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Unter Kiemenatmung versteht man den Austausch der Gase Sauerstoffund Kohlenstoffdioxidvieler wasserlebender Tiere zwischen dem Blut und dem umgebenden Wasser, der in den Kiemenvor sich geht. Wegen ihrer Zartheit und Verletzlichkeit sind die Kiemen oft von Schutzeinrichtungen bedeckt (Panzer, Mantelhöhle, Kiemendeckel). Diese Lage erfordert eine aktive Ventilation.
Bei der Kiemenatmung sind Prinzipien der Oberflächenvergrößerung, der Kompartimentierungund des Gegenstroms(Pigmentsystem/Blut und Wasser fließen in entgegengesetzter Richtung) zum effizienteren Gasaustausch im sauerstoffarmen Wasser (im Ggs. zur Luft) verwirklicht.
Bei der Kiemenatmung handelt es sich um ein geschlossenes Kreislaufsystem.
Beim Einfließen in die Kieme trifft sauerstoffreiches Wasser auf sauerstoffärmeres Blut. Dieser Partialdruckunterschiedbewirkt eine Diffusionvon Sauerstoff aus dem Wasser ins Blut. Aufgrund des Gegenstroms hat hat das die Kieme verlassene Blutmehr Sauerstoff, als das wegströmende Wasser. Die Sauerstoffausbeute wird zusätzlich von sehr dünnen Schlitzen zwischen den Kiemenlamellen erhöht, da der Diffusionsweg so äußerst kurz ist. Im Organismus wird der Transport von Sauerstoff von einem Pigmentsystemgewährleistet und führt es zu den Zellen; das durch biologische Oxidation entstandene Kohlendioxid wird entspreched wegtransportiert.
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