Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



Zurück
[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Paroxetin

Bild:Paroxetine.png
Chemische Struktur von Paroxetin

Paroxetin (auch Paroxat) ist ein antidepressivwirkender Arzneistoffaus der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es wird u.a. von GlaxoSmithKlineunter dem Markennamen Paxil® (USA), Seroxat® (Europa), Deroxat® (Schweiz) und Aropax® (Australien) vertrieben und steht darüber hinaus als Generikumzur Verfügung. Paroxetin unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Pharmakologie
    • 1.1 Anwendungsgebiete
    • 1.2 Wirkmechanismus
    • 1.3 Nebenwirkungen
    • 1.4 Wechselwirkungen
  • 2 Weblinks

Pharmakologie

Anwendungsgebiete

Paroxetin wird zur Behandlung depressiver Erkrankungen, Zwangsstörungen, Panikstörungen, sozialer Angststörungen, generalisierter Angststörungen und posttraumatischer Belastungsstörungen eingesetzt.

Wirkmechanismus

Als Arzneistoff der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer erhöht Paroxetin die bei depressiven Patienten erniedrigte Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt. Nachfolgend kommt es zu einer Herabregulierung (Down-Regulation) von Serotonin-(5-HT2)-Rezeptorenim Zentralnervensystem(ZNS).

Nebenwirkungen

Unter der Anwendung von Paroxetin können insbesondere folgende Nebenwirkungen beobachtet werden: Appetitstörungen, Störungen des Magen-Darm-Trakts, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, sexuelle Dysfunktion, Schwitzen und Gewichtszunahme.

Paroxetin hat keine aktiven Metabolitenund eine relativ kurze Halbwertszeitvon etwa 24 Stunden. Es wird vermutet, dass dies der Grund für häufigere Absetzerscheinungen, im Vergleich zu anderen SSRIs, ist.

Wechselwirkungen

Da Paroxetin die Serotonin-Konzentration erhöht, kann die gleichzeitige Einnahme von Arzneistoffen mit einer Wirkung auf das Serotonin-System (z.B. MAO-Hemmer, Triptane) die Gefahr eines Serotonin-Syndromserhöhen.

Paroxetin ist ein Hemmstoff des Cytochrom P450Enzymsystems CYP2D6. Als solcher verstärkt Paroxetin die Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneistoffen, die ebenfalls über dieses Enzymsystem abgebaut werden (z.B. Trizyklische Antidepressiva, Flecainid).

Der Konsum von Alkoholsollte unter der Therapie mit Paroxetin unterbleiben.

Weblinks

  • Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin ähnlich wirksam und verträglich
  • http://www.depression-therapie-forschung.de/1002risp.html- Ärzte Zeitung - Forschung aktuell - Zwei Wirkstoffe durchbrechen zusammen die Depressionen - Paroxetin plus Risperidonbei Therapieresistenz



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Paroxetin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
  Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.