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Projektive Identifikation

Der Begriff der projektiven Identifikation stammt von Melanie Klein. Es handelt sich hierbei um einen Abwehrmechanismus, bei dem Teile des Selbst abgespalten und in eine andere Person projiziert werden, die dann unbewußt so empfunden wird, als sei sie zu einem Teil des Selbst geworden.

Der Begriff wurde von Otto Kernbergim Zusammenhang mit seinen Arbeiten zur Borderline-Persönlichkeitsstörungweiterentwickelt. Borderlinepatienten neigen besonders dazu, den Therapeuten in ihre psychische Konfliktkonstellation mit einzubeziehen. Aus diesem Grund erzeugen Borderlinepatienten beim Therapeuten häufig heftigere Übertragungsgefühleals Patienten mit anderen psychischen Störungen.

Man kann die projektive Identifikation gegen die Gegenübertragungabgrenzen: Während bei der ersten der Fokus auf den Patienten gelegt wird, betont die letztere die unbewussten Prozesse, die im Therapeuten ablaufen. Dem Patienten kommt bei der Übertragung die Rolle des Auslösers für die Aktualisierung unbewältigter Konflikte in der Person des Therapeuten zu.

In der therapeutischen Praxis ist diese Unterscheidung jedoch häufig künstlich: Patienten werden ihre Tendenzen zur projektiven Identifikation besonders bei den Therapeuten einsetzen, die aufgrund intensiver Gegenübertragungsgefühle auf den Patienten reagieren. Therapeuten wiederum reagieren intensiver auf Patienten die sie in ihre Konfliktkonstellation mit einbeziehen.

Von "http://de.wikipedia.org/Projektive_Identifikation"



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