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Die Computertomographie (v. griech.???? "Schnitt" und ??????? "schreiben"), Abkürzung CT, ist die rechnergestützte Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmeneines Objektes, um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen (Voxeldaten). Es handelt sich dabei um ein bildgebendes Verfahren.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte
- 2 Anwendung
- 3 Nachteile
- 4 Spiral-CT
- 5 Weblinks
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Geschichte
Die Computertomographie basiert auf einem mathematischen Verfahren, das 1917 von dem österreichischen Mathematiker Johann Radonentwickelt wurde. Damals ein rein mathematischer Erkenntnisgewinn fern jeglicher Anwendungsmöglichkeiten, ermöglicht die Radontransformationheute die zerstörungsfreie räumliche Aufnahme eines Objektes mit seinen gesamten Innenstrukturen.
Nach Vorarbeiten des Physikers Allan M. Cormackin den 1960erJahren realisierte der Elektrotechniker Godfrey Hounsfieldmehrere Prototypen. Die erste CT-Aufnahme wurde 1971an einem Menschen vorgenommen. Beide erhielten für ihre Arbeiten 1979gemeinsam den Nobelpreisin Medizin.
Anwendung
Die Computertomographie wird vorwiegend in der Medizin, aber auch in anderen Fachgebieten angewendet (z. B. CT von Bäumen oder Mumien, auch in der Materialprüfung). Die Röntgenstrahlen, die durch das Untersuchungsobjekt geschickt werden, werden von mehreren Detektoren gleichzeitig aufgezeichnet. Der Vergleich zwischen ausgesandter und gemessener Strahlungsintensität gibt Aufschluss über die Abschwächung (Attenuation) der Strahlung durch das zu untersuchende Gewebe.
Die Daten werden mittels eines mathematischen Verfahrens im Computer zu einem Volumendatensatz zusammengefügt, aus dem man Schnittbilderund 3D-Ansichten in beliebigen Ebenen rekonstruieren kann.
Zur Untersuchung eines Organs wird in der Praxis meist eine Serie von Schnittbildern angefertigt.
Der Schwächungskoeffizient (oft physikalisch ungenau als Dichte oder Röntgendichte bezeichnet) wird in der CT in Grauwerten dargestellt und auf der Hounsfield-Skalaangegeben. Luft hat auf dieser Skala einen Absorptionswert von ?1000, Wasser von 0 und Metall (z. B. Implantate) von über 1000. Spongiöses Knochengewebe (Knochenbälkchen, z. B. in den Wirbelkörpern) liegt typischerweise bei etwa 400..800 Hounsfield-Einheiten [HE oder HU], kompaktes Knochengewebe (z. B. im Schaft langer Röhrenknochen) weit über 1000 HU. Nach oben ist die Hounsfield-Skala offen, sie ist jedoch in der praktischen Anwendung auf 12 Bit (?1024 bis +3071) begrenzt.
Man unterscheidet CT-Geräte nach verschiedenen Generationen:
- Translation-Rotations-Scanner ? Bei diesen Geräten sind die Röntgenröhre und der Detektor mechanisch miteinander verbunden. Die einzelnen Aufnahmen entstehen durch eine Dreh- und eine Verschiebebewegung der Röhre und des Detektors. Alte Geräte verwenden nur einen einzelnen Röntgenstrahl, neuere (2. Generation) bis zu 10.
- Rotate-Rotate-Geräte ? Die Röhre muss hier keine translatorische Bewegung mehr durchführen, da ein Fächer von Strahlen ausgeblendet wird, welcher den gesamten Bereich durchleuchtet. Sie wird nur noch um den Patienten gedreht, ein auf der gegenüberliegenden Seite des drehenden Teils angebrachtes Kreissegment von Detektorzellen nimmt den Fächer auf (3. Generation).
- Rotate-Stationary-Geräte ? Bei diesen Geräten rotiert nur noch die Röntgenröhre um den Patienten herum, während die Detektoren in einem vollen 360°-Kreis um den Patienten angebracht sind (4. Generation).
- Elektronenstrahl-Scanner ? Bei diesen Geräten bewegen sich keine mechanischen Komponenten mehr. Um den Patienten herum befindet sich ein 360°-Kreis mit Detektoren und ein Ring aus einem Material wie z. B. Wolfram, welcher als Target (Ziel) für einen Elektronenstrahl dient. Dieser Elektronenstrahl wird mittels elektrischer Felder jeweils zur gewünschten Position auf dem Target gelenkt. Wo er auftrifft, entsteht Röntgenstrahlung, welche dann den Patienten durchleuchtet. Durch diese Technik können sehr schnell Bilder erzeugt werden, sogar Echtzeitaufnahmen (z. B. am Herzen) sind möglich. Diese Geräte werden bisher nur in der Forschung eingesetzt.
Bild:Sensation16.JPG Modernes Spiral-CT-Gerät
Nachteile
Ein Nachteil der Computertomographie ist die Strahlenexposition. Das damit verbundene Risiko muss bei der Indikationsstellungberücksichtigt werden. Die hohe Aussagekraft der CT rechtfertigt jedoch oft die Durchführung.
Spiral-CT
Bild:Herz ct.jpg Spiral-CT des Herzens
Moderne Geräte arbeiten im Spiralverfahren, bei dem der Patient mit konstanter Geschwindigkeit entlang seiner Längsachse durch die Strahlenebene bewegt wird, während die Strahlenquellendetektoreinheit konstant rotiert. Je nach Gerät können auch mehrere Axialebenen (4 bis maximal 64, Stand 2004) gleichzeitig eingelesen werden (Mehrschicht- oder Multislice-Verfahren). Dadurch ist das Verfahren sehr schnell und es lassen sich Bewegungsartefakte (z. B. durch die Atmung) reduzieren. Auf dem mit dem Gerät verbundenen Rekonstruktionsrechner werden aus dem Datensatz die gewohnten 2D-Schnittbilder errechnet.
Spiral-CTs verwenden Hochleistungs-Drehanoden (siehe Röntgenstrahler#Anodenarten).
Weblinks
- arztauskunft.netdoktor.de- Computer-Tomographie
- www.cg.cs.tu-berlin.de- Die Röntgen-Computertomographie
- www.iap.uni-bonn.de- Schattenspiele: CT-Erklärung für Kinder
- www.heute.de- Revolutionärer Röntgenstrahler: Innovation in der Computertomographieen:Computed tomography
es:Tomografía axial computarizada
eu:OTA
fr:Tomographie axiale calculée
he:????????? ???????
hu:Komputertomográfia
id:Tomografi terkomputasi
is:CAT-skanni
it:Tomografia assiale computerizzata
ja:CT
nl:Computertomografie
no:Computertomografi
pl:Tomografia komputerowa
pt:Tomografia computadorizada
ru:???????????? ??????????
sk:Po?íta?ová tomografia
sv:Datortomografi
ta:???????????? ?????????????? ????? ????? ??????????
tr:Bilgisayarl? tomografi
zh:X??????
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