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Zur Farbenlehre

Zur Farbenlehre ist eine naturwissenschaftliche Schrift von Johann Wolfgang von Goethe, erschienen im Jahre 1810. Dieses umfangreichste seiner Werke schätzte Goethe mindestens so hoch wie sein poetisches Werk.

Bild:Goethe, Farbenkreis zur Symbolisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens, 1809.jpg
Farbenkreis, Aquarellierte Federzeichnung von Goethe, 1809

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Entwurf einer Farbenlehre
    • 1.1 Physiologische Farben
    • 1.2 Physische Farben
    • 1.3 Chemische Farben
    • 1.4 Allgemeine Ansichten nach innen
    • 1.5 Nachbarliches Verhältnis
    • 1.6 Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe
  • 2 Vorarbeiten und Nachträge zur Farbenlehre
    • 2.1 Vorarbeiten zur Farbenlehre
    • 2.2 Erkenntniswissenschaftliche Aufsätze
    • 2.3 Ergänzungen zur Farbenlehre. Entoptische Farben
    • 2.4 Tafeln zur Farbenlehre
  • 3 Enthüllung der Theorie Newtons
    • 3.1 Newtonsche Optik
    • 3.2 Aufsätze und Sprüche zur Farbenlehre
  • 4 Historischer Teil
    • 4.1 Zur Geschichte der Urzeit
    • 4.2 Griechen
    • 4.3 Römer
    • 4.4 Zwischenzeit
    • 4.5 Sechszehntes Jahrhundert
    • 4.6 Siebzehntes Jahrhundert
    • 4.7 Achtzehntes Jahrhundert
    • 4.8 Wirkung farbiger Beleuchtung
  • 5 Rudolf Steiner
  • 6 Zwei Lehren
  • 7 Wirkung
  • 8 Selbstzeugnisse
  • 9 Literatur
    • 9.1 Sekundärliteratur
    • 9.2 Quelle

Entwurf einer Farbenlehre

PhysiologischeFarben

werden nach Goethe bemerkt als flüchtige Wirkung und Gegenwirkung des Auges selbst (1, 250) (Quellenwerden in diesem Artikel in der Form (Band, Seite) angegeben). Diese Farben, so schreibt er weiter, welche das Fundament der ganzen Lehre machen... wurden bisher... als Täuschung und Gebrechen betrachtet (1, 63). Zunächst werden Scheinfarben, Augentäuschungen, Gesichtsbetrug und pathologische Farben (1, 64) besprochen. Begriffe wie Netzhautdes menschlichen Auges werden im Beispielkontext aufgeführt. Goethesche Grundfarben spielen eine Rolle in der Sehdynamik: Das Schwarze, als Repräsentant der Finsternis, läßt das Organ [Auge] im Zustand der Ruhe, das Weiße, als Stellvertreter des Lichts, versetzt es in Tätigkeit (1, 68).
Goethe erforscht die Farben in der Natur: Am 19.Juni 1799, als ich zu später Abendzeit bei der in eine klare Nacht übergehenden Dämmerungmit einem Freunde im Garten auf- und abging, bemerkten wir sehr deutlich an den Blumen des orientalischen Mohns, die vor allen andern eine sehr mächtige roteFarbe haben, etwas Flammenähnliches, das sich in ihrer Nähe zeigte. Der Beobachter sucht nach Erklärung: Die Dämmerung ist Ursache, daß das Auge völlig ausgeruht und empfänglich ist, und die Farbe des Mohns ist mächtig genug, bei einer Sommerdämmerung der längsten Tage noch vollkommen zu wirken und ein gefordertes Bild hervorzurufen (1, 80/81).
Goethe sammelt auch fremdes Beobachtungsmaterial und möchte es in Einklang bringen mit seinen Studium der Farben in der Natur: Wenn Taucher sich unter dem Meere befinden und das Sonnenlichtin ihre Glocke scheint, so ist alles Beleuchtete, was sie umgibt, purpurfarbig; die Schatten dagegen sehen grünaus. Ebendasselbe Phänomen, was ich auf einem hohen Berge gewahr wurde, bemerken sie in der Tiefe des Meers, und so ist die Natur mit sich selbst durchaus übereinstimmend (1, 90).
Goethe führt subjektive Farbempfindungen auf, wenn er bemerkt, daß wilde Nationen, ungebildete Menschen, Kinder eine große Vorliebe für lebhafte Farben empfinden, daß Tiere bei gewissen Farben in Zorn geraten, daß gebildete Menschen in Kleidung und sonstiger Umgebung die lebhaften Farben vermeiden und sie durchgängig von sich zu entfernen suchen (1, 103).

