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Hoden

Der Hoden (v. althochdt.: hodo der Verhüllende) (lat.: Testis, plur.: Testes; Testikel; griech.: Orchis) ist ein paarig angelegtes menschliches bzw. tierisches männlichesGeschlechtsorgan.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorgeburtliche Entwicklung
  • 2 Funktion
  • 3 Verletzungen und Erkrankungen des Hodens
  • 4 Siehe auch

Vorgeburtliche Entwicklung

Der Hoden bildet sich während der Embryogeneseaus der Genitalleiste- sofern der Hoden-determinierende Faktor(HDF) seine Funktion entfalten kann: Denn in der 6. Embryonalwoche - mit dem Einwandern der Keimzellenin die Genitalanlage - ist noch nicht entschieden, ob sich aus der bestehenden Struktur ein Hoden oder ein Ovar (Eierstock) bilden wird, so dass von einer "indifferenten Gonadenanlage" gesprochen werden muss. Erst der auf dem Y-Chromosomliegende HDF bestimmt die weitere sexuelle Differenzierung in die männliche Richtung.

Die primären Keimsträngedringen in der Folge in das Mark der Gonadenanlageein und bilden letztlich Hodenstränge, aus denen sich die Samenkanälchen des Hodens bilden. Deren Verbindung mit der Oberfläche des Hodens geht schließlich verloren - dort bildet sich eine derbe Kapsel aus faserigem Bindegewebe, die Tunica albuginea. Die Hodenstränge selbst nehmen über das Rete testismit den Urnierenkanälchen, die sich in der weiteren Folge zu den Ductuli efferentes weiterbilden und über diese wieder mit dem Wolff-Gang, der sich zum Samenleiterentwickeln wird, Verbindung auf.


Er wandert erst im weiteren Verlauf der Fetalzeit aus der Bauchhöhlein das Skrotum(den "Hodensack"). Dieser Vorgang wird als Descensus testisbzw. bei gestörtem Ablauf als Maldescensus testisbezeichnet. Der im Skrotum befindliche Hoden gilt als eines der Reifezeichendes Neugeborenen.

Der menschliche Hoden ist etwa pflaumenförmigund hat ein Gewicht von 20-30 Gramm und ein Volumenvon 15-25 ml. Die Größe kann jedoch von Haselnuß- bis Hühnereigröße variieren. Die Hoden gehören zu den druckempfindlichsten Stellen des männlichen Körpers, doch schwankt auch die Schmerzempfindlichkeit erheblich. Manche Männer lassen sich zum Liebesspiel die Hoden zusammenquetschen. In den Leydig-Zellenwerden die Androgene, vor allem das Testosteron gebildet.

Funktion

Die wesentliche Funktionen des Hodens bestehen in der Produktion von

  • Testosteron, dem männlichen Geschlechtshormon, und Inhibinen
  • Spermien

Verletzungen und Erkrankungen des Hodens

Die Hoden liegen zwar außerhalb des Körpers, gehören aber zu den inneren Organen und sind somit auch entsprechend verletzlich. Bei stumpfen Verletzungen z. B. Stoß können je nach Intensität Blutungen aus den Hoden in den Hodensack auftreten. Es ist somit kein Wunder, dass beispielsweise Fußballspieler nach einer stumpfen Hodenverletzung wochenlang spielunfähig sind, weil der Heilungsprozess sonst nicht voranschreitet. Eine stumpfe Hodenverletzung kann zum Verlust des Hodens führen. In den Medien gelten Schläge, Tritte, Quetschungen u.ä. der Hoden als Form von Humor und Unterhaltung.

siehe auch:

  • Lageanomalien des Hodens
  • Hodenagenesie, Hodenaplasie, Hodenatrophie
  • Hodentumoren
  • Hydrozele(Wasserbruch)
  • Hodentorsion
  • männliche Infertilität
  • Orchitis
  • Spermatozele(Samenbruch)
  • Varikozelen(Krampfadernim Hoden)
  • Sportverletzungen, die nicht zuletzt im Bereich des Schulsportszu Entfernungen eines oder beider Hoden führen.

Siehe auch

Bild:Wiktionary-ico-de.png
   
Wiktionary: {{{2|Hoden}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
  • Hodensack
  • Hodenbiopsie, Spermiogramm
  • Hodenprothese
  • Nebenhoden
  • Andrologie
  • Urologie
  • Stierhoden(Lebensmittel)
  • Morgagni-Hydatide





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