|
Osmporezeptoren sitzen im Hypothalamussowie im juxtaglomerulären Apparat der Niere. Diese spezialisierten Zellen messen die Osmolaritätder Flüssigkeit ausserhalb der Zelle.
Wie funktionierts?
Das zellinnere Zytoplasmabesitzt eine genau definierte Osmolarität von 290 mosmol.
Ist die extrazelluläre Osmolarität gleich der intrazellulären, so gleichen sich die Diffusionsströmein die Zelle hinein und aus der Zelle hinaus aus, insgesamt kommt es zu keinem Flüssigkeitsstrom.
Fällt jedoch die Osmolarität ausserhalb der Zelle ab - zum Beispiel durch erhöhten Salzverlust-, so strömt Flüssigkeit anhand des osmotischen Gradienten von aussen in die Zelle hinein. Es folgt eine Zellschwellung. Durch diese Schwellung öffnen sich mechanosensitive Ionenkanäle. Die Folge ist eine Depolarisationder Zellmembranund damit die Ausschüttung von Transmitter-Stoffen oder die Erzeugung eines Aktionspotential. Entsprechend hyperplarisieren die Zellen bei Erhöhung der Osmolarität ausserhalb der Zelle. Dies vermittelt auch das Durstgefühl.
Ungeklärt ist bisher die Frage nach der Beendigung des Durstgefühls beim Trinken. Bis die aufgenommene Flüssigkeitsmenge nämlich das Blut und die Osmorezeptoren im Gehirn erreicht hat, vergehen einige Minuten. Das Durstgefühl verschwindet beim Trinken jedoch schon nach Sekunden.
Der Körper besitzt eine Reihe von Hormonen, die an der Homöostaseder Osmolartät beteiligt sind. Dazu zählen im Wesentlichen das Vasopressinoder Anti Diuretische Hormon (ADH), Aldosteronund Atrionatriuretische Peptid (ANP oder ANF).
Seitenkategorien: Physiologie
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Osmorezeptor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|