Physische Farben

versteht Goethe als vorübergehende Wirkung farbloser, durchscheinender, durchsichtiger, undurchsichtiger Körper auf das Licht (1, 250). Dergleichen Farben werden also in unserm Auge durch solche äußere bestimmte Anlässe erzeugt (1, 104) leitet er die Abteilung über physische Farben ein und erläutert seinen Begriff das Trübe - die unendlich vielen Graustufen auf der Schwarz-Weiß-Skala. Eine Vielzahl von Experimenten wird beschrieben, die mit Pergamentpapier, Opalglas, konkaven und konvexen Linsen, Prismen- teilweise mit Wasserfüllung, schwarzen Scheiben, verschiedenen einfarbigen Vierecken und auch Öffnungen im Fensterladen sowie Seifenblasen bei reflektiertem oder auch durchfallendem Licht anzustellen sind. Der Leser muss Goethes Skizzen - wie in einem Lehrbuch der Optik- studieren und hernach probieren. Jedes Experiment gelingt auch nicht auf Anhieb. Wenn z.B. die Farberscheinung auf einer Glasplatte nach Anhauchen derselben und anschließend wiederholtem Abwischen mit dem Finger hervorgerufen werden soll, so benötigt man nicht nur eine kühle Versuchsumgebung, sondern auch Geduld. Aber Goethe hilft uns: Besonders lebhaft aber erscheinen die Farben, wenn sie einen dunklen Gegenstand zum Hintergrund haben. Wir möchten die Flinte ins Korn werfen. Goethe macht Mut: Da bei Vorträgen, die sich auf die Natur beziehen, doch alles auf Sehen und Schauen ankommt, so sind diese Versuche um desto erwünschter, als sie sich bequem und leicht anstellen lassen. Jeder Liebhaber kann sich den Apparat ohne große Umstände und Kosten anschaffen, ja wer mit Papparbeiten einigermaßen umzugehen weiß, einen großen Teil selbst verfertigen (1,151). So widerborstig die Materie in dieser Abteilung auch erscheinen mag, Goethes Begeisterung für die Sache ist mitreißend. Der spröde Stoff wird durch Beobachtungen der Natur aufgelockert: Die Farben der Spinneweben setzen wir denen, die von Stahlsaiten widerscheinen, völlig gleich (1, 174).

Chemische Farben

herrschen nach Goethe vor, wo wir sie als dauernd, als den Körpern wirklich einwohnend zuversichtlich ansprechen können (1, 250). Das Gelbund Gelbrote widmet sich den Säuren, das Blauund Blaurote den Alkalien (1, 203). Reines Wasser zu Schnee kristallisiert erscheint weiß (1, 204). Kohle, der auch übrigens höchst merkwürdige Körper, zeigt uns die schwarze Farbe (1, 205). Das Oxyddes Arseniksmit Schwefelverbunden, bringt eine Rubinfarbehervor (1, 212). Es gibt Körper, welche fähig sind, ganz in Farbstoff verwandelt zu werden (1, 216). Dazu gehören Färberkrappund Indigo. Die Farben der Mineraliensind alle chemischer Natur (1, 231). Die Samen, Bulben [Brutzwiebeln], Wurzelnund was überhaupt vom Lichte ausgeschlossen ist oder unmittelbar von der Erde sich umgeben befindet, zeigt sich meistensteils weiß (1, 233).

Allgemeine Ansichten nach innen

Goethe spricht über das allen drei o.g. Farben Gemeinsame. Zunächst wird die Entstehung der Farbe besprochen. Wenn das Licht einen farblosen Körper berührt, von ihm zurückprallt, an ihm her, durch ihn durch geht, so erscheinen die Farben sogleich (1, 251). Und ebenso schnell verschwindet auch die Farbe wieder gänzlich (1, 257). Zur Intensität wird gesagt: Die dunkle Natur der Farbe... ist das, wodurch sie den ernsthaften und zugleich reizenden Eindruck hervorbringt, und... so kann sie auch das Licht nicht entbehren (1, 252). Nach Goethe stellt das Licht die Gegenstände mit Gleichgültigkeit dar, die Farbe hingegen polarisiert zwischen hell und dunkel, gelb und blau (1, 253).

