Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



Zurück
[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Beiträge zur Optik

Beiträge zur Optik ist eine naturwissenschaftliche Schrift von Johann Wolfgang von Goethe, erschienen in den Jahren 1791 und 1792 im Verlag des Industrie-Comptoirs Weimar.

Goethe nahm die Beyträge zur Optik in seine Farbenlehre, erschienen 1810, an den Anfang der Abteilung Vorarbeiten zur Farbenlehre unter dem Titel Beiträge zur Chromatik auf. Er wählte 1810 im Titel Chromatik (chroma, Farbe) statt Optik, weil niemand habe begreifen können noch wollen, wie man ohne Mathematik Beiträge zur Optik bringen oder wohl gar die Hauptlehrsätze derselben bezweifeln und bekämpfen dürfe (S.14).

Bild:Goethe, Farbenkreis zur Symbolisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens, 1809.jpg
Farbenkreis, Aquarellierte Federzeichnung von Goethe, 1809

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Inhalt
  • 2 Zeugnis
  • 3 Literatur
    • 3.1 Sekundärliteratur
    • 3.2 Quelle

Inhalt

Goethe betrachtet zuerst nur schwarze und weiße Tafeln durchs Prisma, weil sich an denselben die farbigen Ränder und Strahlungen derselben am deutlichsten ausnehmen (S.64). Er rekapituliert 24 Resultate der bebilderten Experimente.
1) Schwarze, weiße und einförmige reine Flächen zeigen durchs Prisma keine Farben.
2) An allen Rändern zeigen sich Farben.
...
23) Sonne, Mond, Sterne, Öffnung des Fensterladens erschienen durchs Prisma nur farbig, weil sie als kleine helle Körper auf einem dunkeln Grunde anzusehen sind.
... (S.48/49)
Vom Einfachen zum Komplizierterem aufsteigend betrachtet darauf Goethe außer schwarz-weißen Flächen mit gradlinigen Rändern nun auch graue und farbige mit gebogenem und zirkelrundem Rand.
Die zu diesen Versuchen nötigen Apparate, Papptafeln und ein großes Prisma, welches bei Versuchen mit reinem Wasser angefüllt wird, werden - ebenfalls bebildert - beschrieben.
In dem Schlusskapitel Nachinnerung fasst Goethe seine prismatischen Erfahrungen, welche er die subjektiven nennen darf, indem die Erscheinungen in dem Auge des Beobachters vorgehen, zusammen.

Zeugnis

...was er [Goethe] im ersten Hefte seiner Beiträge zur Optik weitläufiger und durch 24 kleine illuminirte Kupfertäfelchen, die dazu ausgegeben werden, veranschaulicht hat. Die Hauptsätze demonstrirte er an einer schwarzen Tafel, wo er die Figuren schon vorher angezeichnet hatte, so lichtvoll vor, daß es ein Kind hätte begreifen können. Goethe ist ebenso groß als scharfsinniger Demonstrator an der Tafel, als er's als Dichter, Schaupiel- und Opern-Director, Naturforscher und Schriftsteller ist.
Aus der Sitzung des Weimarer Gelehrten-Vereins vom 4. November 1791

Literatur

Sekundärliteratur

  • Richard Friedenthal: Goethe ? sein Leben und seine Zeit. S.362. R. Piper Verlag München 1963
  • Gero von Wilpert: Goethe-Lexikon. S.91. Stuttgart 1998, ISBN 3-520-40701-9
  • Karl Otto Conrady: Goethe - Leben und Werk. S.549. Düsseldorf und Zürich 1999, ISBN 3-538-06638-8
  • Nicholas Boyle: Goethe. Der Dichter in seiner Zeit. Bd. 2: 1790 ? 1803. S.125 - 134. Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-458-34750-X

Quelle

  • Gerhard Ott (Hrsg.), Heinrich O. Proskauer (Hrsg.): Johann Wolfgang Goethe: Farbenlehre. Mit Einleitungen und Kommentaren von Rudolf Steiner. Bd.2, S.14 - 74. Stuttgart 1992, ISBN 3-7725-0702-6
Von "http://de.wikipedia.org/Beitr%C3%A4ge_zur_Optik"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Beiträge zur Optik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
  Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.