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Modekrankheit

Modekrankheiten werden abwertend-kritisch bestimmte Symptomeoder Symptomgruppen bezeichnet, die verbreitet bestimmten Krankheitenzugeordnet werden, die nach Meinung von Kritikern jedoch in Wahrheit nicht (erfundene Krankheiten) oder nicht im behaupteten Umfang existieren.

Die Modekrankheiten bilden sich entweder auf der Grundlage bestimmter Zeitströmungen heraus (z. B. ökologische Bewegung) oder werden von bestimmten Interessengruppen (z. B. Pharmaunternehmen) in der Öffentlichkeit lanciert. Des weiteren kann es sich um eine Modekrankheit handeln, wenn eine grundsätzlich existierende Krankheit plötzlich lawinenartig verbreitet scheint.

Als Modekrankheiten wurden in der Presse unter anderem bezeichnet:

  • Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung
  • Burnout-Syndrom
  • Depression
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Internetsucht
  • Neurasthenie(Nervenschwäche)
  • Osteoporose
  • Pilzinfektionen(insbes. durch Candida albicans)
  • Posttraumatische Verbitterungsstörung
  • Schleudertrauma
  • Sick-Building-Syndrom
  • SMS-Sucht

Man sollte sehr vorsichtig sein, eine vermeintliche Modekrankheit als solche abzustempeln, und erst die Meinung von Fachleuten einholen (z. B. über das Internet). In vielen Fällen werden als "Modekrankheiten" für Laien schwer zu begreifende, sehr wohl vorliegende Syndrome bezeichnet, was den Leidensdruck auf Betroffene erhöht und die Therapiewilligkeit von Betroffenen senkt.

Siehe auch: Psychosomatik, Hypochonder, Zivilisationskrankheit

Literatur

  • Reichel, Ben (2004). Autark Magazin // Ausgabe Eins: Hypochondrie

http://www.hypochondrie.de

Von "http://de.wikipedia.org/Modekrankheit"



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