Bild:Blastulation.png 1 Morula, 2 Blastula
Eine Morula (vom lat. morum = Maulbeere), auch als "Maulbeerkeim" bekannt, ist in der Biologie ein Entwicklungsstadiumder frühen Embryogenesemehrzelliger Tiere und des Menschen.
Es handelt sich bei der Morula um einen kugeligen Zellhaufen aus 8 bis 32 Zellen (Blastomeren), der nach den ersten Teilungen aus der Zygotehervorgeht. Beim Menschen ist dieses Stadium ungefähr 3 Tage nach der Befruchtungerreicht. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Zellhaufen in der Regel im Eileiter. Das Volumen der Morula ist gegenüber der Zygoteunverändert, da beide von der steifen Zona pellucida, einer Schicht aus Glykoproteinen, umgeben werden. Der Durchmesser beträgt 150 µm.
Im Stadium der Morula differenzierensich die die Zellen in eine innere und eine äußere Zellmasse, die sich allerdings äußerlich nicht unterscheiden. Dabei bilden die äußeren Zellen untereinander undurchlässige Zellverbindungen (tight junctions) aus und trennen so die innere Zellmasse vom äußeren Flüssigkeitsmilieu. Mit diesem Schritt verlieren die Zellen die Totipotenzund werden pluripotent. Er bildet die Grundlage für die Differenzierung in den Trophoblastaußen, aus dem Plazentaund Eihäute hervorgehen, sowie in den Embryoblastinnen, aus dem sich der eigentliche Embryoentwickelt .
Bei der künstlichen Befruchtungwerden die Embryos in der Regel in einem frühen Morulastadium eingesetzt.
Am Ende des 4. Tages wird aus der Morula die Blastulabzw. bei Säugetieren die Blastozyste.
Siehe auch:Portal:Medizinen:Morula
es:Mórula
pl:Morula
pt:Mórula
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