  Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.