Nachbarliches Verhältnis

zur Philosophie: Indem sich der Beobachter, der Naturforscher... abquält, weil die Erscheinungen der Meinung jederzeit widersprechen, so kann der Philosoph mit einem falschen Resultate in seiner Sphäre noch immer operieren, indem kein Resultat so falsch ist, daß es nicht als Form ohne allen Gehalt auf irgendeine Weise gelten könnte (1, 260).
zur Naturgeschichte: Indem die Farbe in ihrer größten Mannigfaltigkeit sich auf der Oberfläche lebendiger Wesen dem Auge darstellt, so ist sie ein wichtiger Teil der äußeren Zeichen, wodurch wir gewahr werden, was im Innern vorgeht (1, 266).
zur Physik: Die Physiker betrachten Lichtals elektromagnetischeErscheinung. Goethe aber meint, daß die Farbe, obgleich unter eben den Gesetzen stehend, sich doch viel höher erhebe und, indem sie für den edlen Sinn des Auges wirksam ist, auch ihre Natur zu ihrem Vorteil dartue (1, 270).
zur Tonlehre: Farbe und Ton sind allgemeine elementare Wirkungen, nach dem allgemeinen Gesetz des Trennens und Zusammenstrebens , des Auf- und Abschwankens... auf verschiedene Weise... für verschiedene Sinne (1, 271).
zur Sprache: Goethe weiß, worauf er sich bei verbaler Beschreibung der Farben in der Natur einlässt. Jedoch wie schwer ist es, das Zeichen nicht an die Stelle der Sache, das Wesen immer lebendig vor sich zu haben und es nicht durch das Wort zu töten! (1, 273)

Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe

Ästhetisch gesehen
- ist es der Erfahrung gemäß, daß das Gelbe einen durchaus warmen und behaglichen Eindruck mache (1, 276).
- gibt uns das Blaue ein Gefühl von Kälte (1, 280).
- gibt das Rot einen Eindruck sowohl von Ernst und Würde als von Huld und Anmut (1, 282).
- findet unser Auge in Grün eine reale Befriedigung. Deswegen für Zimmer, in denen man sich immer befindet, die grüne Farbe zur Tapete meist gewählt wird (1, 284).
- ist Blau und Grün eine charakterlose Zusammenstellung. Sie hat immer etwas Gemein-Widerliches, deswegen unsere guten Vorfahren diese letzte Zusammenstellung auch Narrenfarbe genannt haben (1, 291).

Vorarbeiten und Nachträge zur Farbenlehre

Vorarbeiten zur Farbenlehre

  • Die Beiträge zur Chromatik erschienen 1791 und 1792 unter Beyträge zur Optikim Verlag des Industrie-Comptoirs Weimar.
  • Im Versuch, die Elemente der Farbenlehre zu entdecken, einem Manuskript aus dem Jahre 1794, eruiert Goethe die Schwierigkeit, sich zu erklären und zu vereinigen, was man unter Weiß verstehe (2, 90). Newtonsagt, die weißen und alle grauen Farben zwischen Weiß und Schwarz können aus Farben zusammengesetzt werden (2, 87). Goethe führt eine Reihe von Sachverhalten an, z.B. Wir haben aber noch auf einen merkwürdigen Umstand acht zu geben. Sobald wir alle Farben des Schemas in einer gewissen Proportion zusammenmischen, so entsteht eine Unfarbe daraus..., welche auf weißes Papier gestrichen, uns völlig den Begriff von Grau ergibt (2, 83) und widerspricht Newton: ich darf dreist sagen: man erdenke sich Versuche, von welcher Art man wolle, so wird man niemals imstande sein, aus farbigen Pigmenten ein weißes Pigment zusammenzusetzen, das neben oder auf vollkommen reinem Schnee oder Pulver nicht grau oder bräunlich erscheine (2,86). Und Hundert graue Pferde machen nicht einen einzigen Schimmel (3, 269).
  • Der Aufsatz Von den farbigen Schatten, eine weitere Vorarbeit zur Farbenlehre, stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1792. Goethe führt uns in die Sache ein. Es erscheinen uns die Schatten, welche die Sonne bei Tag oder eine Flamme bei Nacht hinter undurchsichtigen Körpern verursacht, gewöhnlich schwarz oder grau, allein sie werden unter gewissen Bedingungen farbig, und zwar nehmen sie verschiedene Farben an (2, 97). Sodann beschreibt er 18 Experimente und nennt Beispiele aus der Historie. Von der Reflexion der Farbe des reinen Himmels schreibt die blauen Schatten Leonard da Vinciher (2, 108). Und Für eine Mischung von Licht und Schatten hält Otto von Guerickeden blauen Schatten wie auch die blaue Farbe des Himmels (2,109). Goethe führt de Saussurean und bestätigt dessen Beobachtungen am Mont Blanc: als ich die farbigen Schatten auf dem Schnee der hohen Berge selbst beobachtet hatte (2, 111).

