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| Dieser Artikel behandelt Fitness im Sinne körperlichen Wohlbefindens. Für den biologischen Begriff siehe Biologische Fitness.
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Unter Fitness wird im allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefindenverstanden. Fitness drückt das Vermögen aus, im Alltag leistungsfähig zu sein und bei Belastungen standzuhalten.
Das Risiko für Zivilisationskrankheitenwie Herzinfarktund Fettleibigkeitund sogar Krebskönnen durch ein gezieltes Fitnesstraining verringert werden. Konzentration und Lernfähigkeitwerden gesteigert. Menschen, die sich aktiv mit dem Thema Fitness auseinandersetzen, sind gesünder und leben, statistisch gesehen, länger.
Zur Fitness von Körper und Geist gehört nicht nur eine regelmäßige körperliche Betätigung. Sehr wichtig ist auch eine gesunde und nähr- wie ballaststoffreicheErnährung. Dieser Gedanke einer ganzheitliche Erweiterung des Fitness-Gedankens schlägt sich nieder in dem Begriff "Wellness".
Damit grenzt sich der Begriff auch entschieden ab von der Gleichsetzung des Fitness-Gedankens mit dem Klischee des Bodybuilders, der laut dieses Vorurteils als Dauergast im Fitness-Center einen fetisch-artigen, oft ungesunden Körperkult betreibt, dessen geistige und kulturelle Bildung aber zu wünschen übrig läßt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte der Fitnessbewegung
- 2 Fitnesstraining in der Gegenwart
- 3 Literatur
- 4 Siehe auch
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Geschichte der Fitnessbewegung
Der Eisprung des modernen Fitnessgedankens als vereinsfreier Sport, liegt in der zumeist bürgerlichen Lebensreform-Bewegung am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Bewegung in der freien Luft (oder auch bei offenem Fenster) wurde als Ausgleich zu der zunehmend industrialisierten Umwelt verstanden. Es entstanden schon damals zahlreiche Kraft- und Kunststätten, Licht- und Luftbäder genannt. In Anna Fischer-Dückelmanns Buch "Die Frau als Hausärztin" sind solche beschrieben. In ihnen wurde streng nach Geschlecht getrennt trainiert - und nicht nur in der Sonne gelegen wie heute. Zu den bekannten zählte Sascha Schneiderin Dresden. Auch Systeme für das Heimturnen (zum Beispiel von August Sandowoder J.P. Müller) waren verbreitet, wobei schon damals auf die Effizienz und Disziplin beim Training Wert gelegt wurde. Zeitschriften wie "Kraft und Schönheit" machten Fitness bekannt. Zahlreiche Fitnessgeräte wie Ruder- und Fahrrad(Spinning)-Gerät stammen aus dieser Zeit. Zunächst wurden sie hauptsächlich in den Sanatorienverwendet.
Im Nationalsozialismuswurde der Fitnessgedanke pervertiert (Leni Riefenstahl, Hans Surén) und ein neuer arischer Idealkörper modelliert, der andere, insbesondere jüdische und behinderte Menschen, ausschloss. Der einzelne sollte sich stählen, um den Anforderungen, die der darwinistische Überlebenskampf der Völker stellte, gewachsen zu sein. Diese Ansätze waren nach 1945 diskreditiert. Erst in den 1960er Jahren wurde die Fitnessbewegung in Deutschland aus den USA re-importiert und immer stärker auch kommerzialisiert. Die bedeutendsten Ikonen der Fitnessbewegung sind Arnold Schwarzenegger(Bodybuilding) und Jane Fonda(Aerobic).
Ein Pionier der Fitnessbewegung in der Schweizwar Jack Günthard. Seine morgendliche Radiosendung "Fit mit Jack" ab 1975 sollte bei den Zuhörern das Gesundheitsbewusstsein fördern. Heute gibt es zahlreiche verschiedene Fitnessketten, in denen die Fitnesswilligen gegen Bezahlung trainieren können.
Der große Fitnessboom, der sich seither noch stark gesteigert hat, setzte in den 1980er Jahren ein. Zahlreiche neue Institute, wie beispielsweise Kieser-Training, entstanden.
Das europaweit größte Franchiseunternehmen in der Fitnessbranche ist mit mehr als 150 Standorten derzeit INJOY.
Fitnesstraining in der Gegenwart
Fitnessstudio
Bild:SmithMachineBenchPress.JPG Training an einer Hantelbank
Das Training im Fitnessstudiokann effizient gestaltet werden. Da Fitnesstudios viele verschiedene Trainingsmöglichkeiten, wie Geräte- oder Freihanteltraining anbieten, sind kompetente Trainer notwendig, die speziell bei Einsteigern auf eine korrekte Durchführung der Übungen achten. Beim Beitritt eines Fitnessstudios sollte ein Gesundheitstest durchgeführt werden, da das Training unbedingt auf den jeweiligen Gesundheits- und Leistungsstand angepasst werden muss. Das Angebot ist breit gefächert; vom preiswerten Fitnessclub bis hin zu exclusiven Clubs, die eine Menge an zusätzlichen Dienstleistungen wie Sauna, Aerobic, Sonnenbänke, Infrarotkabinen, Massage, Wirbelsäulengymnastik, etc. anbieten. Im Gegensatz zur Mitgliedschaft in einem Verein muss man keine ungeliebten Aufgaben übernehmen. Außerdem kann man seine Trainingszeit frei einteilen. Zur Motivation, ins Training zu gehen, zählen in erster Linie die Gesundheit, die Schönheit und die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Dazu hat das Training neben einer sportlichen auch eine soziale Komponente; Fitnessstudios funktionieren zum Teil auch als Kontaktbörsen.
Literatur
- Frederic Delavier: Muskel-Guide. Blv Verlagsgesellschaft, München [u.a.] 2004, ISBN 3405163978
- Berend Breitenstein: Hometrainer Bodybuilding. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3499610191
- Berend Breitenstein, Michael Hamm: Bodybuilding. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996, ISBN 3499194260
- Ulrich Strunz: Forever young, Das Muskelbuch. Gräfe & Unzer, München 2001, ISBN 3774256373
- Duwenbeck, Ralf/ Deddens, Eilert: Sportunterricht im Fitness-Studio - Schüler lernen selbstständig gesundheitsgerecht zu trainieren (Unterrichtsvorhaben). Auer-Verlag, Donauwörth 2005. ISBN 3403044513
Siehe auch
- Krafttraining
- Wellnesscs:Fitness
en:Physical fitness
nl:Fitness
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Fitness aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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