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Blutspende

Als Blutspenden bezeichnet man die freiwillige Abgabe einer gewissen Menge Blutes(ca. 0,5 l). Das Blut wird anschließend untersucht und aufbereitet und für medizinischeZwecke verwendet.

Bild:Blood donation at Fleet Week USA.jpg
Abgabe einer Blutspende

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Arten der Blutspende
  • 2 Spender
  • 3 Empfänger
  • 4 Ablauf
  • 5 Gesetzliche Bestimmungen (Österreich)
  • 6 Gesetzliche Bestimmungen (ehemalige Deutsche Demokratische Republik, DDR)
  • 7 Weiterverarbeitung der Blutspende
  • 8 Organisationen
    • 8.1 Blutspendedienste
    • 8.2 Rotes Kreuz
    • 8.3 Staatlich-kommunale und universitäre Blutspendedienste (StKB)
    • 8.4 Krankenhäuser
    • 8.5 Pharma-Unternehmen
  • 9 Gesundheitliche Risiken beim Blutspenden
  • 10 Weblinks
  • 11 Siehe auch:

Arten der Blutspende

  • Unter Blutspende versteht man normalerweise die sogenannte Vollblutspende, bei der aus einer Venez.B. in der Ellenbeuge ca. 500 ml Blut entnommen werden. Das gespendete Blut wird haltbar gemacht (konserviert), untersucht und dann, wenn es geeignet ist, in verschiedene Blutprodukteaufgetrennt. Diese werden in einer Blutbankeingelagert.
  • Eine Sonderform dieser Vollblutspende ist die Eigenblutspende. In diesem Fall gibt man zwei bis sechs Wochen vor einer Operation bis zu viermal Blut ab, mit dem dann bei (oder nach) der Operation ein etwaiger Blutverlust ausgeglichen wird. Da es sich um das eigene Blut handelt, ist es optimal verträglich.
  • Neben der Vollblutspende kann man bei einigen Einrichtungen auch Blutplasmaoder Thrombozytenspenden. Diese sind nicht so belastend wie eine Vollblutspende, da nur die Flüssigkeit bzw. einzelne Blutbestandteile entnommen werden. Die roten Blutkörperchen werden dem Körper wieder zugeführt. Dabei kommt teilweise das Verfahren der Apheresezum Einsatz.

Spender

Blutspenden darf jeder zwischen 18 und 69 (in Österreich 65, Erstspender bis 60) Jahren, soweit keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen. Eine Blutspende kann bei gesunden Menschen bis zu sechsmal jährlich durchgeführt werden. Es ist eine Ruhezeit von jeweils zwei Monaten einzuhalten, drei werden empfohlen. In Österreich darf man laut Blutsicherheitsgesetz alle zwei Monate spenden. Dabei dürfen Frauen insgesamt nur viermal, Männer insgesamt sechsmal im Jahr spenden. Der Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden beträgt sowohl in Deutschland als auch in Österreich 56 Tage (8 Wochen).

Problematisch sind u.a. Tätowierungenund Piercingsinnerhalb der letzten sechs Monate, längere Aufenthalte in Großbritannien (aufgrund von Befürchtungen hinsichtlich der Übertragung der Creutzfeldt-Jakob-Krankheitnach dem englischen BSE-Skandal), Risikopersonen in der Familie, Homosexualität bei Männern sowie Heroinabhängigkeit(wegen HIV) und Tropenaufenthalte innerhalb der letzten 6 Monate (wegen tropischen Krankheiten). Für den Fall, dass eine solche Kontraindikationvorliegt, der Spender aber aufgrund gesellschaftlichen Drucks dies nicht frei zugeben kann, wird die Möglichkeit des anonymen Selbstausschlusses bereitgestellt (da Blutspenden zu Medikamenten verarbeitet werden, sind die gesetzlichen Richtlinien sehr streng. Ohne den vertraulichen Selbstausschluss darf die Spende nicht weitergegeben werden). Hierbei wird - um gesellschaftliche Erwartungen (insbesondere durch Mitspender) zu erfüllen - die Blutentnahme ganz normal durchgeführt, die Spende später aber nicht zur Bluttransfusionfreigegeben. Mitunter ist noch eine Verwendung für wissenschaftliche Zwecke möglich. Dieses Verfahren mag ineffizient wirken, es dient aber einem besseren Schutz der Empfänger von Blutspenden, da z.B. HIV erst einige Wochen nach einer Infektion im Blut nachgewiesen werden kann. Ein Dilemmazwischen dem Sicherheitsbedürfnis des Empfängers, welcher z.T. auf die Ehrlichkeit des Spenders angewiesen ist, und dem Vertraulichkeitsbedürfnis des Spenders soll so vermieden werden.

Zeitweise zurückgestellt werden Spender, die temporär erkrankt sind, zu gewissen Problemgruppen gehörten, unter zeitweisem Eisenmangelleiden oder auch wenn es bei der Untersuchung des Blutes auf Erreger, falsche Anzeigen gegeben hat, sogenannte Falsch positive.

