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Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Ich habe doch schon immer gewußt, daß so ein richtig befreiender Furz Balsam für die Seele ist. Im Ernst: Die Zielsetzung klingt eher esotherisch als wissenschaftlich und über den Weg zum Ziel, d.h. konkrete Behandlungsmethoden wird überhaupt nichts gesagt. So ist der Text einfach nur lustig (...egal, drauf geschissen...). Der Literaturliste nach ist das eher eine Privattheorie der Familie Boyesen. Bitte auch kritische Texte aufnehmen. Eine allerdings sehr einseitig Quelle für Verbesserungen wäre [1]. Viel Spaß damit... --LC10:31, 26. Jan 2006 (CET)
Inhaltsverzeichnis
- 1 Biodynamik
- 1.1 Ursprung
- 1.2 Biodynamische Therapie
- 1.3 Zielsetzung
- 1.4 Biodynamik in Deutschland
- 2 Literatur
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Biodynamik
Ursprung
Die Biodynamik ist eine körperpsychotherapeutische Methode, die ihre Wurzeln in der Vegetotherapie Wilhelm Reichs, der Physiotherapie Aadel Bülow-Hansens, der Humanistischen Psychologie sowie Ansätzen Carl Gustaf Jungs hat.
Begründet wurde die Biodynamik von Gerda Boyesen. Eine Weiterentwicklung erfolgte unter anderem durch Ebba und Mona Lisa Boyesen, die Töchter von Gerda Boyesen, die auch Therapeuten ausbilden.
Biodynamische Therapie
Für die Biodynamik sind die annehmende Haltung des Therapeuten gegenüber dem Klienten sowie die Grundhaltung, dass nichts in der Therapie schmerzen muss, zentrale Elemente. Dabei wird darauf vertraut, die Selbstheilungskräfte im Klienten zu wecken. Wobei hier unter annehmender Haltung verstanden wird, dass der Klient immer richtig ist - in seinem Fühlen, nicht das er immer Recht hat in seinem Denken und Bewerten.
Die nur theoretisch erschaffene Trennung von Körper und Psyche wird wieder zu einem Menschsein zusammengefügt. Mit therapeutischen Interventionen in Form von Berührung, Arbeit mit Bildmaterial und Gespräch wird versucht, die aus alten Erfahrungen heraus blockierte Lebensenergie wieder ins Fließen zu bringen. In muskulären Verspannungen, im Bindegewebe oder auf der Knochenhautebene gehaltene Gefühle, die nicht zum Ausdruck kommen durften, werden behutsam unter Respektierung des Widerstands gelöst und entweder ausgedrückt oder verdaut. Das Ausdrücken kann durch Regressionsprozesse hindurch gehen, in denen die meist frühkindlichen Erlebnisse erneut durchlebt und unausgedrücktes ?endlich? heraus gelassen wird.
Der in der Biodynamik einzigartige Weg, statt durch Ausagieren die gehaltenen Gefühle zu verdauen wird als Psychoperistaltik bezeichnet. In diesem Prozess wird emotionaler Streß, wie unausgedrückte Gefühle, durch das Verdauungssystem verarbeitet. So wie Streß einem sprichwörtlich auf den Magen (genauer Darm) schlagen kann, so wird auch der Abbau des selben mittels des Darmes vollzogen. D.h. in der Behandlung kommt es bei Abbau von Stress auch zu Verdauungsgeräuschen, die jedoch nichts mit der Verdauung von Nahrung zu tun haben. In der Arbeit am Klienten kann der Zusammenhang zwischen den Massagebewegungen des Therapeuten und der Antwort des Darms des Klienten über die Psychoperistaltik mit einem Stethoskop mitverfolgt werden. Diese Entdeckung Gerda Boyesens eröffnet in der Psychotherapie neue Behandlungsmethoden wie die verschiedenen Formen der biodynamischen Massagen bis hin zum Deepdraining, das auf eine Veränderung der Haltemuskulatur hin arbeitet und so nicht nur die Körperhaltung sondern auch die damit einhergehende Veränderung der psychischen Haltung bewirken kann.
