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Husten (fachsprachlich: Tussis ) ist das willkürliche oder aufgrund eines Hustenreizesüber den Hustenreflexausgelöste unwillkürliche, explosionsartige Ausstoßen von Luft, die dabei die zuvor geschlossene Stimmritzemit einer Geschwindigkeit bis zu 480 km/h sprengt.
Husten ist ein Symptomund keine eigenständige Krankheit. Die Funktion des Hustens besteht darin, die Atemwegevon Substanzen zu reinigen, die diese verlegen oder verengen könnten. Die Ursachen können in Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herzens, des Magens, der Einnahme von Medikamenten oder ? selten ? psychischen Störungen bestehen. Die banale Erkältungstellt die häufigste Ursache dar.
Husten ist eines der häufigsten Symptome, aufgrund derer ein Arzt aufgesucht wird. Sei es, weil er als quälend empfunden wird, die Nachtruhe stört oder Anlass zu tiefgreifenderer Besorgnis ist, da Husten oft mit einer Lungenentzündungoder einer Krebserkrankungin Zusammenhang gebracht wird, vor allem, wenn das Sputum(der ?Auswurf?) mit Blutvermengt ist ? siehe Bluthusten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Untersuchung
- 2 Behandlung
- 3 Siehe auch
- 4 Weblinks
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Untersuchung
Mit Ausnahme des Hustens bei einer harmlosen Erkältung stellt die körperliche Untersuchung einen wichtigen Bestandteil der Abklärung dar. Die Auskultationder Lungenkann einen Hinweis auf die Höhe der Erkrankung im Atemtrakt liefern, wobei gerade bei alten Patienten deren Aussagekraft in der Regel sehr eingeschränkt ist. Ein Thoraxröntgenwird in unklaren Fällen oder bei einem Husten, der länger als vier Wochen anhält, angeordnet, vor allem, wenn ein Impfschutzgegen eine Keuchhustenerkrankungvorhanden ist. Die Lungenfunktionsprüfungkann den Verdacht auf eine COPDerhärten oder eventuell in Verbindung mit einem Provokationstestzur Diagnose eines Asthma bronchialeführen.
Bei Verdacht auf einen gastroösophagealen Refluxist eine Gastroskopiedurchzuführen. Die hochauflösende Computertomografiegilt als Goldstandardzur Diagnose von pathologischen Erweiterungen des Bronchialtraktes und interstitieller Lungenerkrankungen. Selten ist eine Bronchoskopieerforderlich
Behandlung
Grundsätzlich ist die zugrundeliegende Erkrankung und nicht das Symptom zu behandeln. Da der Husten meist einen Schutzreflexdarstellt, der eine Verlegung der Atemwege verhindern soll, ist der produktive Husten nur in den Fällen zu therapieren, in denen die Nachtruhe stark beeinträchtigt wird. SchleimlösendeMittel (Sekretolytika) oder fein vernebelte Inhalationenhelfen, vor allem zähes Sekret besser abhusten zu können. Bei trockenem Husten werden hustenreizstillende Mittel (Antitussiva) verordnet. Steht die Entzündung der Schleimhäute im Vordergrund, kann ein Hustenreiz durch inhalative Glukokortikoidegemildert werden. Selbstverständlich ist in allen Fällen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Siehe auch
- Aspiration
- Krupphusten
- Räuspern
- Zwingerhusten
Weblinks
- www.Netdoktor.de
- Diagnostik und Therapie von Patienten mit akutem und chronischem Husten
- www.wissenschaft.de: Die Nase hat Schuld- Nebenhöhlenentzündungwird als Ursache für chronischen Husten oft übersehen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Husten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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