Erkenntniswissenschaftliche Aufsätze

  • Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt lag erst 1823 im Druck vor. Obwohl Goethe der Mathematik aus dem Wege ging, übernahm er eine ihrer Methoden. Diese Bedächtlichkeit, nur das Nächste ans Nächste zu reihen, oder vielmehr das Nächste aus dem Nächsten zu folgern, haben wir von den Mathematikern zu lernen, und selbst da, wo wir uns keiner Rechnung bedienen, müssen wir immer so zu Werke gehen, als wenn wir dem strengsten Geometer Rechenschaft zu geben schuldig wären (2, 128/129). Er trieb den Aufwand nicht ohne Grund. Denn Die Elemente dieser Erfahrungen der höheren Art, welches viele einzelne Versuche sind, können alsdann von jeden untersucht und geprüft werden, und es ist nicht schwer zu beurteilen, ob die vielen einzelnen Teile durch einen allgemeinen Satz ausgesprochen werden können. Denn hier findet keine Willkür statt. Alles andere wäre unsolide: Bei der anderen Methode aber, wo wir irgendetwas, das wir behaupten, durch isolierte Versuche gleichsam als durch Argumente beweisen wollen, wird das Urteil öfters nur erschlichen (2, 130). Goethe antwortet schließlich auf die Frage seiner Freunde, was denn eigentlich bei seinen optischen Bemühungen seine Absicht sei? meine Absicht ist: alle Erfahrungen in diesem Fache zu sammeln, alle Versuche selbst anzustellen und Sodann die Sätze, in welchen sich die Erfahrungen von der höheren Gattung aussprechen lassen, aufzustellen und abzuwarten, inwiefern sich auch diese unter ein höheres Prinzip rangieren (2, 130/131).
  • Erfahrung und Wissenschaft aus dem Jahre 1798 will zum reinen Phänomen vordringen. Es kann niemals isoliert sein, sondern es zeigt sich in einer stetigen Folge der Erscheinungen. Um es darzustellen, bestimmt der menschliche Geist das empirisch Wankende, schließt das Zufällige aus, sondert das Unreine, entwickelt das Verworrene, ja entdeckt das Unbekannte (2, 133).

Ergänzungen zur Farbenlehre. Entoptische Farben

Die Arbeit stammt aus dem Jahre 1820. Goethe ersinnt raffinierte Versuchsanordnungen und beobachtet ...durch das höchst interessante SeebeckischeDoppelspatprisma die entoptischenFarben bei der Doppelrefraktion des Sonnenlichts. Diese Farben wurden entoptische genannt, weil sie innerhalb gewisser Körper zu schauen sind (2, 167). Das allereinfachste Experiment zu dieser doppelten Strahlenbrechung wird, lapidar gesagt, so vorbereitet: Man zerschneide eine mäßig starke Spiegelscheibe in mehrere anderhalbzöllige Quadrate, diese durchglühe man und verkühle sie geschwind. Was davon bei dieser Behandlung nicht zerspringt, ist nun fähig, entoptische Farben hervorzubringen (2, 168). Die ganze Versuchsanordnung findet sich auf Seite (2, 217) skizziert. Äußere Grundbedingung ist eine reine, wolkenlose, blaue Atmosphäre (2, 169). Zu Johannium die Mittagsstunde ist der hellste Moment. Bei Kulminationder Sonne erscheint ein weißes Kreuz rings um den Horizont (2, 174) Wie stellen wir uns dieses weiße Kreuz vor? Nun, Alle geistreiche, mit Naturerscheinungen einigermaßen bekannte Personen, sobald sie unsern entoptischen Kubus zwischen den Spiegeln erblickten, riefen jedesmal die Ähnlichkeit mit den Chladnischen Figuren, ohne sich zu besinnen, lebhaft aus (2, 199).

Tafeln zur Farbenlehre

Vierzehn, teilweise farbige Tafeln, die das Verständnis des Textes unterstützen, sind abgebildet und beschrieben (2, 231 - 276).

Enthüllung der Theorie Newtons

Newtonsche Optik

Goethe stellt Newtons Farbenlehre die eigene gegenüber (3, 208/209):

Eigenschaft des weißen Sonnenlichts Newton Goethe
Homogenität Das Licht ist zusammengesetzt: heterogen Das Licht ist nicht zusammengesetzt: homogen
Spektrum Das Licht ist aus farbigen Lichtern zusammengesetzt. Am allerwenigsten aus farbigen Lichtern. Das Helle kann nicht aus Dunkelheit zusammengesetzt sein.
Wechselwirkungmit Materie Das Licht wird durch Refraktion und Reflexiondekomponiert. alle zwei Bedingungen können ohne Farberscheinungen existieren.
Analyse Es wird in sieben, vielmehr in unzählige Farben dekomponiert. Es gibt nur zwei reine Farben, Blau und Gelb. Das übrige sind Stufen dieser Farben oder unrein.
Synthese Wie es [das weiße Licht] dekomponiert worden, kann es wieder zusammengesetzt werden. Weder aus apparenten [sichtbaren] Farben kann farbloses Licht, noch aus farblosen Pigmenten ein weißes zusammengesetzt werden.

