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Mirtazapin (Handelsnamen: Remeron, Remergil, u.a.) ist ein neueres Antidepressivum. Strukturellgehört es zu den tetrazyklischen Antidepressiva. Mirtazapin ist das Pyridyl-Analogondes Mianserins.
Bild:Mirtazapin.png
Inhaltsverzeichnis
- 1 Wirkprinzip
- 2 Indikationen
- 3 Unerwünschte Wirkungen
- 4 Darreichungsformen, Dosierung
- 5 Metabolisierung
- 6 Weblinks
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Wirkprinzip
Mirtazapin wirkt im Gehirnals selektiver Noradrenalin- und Serotonin-Agonist(NaSSA). Die Wirkung ist initialdämpfend (sedierend); der stimmungsaufhellende Effekt setzt wie bei vielen Antidepressivaerst allmählich ein (evtl. nach Wochen).
Indikationen
Mirtazapin ist ausschließlich zur Behandlung von depressiven Erkrankungenzugelassen. Eine Verschreibung z.B. als Hypnotikumerfolgt ggf. Off-Label. Dasselbe gilt für die Anwendung als Adjuvansin der Schmerztherapie, wobei die vorhandenen Studiendaten für die wesentlich besser geprüftenTrizyklika(v.a. Amitriptylin) sprechen.
Unerwünschte Wirkungen
Besonders zu Beginn der Behandlung kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Eine Appetitsteigerungist häufig zu beobachten, ein Teil der Patienten klagt über Gewichtszunahme, welche aber nicht nur durch Nahrungszufuhr, sondern auch durch verstärkte Wassereinlagerung im Gewebe bedingt sein kann. Bei plötzlichem Absetzen treten mitunter unangenehme Entzugssymptomeauf. Das Risiko einer Agranulozytoseunter Mirtazapin-Therapieist - trotz anfänglicher Befürchtungen wegen der starken Strukturähnlichkeit - offenbar geringer als unter Mianserin.
Bild:Mirtazapin hexal.jpg Mirtazapin Hexal, 30mg Tabletten
Darreichungsformen, Dosierung
Mirtazapin existiert als Handelspräparat in Form von Film- und Schmelztabletten, sowie als Lösung zum Einnehmen. Eine parenteraleAnwendung ist mit Konzentrat zur Bereitung von Infusionslösung möglich.
Die mittlere Tagesdosisvon Mirtazapin in der Depressionsbehandlungliegt bei 15-45 mg. Die abendliche Gabe ist wegen der beruhigenden Wirkung zu bevorzugen. Bei Infusionsbehandlung werden 6-21 mg Mirtazapin pro Tag verabreicht.
Metabolisierung
Die Metabolisierungerfolgt in erster Linie über die Cytochrom P450-Isoenzyme CYP2D6 und CYP3A4.
Die Halbwertszeit beträgt bei Erwachsenen 20 bis 40 Stunden. Der Hauptmetabolit Demethylmirtazapin hat nur eine geringe pharmakologische Aktivität. Andere aktive Metaboliten sind quantitativ unbedeutend.
Weblinks
- www.infomed.org- Einschätzung zu Mirtazapin zur Zulassung in der Schweiz
- www.psychiatrist.com- Fallbericht zum akuten Entzugssyndrom nach Absetzen (PDF, englisch)
- Studie: Mirtazapin wirkt auch bei chronischen Schmerzen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mirtazapin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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