Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



Zurück
[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Akrosomreaktion

Die Akrosomreaktion ist ein wichtiger Teilschritt der Zeugung, der es dem Spermiumermöglicht, in die Eizelleeinzudringen.

Primäre Bindung der Samenzelle

Vorausgeschickt werden muss, dass die Eizelle mit der Zona pellucidaeine Schutzhülle besitzt, die ebenfalls eine wesentliche Funktion bei der Befruchtung spielt. Der "erste Kontakt" einer kapazitiertenSamenzelle mit dieser Schutzhülle wird als primäre oder initiale Bindung zwischen Ei- und Samenzelle bezeichnet. In Kontakt treten dabei Proteinean der Oberfläche der Samenzelle und das Protein ZP3 der Zona pellucida, was die Akrosomreaktion ausgelöst.


Hierbei verschmilzt die Zellmembrandes Spermiums in dessen Kopfbereich mit der Membran des Akrosoms, einem Bestandteil der Samenzelle. Die im Akrosom enthaltenen hydrolisierendenEnzymewerden damit freigesetzt, und als direkte Folge davon wird die Zona pellucida an dieser Stelle aufgelöst (lysiert). Dabei geht die Zellmembran an der Spitze des Spermienkopfes verloren. Vor dem Kern des Spermiums liegt jetzt nur noch die innere (hintere) Membran des Akrosoms.

Sekundäre Bindung der Samenzelle

Die sekundäre Bindung der Samenzelle erfolgt nun am Protein ZP2 der Zona pellucida, was in der Folge dessen Eindringen in die Eizelle und damit die eigentliche Befruchtung ermöglicht.

Eine Akrosomreaktion ist nur bei vollständig kapazitierten Samenzellen möglich. Somit kann die Akrosomreaktion als wichtigster zusammenfassender Parameter für die männliche Fertilitätbenutzt werden: Ist die Bewegungsfähigkeit (Motilität) der Samenzellen gestört, erreichen diese den Eileiternicht. Erreichen sie diesen wohl, kommt es hier aber zu Problemen bei der Kapazitation, wird die Akrosomreaktion verunmöglicht. Dementsprechend gilt die Akrosomreaktion als ein auch im Labor anwendbarber Test, um die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen zu beurteilen.

Siehe auch

Fertilitätsstörung des Mannes- Fertilisation





Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Akrosomreaktion aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
  Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.