Aufsätze und Sprüche zur Farbenlehre

  • Newtons Persönlichkeit
    Newton war ein wohlorganisierter, gesunder, wohltemperierter Mann, ohne Leidenschaft, ohne Begierden... daher war die höhere Mathematikihm als das eigentliche Organ gegeben, durch das er seine innere Welt aufzubauen und die äußere zu bewältigen suchte... diesem unbiegsamen Charakter ist eigentlich die Lehre ihr ganzes Glück schuldig
    (3, 230/231).
  • Konfession des Verfassers
    Und so war ich, ohne es beinahe selbst bemerkt zu haben, in ein fremdes Feld gelangt, indem ich von der Poesiezur bildenden Kunst, von dieser zur Naturforschungüberging, und dasjenige, was nur Hilfsmittel sein sollte, mich nunmehr als Zweck anreizte. Aber als ich lange genug in diesen fremden Regionen verweilt hatte, fand ich den glücklichen Rückweg zur Kunstdurch die physiologischen Farben und durch die sittliche und ästhetische Wirkung derselben überhaupt.
    (3, 254/255).
  • Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort
    Goethe teilt eine seiner Forschungsmethoden mit: daß mein ganzes Verfahren auf dem Ableiten beruhe. Findet sich in der Erfahrung irgendeine Erscheinung, die ich nicht abzuleiten weiß, so laß ich sie als Problem liegen... wenn ich auch die Herkunft und Verknüpfung irgendeines Phänomens lange nicht enträtseln konnte, sondern es beiseite lassen mußte, so fand sich nach Jahren auf einmal alles aufgeklärt in dem schönsten Zusammenhange. (3, 260/261).

Historischer Teil

Goethe hat die der gelehrten Welt seinerzeit greifbare Literatur zur Farbenlehre intensiv studiert und teilweise kommentiert. Darüber hinaus hat er die Arbeiten großer Naturwissenschaftler (Galilei, Kepler, Descartes...) zum Thema durchforscht und manchmal sogar Aussagen zum menschlichen Charakter des jeweiligen Wissenschaftlers gewagt.

Zur Geschichte der Urzeit

Und so ist alles, was wir in der früheren Zeit und bei den ungebildeten Völkern bemerken können, praktisch. Das Theoretische begegnet uns zuerst, indem wir nunmehr zu den gebildeten Griechen übergehen (4, 23).

Griechen

  • Pythagorasnennt die Augen Pforten der Sonne (4, 24).
  • Die Pythagoreernannten die Oberfläche der Körper Farbe (4, 25).
  • Empedoklessagt, das Innre des Auges sei Feuer (4, 26).
  • Bei Plutarchsteht: Demokritusund Epikurussagen, das Sehen geschehe dadurch, daß Bilder von den Gegenständen sich absondern und ins Auge kommen (4,29).
  • Goethe bewundert die Griechen. So entzückt uns... am Platodie heilige Scheu, womit er sich der Natur nähert, die Vorsicht, womit er sie gleichsam nur umtastet und bei näherer Bekanntschaft vor ihr sogleich wieder zurücktritt, jenes Erstaunen, das, wie er selbst sagt, den Philosophen so gut kleidet (4, 101).
  • Aristoteles: Einfache Farben sind diejenigen, welche die Elemente begleiten, das Feuer, die Luft, das Wasser und die Erde. Die Finsternis entsteht, wenn das Licht mangelt (4, 44/45).

Römer

  • Eingangs zitiert Goethe seinen Dichter-Kollegen Lukretius.
Auf und vernehme du jetzt, was süßes Bemühen erforscht hat,
Und ich dich lehre; daß nicht, was weiß dem Auge sich darstellt,
Weiß erscheine deshalb, weil weiße Stoffe der Grund sind;... (4, 69)
  • Ausführlich bespricht Goethe die Rolle der Farben bei den griechischen Malern. Dabei stützt er sich auf Plinius.
  • Die Römer waren nach Goethe vielmehr Redner als Naturforscher: Ungeachtet der ausgebreiteten Herrschaft der Römer über die Welt stockten doch die Naturkenntnisse eher bei ihnen, als daß sie sich verhältnismäßig erweitert hätten. Denn eigentlich interessierte sie nur der Mensch, insofern man ihm mit Gewalt oder durch Überredung etwas abgewinnen kann. Trotzdem begegnet er den Alten mit liebevoller Hochachtung: Senekawar, wie er selbst bedauert, spät zur Naturbetrachtung gelangt... (4, 108)

Zwischenzeit

  • Roger Bacon: Das Licht ist eine der ursprünglichen, von Gott erschaffenen Kräfte und Tugenden, welches sein Gleichnis in der Materie darzustellen sich bestrebt. (4, 131)
  • Augustinus: Wenn wir eine Zeitlang irgendein Licht anschauen und sodann die Augen schließen, so schweben vor unserm Blick gewisse leuchtende Farben, die sich verschiedentlich verändern und nach und nach weniger glänzen, bis sie zuletzt gänzlich verschwinden. (4, 137)
  • Themistius: ...wenn jemand aus dem Sonnenschein sich ins Finstere begibt, sehen die vor großem Glanz irre gewordenen Augen nichts... (4, 137)

