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Denkstörungen sind zumeist Symptom einer Krankheit, meist einer psychischen Störung.
Man unterscheidet formale Denkstörungen und inhaltliche Denkstörungen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Formale Denkstörungen
- 1.1 Gedankenabreißen
- 1.2 Perseveration
- 1.3 Denkhemmung
- 1.4 Ideenflucht
- 1.5 Inkohärentes Denken
- 1.6 Neologismen
- 1.7 Gedankenarmut
- 2 Inhaltliche Denkstörungen
- 3 Ganzheitlicher psychologischer Erklärungsansatz
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Formale Denkstörungen
Formale Denkstörungen sind Störungen des Denkablaufs.
Gedankenabreißen
Dabei bricht der Gedanke mitten im Satz ab, er kann nicht zu Ende gedacht werden. Ist abzugrenzen von "Gedankenentzug".
Perseveration
Der gleiche Gedanke muss immer wieder gedacht werden, er wiederholt sich wie in einer Schleife. Vorkommen möglich z. B. bei schizoaffektiver Depression, bei Schizophrenieoder auch bei Zwangsstörungen.
Denkhemmung
Das Denken ist verlangsamt und stockend; ein Gedanke kann nicht oder nicht sofort zu Ende gedacht werden. Dies ist zum Beispiel bei Depressionenmöglich.
Ideenflucht
Das Denktempoist erhöht, dem Betroffenen gehen sehr viele Gedankenin sehr kurzer Zeit durch den Kopf, teilweise auch mehrere Gedanken gleichzeitig. Dabei sind die Assoziationengelockert, daher sind die Gedanken sprunghaft, die Themen wechseln ständig, der Betroffene kann nicht bei einem Gedankengang bleiben; Vorkommen häufig bei Manie, aber auch im Alkohol- oder Drogenrausch.
InkohärentesDenken
Die einzelnen Gedankenbleiben ohne Zusammenhang, sie sind unlogisch, bruchstückhaft und zerfahren. Teilweise bestehen die Gedanken nur noch aus einzelnen Wörternoder Wortfetzen (Schizophasie, "Wortsalat" als extreme formale Denkstörung bei Schizophrenie), auch möglich bei der "verworrenenManie".
Neologismen
Hierbei handelt es sich um Wortneubildungen(Neologismusallgemein), teilweise werden auch gegensätzliche oder ähnliche Worte zu einem neuen Wort zusammengesetzt (Kontamination). Dies ist beispielsweise möglich bei Schizophrenieoder bei frühkindlichem Autismus.
Gedankenarmut
Die Gedankenkreisen um nur wenige Themen, der Wortschatzist eingeschränkt, teilweise sind Gedächtnisinhalteverlorengegangen. Vorkommen ist beispielsweise möglich bei der Schizophrenia simplexund bei anderen Formen der Schizophrenie, aber auch bei Depressionenoder bei Zwangsstörungen.
Inhaltliche Denkstörungen
Dabei ist der Denkinhaltunrichtig und nicht realitätsbezogen. Der Betroffene glaubt etwa, ein hinter ihm fahrender Pkwwürde ihn verfolgen, obwohl dies nicht der Fall ist. Inhaltliche Denkstörungenkann man einzeln auch als Wahneinfallbezeichnen, in ihrer Summe ergeben sie einen Wahn. Dies kommt zum Beispiel bei Psychosen, bei verschiedenen Formen der Schizophrenie, bei Manie, bei psychotischerDepressionoder auch bei der wahnhaftenStörung vor.
Ganzheitlicher psychologischer Erklärungsansatz
Einen ganzheitlich orientierten psychologischenErklärungsansatz für Entstehen und Dynamikder formalen schizophrenen Denkstörunghat der Gestaltpsychologeund PsychiaterErwin Levyschon 1943vorgelegt. Demzufolge folgen auch die dem Außenstehenden wirrund unnachvollziehbar erscheinenden Gedankengängedes Schizophrenenbestimmten Gestaltgesetzen und geben Aufschluss über die im Gang befindlichen Versuche, angesichts gravierender Einbrüche im Lebendes Erkrankteneinen neuen Gleichgewichtszustandzu finden.en: Formal thought disorder
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