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Ischämisches Preconditioning

Als Ischämisches Preconditioning (ICP) wird ein wirksamer Schutzmechanismus bezeichnet, der das Myokardvor ansonsten zum Tode führenden Unterbrechungen der Blutzufuhr schützt.

Es wurde erstmals 1986von Murray et al. im Tierversuchbeschrieben. Kurzfristige Unterbrechungen der Blutzufuhr führen dabei zu Adaptionsmechanismen, die bei einer endgültigen Unterbrechung des Blutgefäßes die Größe des dadurch bedingten Infarktareals um bis zu 75% reduzieren können.

Die zugrunde liegenden Mechanismen sind noch nicht völlig geklärt. Allerdings konnte inzwischen gezeigt werden, dass Kaliumkanalöffnerdieses IPC ermöglichen, während Kaliumkanalblockerdieses verunmöglichen. Diazoxid ist ein Kaliumkanalöffner an der Herzmuskelzelle, der in niedrigen Konzentrationen die mitochondrialenKaliumkanäleöffnet, diejenigen im Sarkolemmjedoch unbeeinflusst lässt. Da Diazoxid die Herzmuskelzellen vor einer Infarzierung schützt, dürfte die Beeinflussung der Kaliumkanäle der Mitochondrien für diese Schutzwirkung verantwortlich sein.

Die Tatsache, dass Patienten mit Diabetes mellitusdeutlich höhere Komplikationsraten nach Herzinfarktenaufweisen, führte u. A . zu der Vermutung, dass Sulfonylharnstoffe- Medikamente, die zur Blutzuckersenkung eingesetzt werden - dieses IPC stören könnten. Mittlerweile konnte gezeigt werden, dass das tatsächlich für Glibenclamidzutrifft. Glimepiridallerdings übt keinen negativen Einfluss auf das Herzgewebe aus.




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