Sechszehntes Jahrhundert

  • Goethe lobt den etymologischenTeil ScaligersSchrift über die Farben wegen der vielen lateinischen Farbbennungen (4, 160).
  • Den Ursprung der Farben schreibt Paracelsusdem Schwefel zu (4, 162).
  • Wie Cardandie Farben behandelt, ist nicht ohne Originalität. Man sieht, er beobachtet sie und die Bedingungen, unter welchen sie entspringen. Doch tat er es nur im Vorübergehen, ohne sich ein eigenes Geschäft daraus zu machen, deshalb er auch allzuwenig leistet und Scaligern Gelegenheit gibt, sich über Flüchtigkeit und Übereilung zu beklagen (4, 173).
  • Portagibt sein Buch De magia naturali im Jahr 1560 heraus, eben als er das fünfzehnte seines Alters erreicht hatte... Was die Farben betrifft, so werden sie nur beiläufig angeführt, wenn verschieden gefärbte Blumen hervorgebracht, falsche Edelsteine verfertigt und die Tugenden natürlicher Edelsteine gerühmt werden sollen (4, 176/177).
  • Goethe schätzt den erkenntnistheoretischen Wert der Arbeiten Francis Bacons, übersieht aber nicht die Schwächen. Auch halten wir es für einen großen Fehler Bacons, daß er die mechanischen Bemühungen der Handwerker und Fabrikanten zu sehr verachtete (4, 184).

Siebzehntes Jahrhundert

  • Goethe ist voll von Bewunderung für Galileo Galilei, doch bedauerlicherweise, sich über die Farbe zu erklären, lehnt er ab, und es ist nichts natürlicher, als daß er, geschaffen sich in die Tiefen der Natur zu senken, er, dessen angebornes eindringendes Genie durch mathematische Kultur ins Unglaubliche geschärft worden war, zu der oberflächlichen, wechselnden, nicht zu haschenden, leicht verschwindenden Farbe wenig Anmutung haben konnte (4, 191).
  • Ganz anders erscheint ihm Johann Kepler. Da er die Sprache völlig in seiner Gewalt hat, so wagt er gelegentlich kühne seltsame Ausdrücke, aber nur dann, wenn der Gegenstand ihm unerreichbar scheint. So verfährt er bei Gelegenheit der Farbe, die er nur im Vorbeigehen behandelt, weil sie ihm, dem alles Maß und Zahl ist, von keiner Bedeutung sein kann. Er bedient sich so wunderbarer Worte, um ihrer Natur einigermaßen beizukommen, daß wir sie nicht zu übersetzen wagen, sondern im Original hier einschalten: Color est lux in potentia,... (4, 193)
  • Goethe bedauert, dass Snelliusbei der Behandlung der Lichtbrechung die doch damit verbundenen Farben außer Acht ließ (4, 196).
  • Goethe freut sich über die sprachliche Ausdruckskraft des Forschers Franziskus Aguilonius. Er bedient sich dabei eines sehr artigen und unübersetzlichen Ausdrucks: penduli in medio diaphano oberrant, ceu extemporaneae quaedam Lucis affectiones (Schwebend irren sie - die sichtbaren Farben - inmitten des Durchscheinenden umher wie momentane Einwirkungen des Lichtes 4, 205).
  • Die Farbentheorie der Lichtkügelchen des genialen Cartesiusbeschäftigt Goethes wachen Geist. Die Theorie kann heute beinahe wie eine frühe Vorüberlegung Schrödingerszu seiner Quantenmechanikgelesen werden.
  • Athanasius Kirchers, Nikolaus Malebranchesund Robert BoylesWerk werden besprochen.
  • Markus MarcisWerk über den Regenbogen zeuge nach Goethe von dem Ernst, Fleiß und Beharrlichkeit des Verfassers; aber es habe im ganzen etwas Trübseliges.
  • Die Farbenlehre des Mathematikprofessors Franziskus Maria Grimaldiist Goethes Wertschätzung sicher. Wenn Aguilonius sorgfältig und umständlich, Kircher heiter und weitläuftig ist, so muß man den Verfasser des gegenwärtigen Buchs höchst konsequent nennen. Es ist reich in Absicht auf Erfahrungen und Experimente, ausführlich und methodisch in seiner Behandlung, und man sieht wohl, daß der Verfasser in allen Subtilitäten der Dialektik sehr geübt ist (4, 239).
  • HookesWerk hat Goethe zwar auf dem experimentellen, nicht aber auf dem theoretischen Gebiet weitergeholfen (4, 251).
  • Die Versuchsauswertung in Johann Christoph SturmsFarbenlehre kann vor Goethe nicht bestehen.


