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Hygroma colli

Als Hygroma colli (Synonyme: Hygroa colli cysticum, zervikales Hygrom, Lymphangiom, jugular lymphatic obstructive sequence) wird in der Pränataldiagnostikeine sehr ausgeprägte Flüssigkeitsgeschwulstbzw. eine flüssigkeitsgefüllte Zysteim meist seitlichen Bereich des Halses(lat.: collis) eines ungeborenen Kindes bezeichnet.

Von der Struktur her handelt es sich um eine weiche, elastische Wucherung von Lymphgefäßen. Die Größe ist individuell unterschiedlich.

Das Vorliegen eines Hygroma colli wird mittels Ultraschallbestätigt und gilt als sonografischer Softmarker, der ein Hinweis auf eine Chromosomenbesonderheitund/oder eine organische Fehlbildungbeim Kind ist.

Während in ca. 25% der Fälle Kinder mit einem Hygroma colli einen unauffälligen Karyotyphaben, tritt es überdurchschnittlich häufig auf bei Kindern mit:

  • Syndrom der angeborenen zystischen Hygrome
  • Herzfehlern
  • Turner-Syndrom(Monosomie X / hier oft eine besonders große Ausprägung / H.c. nachweisbar in ca. 50% der Fälle)
  • Pätau-Syndrom(Trisomie 13 / H.c. nachweisbar in ca. 3 % der Fälle)
  • Edwards-Syndrom(Trisomie 18 / H.c. nachweisbar in ca. 15% der Fälle)
  • Down-Syndrom(Trisomie 21 / H.c. nachweisbar in ca. 7% der Fälle)


Ein Hygroma colli kann je nach Größe ein Geburtshindernisdarstellen.


siehe auch

Nackentransparenz? Dorsonuchales Ödem- Hydrops fetalis? Hygroma durae matris? Hygroma praepatellare? Hygromatosis


Literatur

  • Tanriverdi, HA ; Hendrik, Hans-Joachim ; Ertan, Kubilay ; Axt, Roland ; Schmidt, Werner: Hygroma colli cysticum: Prenatal diagnosis and prognosis (in: Am J Perinatol, 18 (2001) , 8, 415-20)

Weblinks

  • Diagnose, Differenzialdiagnose und therapeutische Konsequenzen des Hygroma colli
  • Lymphangiom.de



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