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Pornografiesucht

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Pornografiesucht bezeichnet eine Suchtoder Abhängigkeitvon der exzessivenoder obsessivenBeschäftigung mit pornografischemMaterial. Der Begriff wird vorwiegend von christlichen, evangelikalenKreisen verwendet. Wissenschaftlich ist die Existenz eines solchen Krankheitsbildes nicht anerkannt.

Die Pornografiesucht ist zu unterscheiden von der als Sexsucht bezeichneten Hypersexualität.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Erkennung von Pornografiesucht
  • 2 Online-Pornografiesucht
  • 3 Siehe auch
  • 4 Weblinks (Nicht neutral, da aus dem christlich-evangelikalen Milieu)
  • 5 Literatur

Erkennung von Pornografiesucht

Pornografiekritische Vereinigungen haben diverse Checklisten und Selbsttests entwickelt, anhand derer man Anzeichen dieser Suchtform feststellen können soll. Üblicherweise enthalten solche Tests folgende Kriterien:

  • Vorfreude auf die nächste Internet-Sitzung mit der Hoffnung auf damit verbundene sexuelle Erregung
  • Das Interesse an Masturbationüberwiegt das Interesse an sexueller Betätigung mit einem Partner

Der konservative US-amerikanische Psychoanalytiker Dr. Victor Clinevertritt ein Modell der Pornografiesucht mit 4 Graden der fortschreitenden Sucht:

  1. Abhängigkeit- Das Betrachten von pornografischen Darstellungen wird zwanghaft
  2. Eskalation- Mit der Zeit muss zur Erreichung des gleichen Effekts und zur Befriedigung des Dranges immer extremeres, stärker abweichendes Material konsumiert werden
  3. Desensibilisierung- Verlust der Wahrnehmungsfähigkeit für sozial Akzeptables. Illegales, unmoralisches oder solches Material, das "Tabus" bricht, erscheint "normal"
  4. Sexuelles Ausleben - "... eine steigende Neigung, in Pornografie gesehene Verhaltensweisen sexuell auszuleben, einschließlich zwanghafter Promiskuität, Exhibitionismus, Gruppensex, Voyeurismus, Aufsuchen von Massagestudios, Sex mit Minderjährigen, Vergewaltigungund dem Zufügen von Schmerz an sich selbst oder dem Partner während des Aktes."

Ob dies wirklich stimmt ist allerdings nicht bewiesen und sollte auch nicht zwingend als direkte Eingrenzung oder Einschätzung genannt oder angewendet werden. Cline selbst ist hinsichtlich seiner Arbeiten, Zielsetzungen und Methoden umstritten.

Online-Pornografiesucht

Angenommen wird, Internet-Pornografieböte hierbei das weitaus größte Suchtpotenzialfür Pornografiesucht. Faktoren hierbei seien: Anonymität, Verfügbarkeit, Unverbindlichkeitund auch (meist nur vermeintlich) kostenlose Angebote. Dabei schiene die Pornoindustrieden Weg zu gehen, pornografische Bilder und Auszüge aus Filmen über das Internet (auch Minderjährigen) auf leicht zugängliche Weise und kostenlos zur Verfügung zu stellen, um den Konsumentenkreis drastisch zu erhöhen. Schätzungen gingen davon aus, dass mit der Verbreitung über das Internet so etwa 3-6 mal mehr Konsumenten pornografischen Materials gäbe als zuvor. Dies Vorgehen ähnele dem bei materiellen, abhängig machenden Substanzen. Während so für einige Menschen der Besuch einschlägiger Webseiteneine Abwechslungvom Alltagdarstelle, würde ein Teil aller Cybersexnutzersüchtig. In den USAsolle es nach einer Schätzung ca. 200.000 Cybersexsüchtige geben. Von der Pornografiesucht Betroffene verbrächten auf diese Weise viele Stunden täglich vor dem Bildschirm.

Eine Schwierigkeit der Pornografiesucht im Internetbestünde darin, dass viele Süchtige ihre Sucht überhaupt nicht erkennen würden und von ihren Aktivitäten auch nicht ablassen wollten. Auch seien meist jene Menschen am suchtgefährdetsten, denen ein erfülltes Sexleben versagt geblieben ist oder die vom Sex nicht genug bekommen können.

Die vermeintliche Anonymität im Internetbedingt die steigende Zunahme an Minderjährigen, die mit Pornografiein Kontakt kommen.

Siehe auch

  • Anonyme Sex- und Liebessüchtige

Weblinks (Nicht neutral, da aus dem christlich-evangelikalen Milieu)

  • Essay und Selbsthilfegruppe
  • http://www.beltz.de/psychologie_heute/heft200008/p_02_04.htmlSex im Netz wirkt wie Heroin] (populäre Darstellung der Studie von Cooper)
  • Sexsuchthilfe
  • porno-frei eine Seite mit weiterführenden Informationen und Foren mit z.T. christlichem Hintergrund
  • no-pornenglische Seite mit Hintergrundinformationen
  • nomoreporn.dedeutsche christliche Seite mit anonymem Forum
  • SettingCaptivesFreeAmerikanische christlich-fundamentalistische Website, die "Befreiung von sexueller Unreinheit" innerhalb von 60 Tagen verspricht

Literatur

  • Alvin Cooper et al.: Sexuality on the Internet: From Sexual Exploration to Pathological Expression

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en:Pornography addiction

fr:Dépendance à la pornographie it:Dipendenza dalla pornografia




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