Achtzehntes Jahrhundert

Goethe bespricht die Schriften zur Farbenlehre von Thomas Sprat, Edme Mariotte, Voltaire, Tobias Mayer, Johann Heinrich Lambert, Benjamin Franklin, Joseph Priestley, Jean-Paul Marat, Anton Raphael Mengsund Robert Blair. Dem JakobinerMarat bescheinigt er, die Lehre der Farben mit viel Scharfsinn und Beobachtungsgabe auf einen sehr zarten Punkt geführt (4, 460) zu haben.
Die Verteidigung der Farbenlehre Newtons durch den Physikprofessor Johann Theophilus Desaguliers(5, 356 - 362) und die Lobrede Bernard le Bovier de Fontenelles(5, 386 - 392) auf Newton werden erörtert.

Wirkung farbiger Beleuchtung

Dieser Beitrag zur Phosphoreszenzenthält auch Anmerkungen zur Wirkung der farbigen Beleuchtung auf die Pflanzen (5, 535).

Rudolf Steiner

Rudolf Steinereditierte als Mitarbeiter des Goethe-Archivs zu Weimar bis 1897 die Naturwissenschaftlichen Schriften des Dichters. Als erster Herausgeber der Naturwissenschaftlichen Schriften berücksichtige Steiner den Nachlass Goethes und baute den Goetheanismusaus.

Zwei Lehren

Die Gegensätze der Farbenlehren Newtons und Goethes sind oben in der Tabelle"Eigenschaft des weißen Sonnenlichts" genannt.

  • Goethe favorisiert die Farben Weiß, Schwarz, Gold, Blau, Grün und Rot. Das weiße Sonnenlicht ist nach Goethe unzerlegbar, und die Farben entstehen durch Trübung aus Graustufen. Goethe bekennt einerseits Der Verfasser des Gegenwärtigen hat die Farbenlehre durchaus von der Mathematik entfernt zu halten gesucht, ob sich gleich gewisse Punkte deutlich genug ergeben, wo die Beihilfe der Meßkunst wünschenswert sein würde (1,263). Andererseits weiß Goethe durchaus, worauf er da verzichtet: Wer bekennt nicht, daß die Mathematik als eins der herrlichsten menschlichen Organe der Physik von einer Seite sehr vieles genutzt (1,262).
  • Newton zerlegt mit dem Prisma das weiße Sonnenlicht in sein Spektrum (Regenbogenfarben). Die Optik als Zweig der Physiktritt seit über 150 Jahren fest in den Fußstapfen Newtons. Diese moderne Wissenschaft erreichte seit dem 19. Jahrhundert ihre Erfolge, indem sie sich - wie Newton - auf die Mathematik und Meßkunst stützte, also die Natur stark vereinfachte, sie gleichsam ins praktische Korsett "Maß und Zahl" zwängte.

Wirkung

Über vierzig Jahre arbeitete Goethe mit bewundernswertem Werkwillen an seiner Farbenlehre. Maler nahmen die kunstwissenschaftlich interessanten Teile der Arbeit Goethes mit Zustimmung auf. Wirkung hat Goethes Farbenlehre bis heute auf die Physiologie, Psychologie und Ästhetik des Sehens. Lernen können wir von Goethes klarer Sprache am schönen Beispiel der Behandlung des Gegenstandes Farbe. Das umfangreiche Werk enthält eine Fülle von Bedenkenswertem.

  • Überhaupt wäre es zu wünschen, daß die Deutschen... sich nach und nach gewöhnen, in Gesellschaft zu arbeiten (1,263).
  • Das Geeinte zu entzweien, das Entzweite zu einigen, ist das Leben der Natur; dies ist... das Ein- und Ausatmen der Welt, in der wir leben, weben und sind (1,268).
  • Doch was sind Worte gegen die großen und herrlichen Wirkungen der Natur? Diese wollen wir, soviel uns möglich ist, getreu beobachten, genau beschreiben und natürlich ordnen, so werden wir Nahrung genug für unsern Geist finden. Worte entzweien, der Sinn vereinigt die Gemüter (2, 109/110).
  • Am 25. Februar 1832, knapp vier Wochen vor seinem Tod, schrieb Goethe an Sulpiz Boisserée: Ich habe immer gesucht das möglichst Erkennbare, Wißbare, Anwendbare zu ergreifen und habe es zu eigener Zufriedenheit, ja auch zu Billigung anderer darin weit gebracht. Hierdurch bin ich für mich an die Grenze gelangt, dergestalt, daß ich da anfange zu glauben, wo andere verzweifeln (3, 279/280).


