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Mischform (Psychologie)

Als Mischform bezeichnet man in Psychiatrieund Psychotherapieeine Erkrankung eines Patienten, die sich aus mehreren, ätiologisch oder symptomatisch gesehen getrennten Krankheitsbildern zusammen setzt. Das Gegenteil der Mischform ist die reine Form.

Die Erkenntnis, daß auch psychische Erkrankungen zusammen gesetzt sein können, ist historisch wichtig. Sie geht vermutlich auf den bedeutenden Psychiater Emil Kreapelinzurück und wurde von Sigmund Freudin die Psychotherapieeingeführt. (siehe auch Hysteriestudien) Vor der Entdeckung der Mischformen wurde die Psyche als eine mehr oder weniger homogene Struktur betrachtet und Krankheiten als monokausal verursacht beschrieben.

Beispiele:

  • Ein Patient kann gleichzeitig an Beinbruchund Leberkrebsleiden. Beides sind somatische Erkrankungen.
  • Ein Patient kann gleichzeitig an einer Persönlichkeitsstörungund einer Phobieleiden. Beides sind psychische Erkrankungen.

Die meisten psychotherapeutischen Patienten leiden an Mischform-Erkrankungen. Reine Formen kommen aber ebenfalls vor.

Von "http://de.wikipedia.org/Mischform_%28Psychologie%29"



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