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Torpidität

Hungerstarre ist ein biologischer Begriff; er beschreibt einen Zustand stark reduzierter Stoffwechsel- und Energieumsatzprozesse, der es einem Lebewesen erlaubt, einige Tage bis mehrere Wochen ohne Nahrungs-und Flüssigkeitsaufnahme zu überleben. In diesem torpiden Zustand ist es gegenüber Außenreizen weitgehend unempfindlich.
Wissenschaftlich wird dieser Zustand als Torpidität, bzw. als Torpor bezeichnet, oft auch als Hypothermie. Im deutschen Sprachraum kennt man dafür auch die Bezeichnungen Hunger - oder Kälteschlaf; vogelkundlich wird von einem Verklammen gesprochen.

Physiologisch ähnelt die Hungerstarre dem Winterschlaf, doch sind nicht Kälte und Lichtmangel oder hormonelle Umstellungen die auslösenden Faktoren, sondern Nahrungsmangel und damit einhergehender Gewichtsverlust. Alle lebenserhaltenden Vorgänge werden auf ein Mindestmaß reduziert, die Körpertemperatur sinkt wesentlich, aber niemals so stark ab, wie bei echten Winterschläfern.

Da Vögel keinen Winterschlaf halten, trifft man die Fähigkeit in torpide Zustände zu verfallen bei ihnen recht häufig an. Der Mauersegler, einige Schwalbenartensowie Kolibris, die in nachtfrostexponierten Gebieten leben, können hier als Beispiele genannt werden. In der Vogelfamilie der Nachtschwalben(Caprimulgidae) haben einige Arten diese Fähigkeit sehr weit entwickelt. Der nordamerikanische Poorwill (Phalaenoptilus nuttalli) überwintert in einem Zustand einer tiefen Torpidität. Tiere, die in eine solche verfallen, können aktiv nicht mehr erwachen - erst sehr deutlich steigende Umgebungstemperaturen ermöglichen dieses, während eine leichte Hypothermie auch aktiv beendet werden kann.

Von "http://de.wikipedia.org/Torpidit%C3%A4t"



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