Da diese Arbeit am Körper auch ohne Sprache erfolgen kann, ist sie besonders geeignet, um Frühstörungen zu bearbeiten, die vor einem sprachlichen Bewusstsein aufgetreten sind. D.h. Konflikte die im ersten Lebensjahr entstanden sind, in dem der Klient seine Welt noch nicht in Worten verstanden und erfasst hatte. Ein Bewusstsein über z.B. fehlenden Körperkontakt oder Sicherheit in dieser Phase ist daher nur als Gefühl vorhanden und kann vielfach vom Klienten nicht als Bedürfnis verbal ausgedrückt werden. In der Arbeit am Körper können über Re-Parenting bzw. Nachnähren solche Störungen bearbeitet werden.
Zielsetzung
Ziel der Biodynamik ist es dabei den Menschen durch Abbau neurotischer Muster zu intensiverem Erleben zu verhelfen, d.h. statt durch Angst entstandenen Haltemuster soll sein Leben, Handeln und Fühlen vom Fluss der Libido bestimmt werden die Ausdruck des Lebendigen in jedem von uns ist.
Dabei ist die therapeutische Haltung die, dass der Klient Selbstheilungskräfte besitzt, die durch die Interventionen angestoßen und im Verlauf des Prozesses unterstützt werden. Für den Therapeuten ist es daher wichtiger, selbst durch diese Veränderungen gegangen zu sein, um begleiten zu können, als ein riesiges Methodenwissen zu besitzen.
Biodynamik in Deutschland
In Deutschland bilden folgende Institute in Biodynamik aus:
- Europäische Schule für Biodynamische Psychologie und Erogentik (ESBPE e.V.)
- Gerda Boyesen international Institut
In Deutschland sind die biodynamischnen Körperpsychotherapeuten in der Gesellschaft für Biodynamischen Psychologieorganisiert, auf deren Homepage auch ein Therapeutenverzeichnis zu finden ist.
Literatur
- Boyesen, Gerda, Boyesen, Mona Lisa, Biodynamische Theorie und Praxis, in: Hilarion G. Petzold [Hrsg.], Die neuen Körpertherapien, 1. Aufl. Paderborn: Jungfermannsche Verlagsbuchhandlung, 1977, S. 140-157
- Boyesen, Gerda, Boyesen, Mona Lisa, Biodynamik des Lebens: Die Gerda-Boyesen-Methode - Grundlage der biodynamischen Psychologie, Essen: Synthesis, 1987, 183 S.
- Boyesen, Gerda, Über den Körper die Seele heilen: Biodynamische Psychologie und Psychotherapie, München: Kösel, 1987
- Boyesen, Gerda, Leudesdorff, Claudia, Santner, Christoph, Von der Lust am Heilen, München: Kösel, 1995,
- Boyesen, Mona Lisa, Erogenetik- neue Aspekte in der Biodynamischen Psychologie, in: Zundel, Edith und Pieter Loomans [Hrsg.], Im Energiekreis des Lebendigen: Körperarbeit und spirituelle Erfahrung, Freiburg Basel Wien: Herder, 1995, S. 186-219
- Boyesen, Gerda, Psychotherapie und Spiritualität, in: Zundel, Edith und Pieter Loomans [Hrsg.], Im Energiekreis des Lebendigen: Körperarbeit und spirituelle Erfahrung, Freiburg Basel Wien: Herder, 1995, S. 176-185
- Eberwein, W., Impulse von Innen: Biodynamik, Körperpsychotherapie zur Heilung und Selbstfindung, Transform Verlag, Oldenburg 1990
- Maul, Bernhard, Körperpsychotherapie oder die Kunst der Begegnung, Bernhard Maul Verlag, Berlin 1992
- Sandner, B., Theoriebildung in der Biodynamik, in: Energie und Charakter, Heft 11, Juni 1995, Bernhard Maul Verlag, Berlin
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