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Sinn (Wahrnehmung)

Projekt zur Überarbeitung des Themengebiets Wahrnehmung gestartet. Siehe Wikipedia:WikiProjekt Wahrnehmung.

Mit den Sinnen bezeichnet man üblicherweise die schon von Aristoteleserkannten fünf Sinneskanäle des Menschen, also Gehörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Gesichtssinn, und Tastsinn. Die moderne Physiologiekennt für den Menschen noch vier weitere Sinne, die Thermozeption(Temperatursinn), Nozizeption(Schmerzempfindung), den Gleichgewichtssinnund die Propriozeption(Körperempfindung oder Tiefensensibiliät), bei Tieren kommen weitere Sinne (beispielsweise für die Polarisierung von Licht oder das Magnetfeld der Erde) hinzu.

Die Sinne haben unterschiedliche Aufnahmekapazitäten. So werden über den Gesichtssinnpro Sekunde etwa 10 Millionen Bitaufgenommen, über den Tastsinnetwa 1 Million Bit, über den Gehörsinnetwa 100 000 Bit, über den Geruchssinnetwa 100 000 Bit und über den Geschmackssinnetwa 1000 Bit.

Bei "Synästhetikern" gibt es ein "Übersprechen" zwischen Sinneskanälen oder deren Verarbeitungszentren, so dass z.B. Klänge als farbige Muster wahrgenommen werden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Unterteilung in Nah- und Fernsinne
  • 2 Der "6. Sinn" und der "7. Sinn"
  • 3 Siehe auch:
  • 4 Weblinks

Unterteilung in Nah- und Fernsinne

Die Sinneskanäle des Menschen können in Fernsinne (Gehörsinnund Gesichtssinn) und Nahsinne (alle übrigen Sinne) unterschieden werden. Bei einer Schädigung der Fernsinne spricht man von Sinnesbehinderung, da diese Sinne die wichtigsten Informationsträger des Menschen sind gibt es für diese Personengruppe spezielle Sonderschulen.

Der "6. Sinn" und der "7. Sinn"

Mit "6. Sinn" wurde vielfach die Fähigkeit bezeichnet, Dinge wahrzunehmen, die anscheinend nicht mit den Sinnesorganenaufgenommen wurden, vor allem die so genannten Psi-Fähigkeiten(Telepathie, Hellsehen, Präkognition). Biologen benutzen diesen Begriff allerdings zunehmend, um damit elektrische und magnetische Sinne von Tieren zu beschreiben: Zitteraaleerkennen im Dunkeln ihre Gegner durch die Wahrnehmung von Änderungen elektrischer Felder, die sie selbst aussenden; Zitterrochennehmen die Körperelektrizität ihrer Beute wahr; Klapperschlangenhaben einen Wärmesinn; Webspinnenerkennen durch einen Schwingungssinn die kleinsten Bewegungen in ihren Netzen; an Rotkehlchen, Taubenund diversen anderen Vögeln wurde ein Magnetsinnexperimentell nachgewiesen (erstmals 1967von Wolfgang Wiltschkoin Frankfurt am Main). Alle diese Sinne, die inzwischen genauer erforscht werden, haben eine Verankerung im Biologischen und sind nichts Übernatürliches (mehr). So konnten Wissenschaftler von der Washington Universität in St. Louis(USA) mittels kernspintomographischenUntersuchungen nachweisen, dass eine bestimmte Hirnregion, der Anterior Cingulate Cortex(ACC), ein Frühwarnsystem darstellt, das bei drohender Gefahr einer Fehlentscheidung aktiv wird. Offensichtlich empfängt diese in der Nähe der vorderen Stirnhirnlappenliegende Hirnregion Umgebungssignale, die dann unverzüglich auf potentielle Gefahren hin analysiert werden. Sollte eine Situation als "gefährlich" interpretiert werden, schlägt es sofort Alarm, so dass das Individuum die Möglichkeit hat, eine Änderung seines momentanen Verhaltens einzuleiten. Menschen, die auf diese Weise rechtzeitig einer Gefahrensituation entronnen sind, führen dies dann gerne auf ihren "6. Sinn" zurück. Ursprünglich wird dem Anterior Cingulate Cortex auch eine wichtige Funktion bei der Verarbeitung von Konfliktenzugeschrieben.

Darum erscheint es naheliegend, für die paranormalen Wahrnehmungen (oder Pseudowahrnehmungen) den Ausdruck "7. Sinn" zu verwenden. Damit kommt zum Ausdruck, dass hiermit weder die fünf normalen Sinne noch die verschiedenen, ebenfalls auf physikalischen Wahrnehmungen beruhenden sechsten Sinne gemeint sind. "Der siebte Sinn" ist darum seit langem der Name einer Informationssendung im deutschen Fernsehen(ARD), die über das korrekte Verhalten im Straßenverkehrinformieren will.

Siehe auch:

Sinnesorgan, Wahrnehmung, Sinneswahrnehmung, Sinnesphysiologie, Psychophysik, Deprivation, Sensorische Deprivation

Weblinks

  • "Offizieller" Artikel der Washington Univeristy St. Louis zum erbrachten Beweis des 6. Sinns" (englisch)
  • Originalartikel "Learned Predictions of Error Likelihood in the Anterior Cingulate Cortex"
  • wissenschaft.de: "Wo der sechste sinn wohnt"
  • nachrichten.at: "Sechster Sinn" gilt jetzt als erwiesenca:Sentit

da:Sans (organisme) en:Sense eo:Senso es:Sentido fi:Aisti is:Skynfæri ja:?? nl:Zintuig pl:Zmys? pt:Sentido ru:???????? simple:Sense sv:Sinne wa:Cénk sinses

Von "http://de.wikipedia.org/Sinn_%28Wahrnehmung%29"



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