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Für Primordium als biologischer Entwicklungszustand siehe Primordium (Entwicklungsgeschichte).
Das Primordium ist der Zustandvölliger Orientierungslosigkeitoder sogar des Identitätsverlustesbeim Aufwachenaus dem Schlaf. Es tritt häufig auf nach sehr tiefem Schlaf oder nach dringend benötigtem Schlaf, z.B. zur Regenerierung nach Erschöpfungoder weil man die Tage vorher kaum geschlafen hat.
Das Primordium dauert nur einige Sekunden. In dieser Zeit fragt man sich: "Wo bin ich?" oder auch sogar: "Wer bin ich?", bis man sich auch anhand der Umgebung wieder orientiert hat. Der Geist fährt sich sozusagen wieder hoch, ähnlich wie ein Computer hochgefahrenwird.
Man kann auch sagen: Das Ichfährt sich wieder hoch. Das Primordium ist eine faszinierende Möglichkeit, die Zerbrechlichkeit und Unbeständigkeit des eigenen Ichs zu erfahren. "Ich" hängt nicht nur vom Körper, bzw. vom lebendenKörper ab, es hängt sogar sozusagen von der Tagesstimmung des Körpers ab: Manchmal ist der Körper so erschöpft, dass er mir nicht mal meine eigene Identität zugesteht. Die Erkenntnis, dass selbst der lebende Körper nicht immer mein Ich garantiert, lässt umso schwerer glauben, dass mein Ich ausgerechnet auch noch ohne Körper (=nach dem Tod) vorhanden sein wird.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Primordium (Schlaf) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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