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Der Greifreflex (auch Palmarreflex) bezeichnet das unbewusste Umgreifen und Festhalten von Gegenständen durch Säuglingebis zum Alter von drei Monaten, die dessen Handflächen berühren.
Der Zugriff ist dabei relativ kräftig. Der Greifreflex entsteht durch einen subkortikalenMechanismus; er wird als Rückstand aus einer älteren Entwicklungsstufe (Atavismus) betrachtet. Er verlöscht allmählich mit zunehmender Myelinisierungder willkürmotorischen Nervenbahnen.
Der Greifreflex ist die Grundlage für die später erfolgende Koordination von Augeund Handim ersten optisch kontrollierten Greifen. Bleibt der Greifreflex über den vierten Lebensmonat hinaus noch bestehen oder tritt er beim Erwachsenen auf, so gilt das als pathologisch und wird darauf zurückgeführt, dass der Mechanismus des Greifreflexes durch einen Herd im Stirnhirn nicht bewusst gesteuert werden kann.
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