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Als binokulare Rivalität werden die spontan auftretenden Wahrnehmungswechsel bezeichnet, die immer dann auftreten, wenn jedem Auge gleichzeitig ein anderes Bild gezeigt wird (eine sogenannte dichoptischePräsentation). Die resultierenden Phänomene lassen sich grob als einen unregelmäßigen Wechsel zwischen den beiden getrennt präsentierten Bildern beschreiben. Auch wenn es dabei häufig zu mosaikartigenMischungen aus beiden Bildern kommt, kommt es nie zu einer gleichzeitigen Wahrnehmung beider Bilder.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Phänomenologie
- 2 historischer Hintergrund
- 3 wissenschaftlicher Hintergrund
- 4 Literatur
- 5 Weblinks
- 6 Siehe auch
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Phänomenologie
Dieser ?Wettstreit? zwischen beiden Augen um das visuelleBewusstseinlässt sich willentlich nicht verhindern oder steuern und scheint einem Zufallsprozesszu obliegen. Diese und weitere geteilte Eigenschaften lassen darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen multistabiler Wahrnehmunghandelt.
historischer Hintergrund
Obwohl schon im Mittelalter erste Beschreibungen von binokularer Rivalität auftauchten, datiert man Allgemein den Beginn der wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Phänomen auf das Jahr 1838 in dem der britische Erfinder Charles Wheatstoneden ersten in englischer Sprache geschriebenen Abriss verfasste. Das von ihm damals erfundene Stereoskopermöglicht eine kontrollierbar getrennte Stimulationbeider Augen.
wissenschaftlicher Hintergrund
Die Tatsache, dass Beobachter unter diesen Umständen jeweils nur eines von zwei Bildern in ihren Augen wahrnehmen können, macht dieses Phänomen für die naturwissenschaftlicheErforschung des Bewusstseinsinteressant. Mittels bildgebender Verfahrenetwa kann man untersuchen, welche Teile des Gehirns eine mit den Wahrnehmungswechseln korrelierteAktivität aufweisen.
Bis heute sind die exakten Gehirnvorgänge, die diesem Phänomen zugrunde liegen, unbekannt. Man geht zunehmend von einem über weite Teile des Gehirns verteilten Mechanismus aus, was dazu führt, dass ein Großteil des Gehirns auch die nicht wahrgenommenen, unbewussten Bilder verarbeitet.
Literatur
- Alais, D & Blake R (eds.), Binocular Rivalry, MIT Press, 2005, ISBN 026201212X
- David Hubel: Auge und Gehirn. Neurobiologie des Sehens, Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft, 1995.
- Blake, R., & Logothetis, N. K. (2001). Visual competition. Nature Reviews Neuroscience, 3, 13?21.
Weblinks
- http://www.psy.vanderbilt.edu/faculty/blake/rivalry/BR.html
- http://psy.otago.ac.nz/r_oshea/br_bibliography.html
- http://www.connotea.org/tag/binocular%20rivalry
Siehe auch
- Ambiguität
- Necker-Würfel
- Wahrnehmung, Sehereignis
- Kognitionund Konstruktion
- Wahrnehmungsphysiologie
- Wahrnehmungspsychologie
- Visueller Kortex
- Gestaltwahrnehmung
- Reizfilterungen: binocular rivalry
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