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Bohr-Effekt

Grundlage des Bohr-Effektes ist die pH-Wert-senkende Wirkung des CO2, welches als oxidatives Stoffwechsel-Endprodukt in tierischen Zellen entsteht und im Blut mit Wasser zu Kohlensäure (2 H + und CO_3^{2-}) dissoziiert.

Die Senkung des Blut-pH-Werts verschlechtert die Affinität von Hämoglobin zu Sauerstoff, so dass dieser ins Blut abgegeben wird. Bereits eine Senkung des pH-Werts um 0,2 hat einen 20%igen Affinitätsverlust zur Folge. Dies bedeutet für ein stoffwechselaktives Gewebe, welches einen sehr hohen CO2-Partialdruck hat, dass es immer bestmöglich mit Sauerstoff versorgt wird, während ein passives Gewebe, welches gerade einen sehr geringen CO2-Partialdruck hat, auch weniger Sauerstoff zugeführt bekommt. Der Bohr-Effekt wirkt somit regulatorisch auf den Gasaustausch. Auch in der Lunge ist er - wenn auch weniger - von Bedeutung. Dort kehrt sich der eben beschriebene Effekt um. Der CO2-Partialdruck sinkt stark und zwar dadurch, dass CO2 in die Atemluft abdiffundiert, wobei sich die Affinität des Hämoglobins zu Sauerstoff wieder auf das Maximum steigert. Der hohe Sauerstoff-Partialdruck in den Lungenbläschen tut das übrige, um das Hämoglobin wieder mit Sauerstoff zu beladen.

Der dänische Physiologe Christian Bohr(1855-1911), Vater des Physikers Niels Bohr, entdeckte den Effekt, der schließlich nach ihm benannt wurde.

Von "http://de.wikipedia.org/Bohr-Effekt"



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