|
Als Bronchiektasen bezeichnet man in der Medizin sackförmige oder zylindrische Ausweitungen der Atemgangswege (Bronchien). Dieser Zustand wird auch Bronchiektasie genannt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ätiologie
- 2 Klinik
- 3 Komplikationen
- 4 Diagnose
- 5 Therapie
- 6 Quellen
- 7 Literatur
|
Ätiologie
Es gibt eine angeborene und eine erworbene Form der Bronchiektasen.
- Angeborene Bronchiektasen können auf ein Lungensegment oder einen Lungenlappen begrenzt sein. Auch generalisiertes Vorkommen wird beobachtet, meist in Zusammenhang mit anderen Defekten (beispielsweise beim Kartagener-Syndrom).
- Erworben werden Bronchiektasen durch akute (Masern, Keuchhusten) oder chronische Entzündungsvorgänge (beispielsweise Bronchitis) oder durch Lungenkrankheiten, die zu einer teilweisen Verlegung der Atemgangswege führen.
Klinik
Leitsymptomesind Husten und großvolumiger (?maulvoller?) Auswurf, der süßlich-fade oder faulig riecht und sich im Glas typischerweise in drei Schichten absetzt: einer schaumigen Oberschicht, einer serösen Mittelschicht und einem zähen Bodensatz.
Komplikationen
Als Komplikationen sind Lungenentzündungen, Pilzansiedlungen in der Lunge und bakterielle Absiedlungen in anderen Organen bekannt. Auch Bluthusten (Hämoptoe) kann auftreten. Langfristig kann sich ein Cor pulmonaleentwickeln.
Diagnose
Die Krankheit wird festgestellt durch die typische Klinik und ggf. durch eine Bronchoskopieoder bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT).
Therapie
Als primäre Maßnahmen kommen tägliche ?Bronchialtoilette? (Abhusten des Schleims in Knie-Ellenbogen-Lage), Inhalation von Solelösungenund ggf. Antibiosein Frage. In geeigneten Fällen können Bronchiektasen auch chirurgisch entfernt werden.
Quellen
Gerd Herold: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 1992 ff.
Literatur
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bronchiektasie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|