Selbstzeugnisse


Bild:Goethe Dibner Library Smithionian Bibo SIL14-G003-02a.jpg
Goethe
  • ...worin ich die Einführung meiner Farbenlehre in die Reihe der übrigen physikalischen Capitel auf das freundlichste anzuerkennen hatte. Es ist dieses ganz in meinem Sinne und meinem älteren Wunsch nach bequem; denn die Natur wird allein verständlich, wenn man die verschiedensten isolirt scheinenden Phänomene in methodischer Folge darzustellen bemüth ist; da man denn wohl begreifen lernt, daß es kein Erstes und Letztes gibt, sondern daß alles, in einem lebendigen Kreis eingeschlossen, anstatt sich zu widersprechen, sich aufklärt und die zartesten Bezüge dem forschenden Geiste darlegt. (Brief Goethes aus dem Jahre 1832 an Joseph Sebastian Grüner (1780 - 1864))
  • Es ist mit der Farbenlehre wie mit dem Whist oder Schachspiel. Man kann einem alle Regeln dieses Spiels mittheilen und er vermag es doch nicht zu spielen. Es kommt nicht darauf an, jene Lehre durch Überlieferung zu lernen, man muß sie selbst machen, etwas thun. (Gespräch Goethes mit Friedrich von Mülleram 26. Februar 1832)
  • Um 6 Uhr Professor Riemer. Geschichte der Farbenlehre, sonstiges Wissenschaftliche. (Goethes Tagebuch, Eintrag vom 2. März 1832)

Literatur

Sekundärliteratur

Geordnet nach dem Erscheinungsjahr.

  • Johann Baptist Porta: De magia naturali. Neapel 1560, (4, 176)
  • Athanasius Kircher: Ars magna lucis et umbrae (Die große Kunst des Lichts und des Schattens). 1646, (4, 216)
  • Markus Marci: Thaumantias, Liber de arcu coelesti, deque Colorum apparentium natura, ortu et causis... Prag um 1662, (4, 223)
  • Robert Boyle: Experimenta et considerationes de coloribus - seu initium historiae experimentalis de coloribus a Roberto Boyle. London 1665, (4, 245)
  • Franziskus Maria Grimaldi: Physico-Mathesis de Lumine, Coloribus et Iride. Bologna 1665, (4, 239)
  • Edme Mariotte: Traité de la nature des couleurs. Paris 1688, (5, 349)
  • Johann Christoph Sturm: Physica electiva sive hypothetica. Nürnberg 1697, (4, 256)
  • Nikolaus Malebranche: Réflexions sur la lumière et les couleurs et la génération du feu par le Père Malebranche. Mémoires de l'Académie royale Paris 1699, (4, 253)
  • Thomas Sprat: History of the royal Society of London. London 1702, (5, 306)
  • Isaac Newton: Opticks or a treatise of the reflections, refractions, inflections and colours of light (Optik oder eine Abhandlung über die Reflexion, Brechung, Krümmung und die Farben des Lichtes). 1704.
  • Voltaire: Elémens de la philosophie de Newton mis à la portée de tout le monde. Amsterdam 1738, (5, 399)
  • Tobias Mayer: De affinitate colorum commentatio, lecta in conventu publico. Göttingen 1758, (5, 434)
  • Johann Heinrich Lambert: Beschreibung einer mit dem Kalauischen Wachse ausgemalten Farbenpyramide. Berlin 1772, (5, 438)
  • Joseph Priestley: The history and present state of discoveries relating to vision, light and colours. London 1772, (5, 448)
  • Jean-Paul Marat: Découvertes sur le Feu, l'électricité et la lumière. Paris 1779, (5, 457)
  • Jean-Paul Marat: Découvertes sur la Lumière. London und Paris 1780, (5, 457)
  • Anton Raphael Mengs: Lezioni prattiche di pittura. Parma 1780, (5, 473)
  • Jean-Paul Marat: Notions élémentaires d'Optique. Paris 1784, (5, 457)
  • Robert Blair: Experiments and Observations on the unequal Refrangibility of Light. In: Transaktionen der Königlichen Sozietät zu Edinburgh, Vol. 3, 1794, (5, 484)
  • G. Schatz (Hrsg.): Benjamin Franklin: Kleine Schriften. Zweiter Teil. 1794, (5, 441)
  • Richard Friedenthal: Goethe ? sein Leben und seine Zeit. S.363 - 370. R. Piper Verlag München 1963
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  • Karl Otto Conrady: Goethe - Leben und Werk. S.838 - 849. Düsseldorf und Zürich 1999, ISBN 3-538-06638-8
  • Nicholas Boyle: Goethe. Der Dichter in seiner Zeit. Bd. 2: 1790 ? 1803. S.320ff. Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-458-34750-X

Quelle

  • Gerhard Ott (Hrsg.), Heinrich O. Proskauer (Hrsg.): Johann Wolfgang Goethe: Farbenlehre. Mit Einleitungen und Kommentaren von Rudolf Steiner. Stuttgart 1992, ISBN 3-7725-0702-6(Bd.1 - 3), ISBN 3-7725-0838-3(Bd.4 - 5)
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