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Mianserin

Bild:Mianserin.png

Der ArzneistoffMianserin gehört wie das später entwickelte, jedoch beinahe strukturgleicheMirtazapinzu den tetrazyklischenAntidepressiva.

Während die älteren tetrazyklischen Substanzen - außer Mianserin selbst v.a. noch das Maprotilin- im Vergleich zu den Trizyklikakeinen nennenswerten Fortschritt in Verträglichkeit und Effizienz darstellten, wurde die neuere Mianserin-Variante Mirtazapin als Vertreter eines eigenen Wirktyps (NaSSA) bezeichnet. Das sehr ähnlich wirkende Mianserin zählt inzwischen ebenfalls zu dieser Gruppe.

Die Wirkung von Mianserin ist initial meist dämpfend. Die Indikationenentsprechen weitgehend denen der trizyklischen Antidepressiva vom Imipramin-Typ.

Die vegetativenNebenwirkungensind etwas geringer ausgeprägt als bei den meisten Trizyklika, allerdings hat Mianserin ein Risikolebensbedrohlicher Störwirkungen (Blutbildungsstörungen, darunter Agranulozytose; weitere Knochenmarkschäden), wodurch es in der Regel nicht zu den Erstwahlmitteln bei Depressionzählt.

Der WirkstoffMianserin ist als Originalpräparat TOLVIN® (in der SchweizTOLVON®) im Handel, es existieren zahlreiche Generika. Die mittlere Tagesdosisliegt bei 30-90 mg. Wegen der möglichen Schadeffekte sollte während der Einnahme regelmäßig das Blutbilduntersucht werden. Bei grippeähnlichenSymptomen(vgl. Agranulozytose) ist das Medikamentsofort abzusetzen.




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