Empfänger

Bei einer Transfusionwerden dem Empfänger meist Blutbestandteile (selten Vollblut) verabreicht, welche sich mit dessen Restblut vermischen. Um Verklumpungen des Blutes (Transfusionsreaktion, Transfusionszwischenfall) zu vermeiden wird dem Empfänger i.d.R. nur Blut der eigenen Blutgruppe transfundiert. Notfalls können aber jedem Empfänger Erythrozyten-Konzentrateeines Spenders mit der Blutgruppe0- (Universalspender) transfundiert werden. Personen mit der Blutgruppe AB können im Notfall Erythrozyten-Konzentratevon beliebigen Spendern erhalten.

Ablauf

Bild:Bloedafname Sanquin.jpg
Mit Blut gefüllter Blutspendebeutel

Vor der Spende muss der Spender auf gesundheitliche Tauglichkeit untersucht werden. Dazu gehört neben der Untersuchung des Blutdruckesund des Pulsesauch die Frage, ob Beschwerden vorliegen. Außerdem wird vor jeder Spende der HB Wert (Hämoglobin = roter Blutfarbstoff) getestet, der Auskunft darüber gibt ob die Sauerstoffsättigung im Blut ausreichend ist.

Nach den Voruntersuchungen muss zunächst das Blutentnahme-Besteck vorbereitet werden, das komplett aus Einweg-Material besteht. Aus diesem Grunde ist es auch nicht möglich, sich bei einer Blutspende mit HIV oder Hepatitis zu infizieren. Danach werden einige Blutproben für Untersuchungen separat abgefüllt und das Vollblut in einen Entnahmebeutel gesammelt.

Nach der Blutspende muss sich der Körper zunächst auf den Blutverlust einstellen, weswegen danach immer eine Ruhephase einzuhalten ist. Wichtig ist auch, dass man vor und nach der Spende ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt (ca. 1,5 Liter Flüssigkeit sollten bereits vor der Blutspende im Laufe des Tages getrunken werden) und zwei bis drei Stunden vorher noch eine Kleinigkeit gegessen hat. Länger sollte die letzte Mahlzeit nicht her sein.

Später werden die Proben auf die wichtigsten Krankheitserreger, wie die von HIVoder Hepatitis, untersucht. Trotz dieser Untersuchung besteht keine absolute Sicherheit für erregerfreie Blutkonserven, denn viele Krankheitserreger sind erst nach einer Latenzzeit im Blut nachweisbar. Allerdings ist gerade die Chance, HIV durch eine Bluttransfusion zu bekommen, ausgesprochen gering, da dank neuester Testmöglichkeiten die Antikörper und NAT bereits im Frühstadium nachgewiesen werden können.

Gesetzliche Bestimmungen (Österreich)

In Österreich wird der Ablauf der Blutspende durch das Blutsicherheitsgesetzdetailliert geregelt. Der wohl wichtigste Punkt darin ist die sogenannte freiwillige Spende, welche zum Zwecke der Qualitätssicherung eine Entlohnung für jegliche Blutbestandteile verbietet (§8, Abs. 4). Weitere wichtige Regelungen sind unter anderem:

  • Bestimmungen zur Blutspendeeinrichtung (§6)
  • Aufklärung des Spenders (§8, Abs. 2)
  • der freiwillige Selbstausschluss (§8, Abs. 3)
  • Schutz der Privatsphäre (§8, Abs. 5,6)
  • Feststellung der gesundheitlichen Eignung (§9)
  • Bestimmungen zur Qualitätssicherung (§10)

Gesetzliche Bestimmungen (ehemalige Deutsche Demokratische Republik, DDR)

Nach (1) §§ 15 und 17 der AOüber den Blutspende- und Transfusionsdienst vom 7. März1962, GBl II 1962 Nr. 18 S. 158 in der Fassung der AO Nr. 2 vom 2. März1967, GBl II 1967 Nr. 23 S. 144 und der AO Nr. 3 über den Bluspende- und Transfusionsdienst vom 4. Juni1986, GBl I 1986 Nr. 22 S. 332 waren Blutspender in der DDRBürger, die beim Blutspende- und Transfusionsdienst in der Regel mehrmals Blut zu medizinischen Zwecken unentgeltlich oder gegen Entgelt spendeten.

Blutspender, die in einem Arbeitsverhältnisstanden, waren zu angeordneten ärztlichen Untersuchungen und zur Blutentnahme von der Arbeit freizustellen. Für die Dauer der Freistellung wurde durch die Betriebe, mit denen das Arbeitsverhältnis bestand, ein Ausgleich in Höhe des Durchschnittslohnesgezahlt. Notwendige Fahrkosten für öffentliche Verkehrsmittel, die dem Blutspender im Zusammenhang mit der Blutspende oder den ärztlichen Untersuchungen entstanden, waren in der nachgewiesenen Höhe durch die zuständige Einrichtung des Blutspende- und Transfusionswesens zu erstatten.

Blutspender hatten für Zwischenfälle anläßlich von Blutentnahmen einen Anspruch auf erweiterten Versicherungsschutz bei Unfällen

Weiterverarbeitung der Blutspende

In den Anfängen der Transfusionsmedizin wurde den Patienten das gespendete Blut als sogenanntes Vollblutvon den Krankenhäusern übertragen. Heutzutage werden aus einer Spende meist mehrere Blutproduktehergestellt, um dem Patienten auf diese Art nur die Blutbestandteile zu verabreichen, die dieser speziell benötigt. Dadurch wird zum einen das Risiko von Nebenwirkungen und Unverträglichkeitenstark gesenkt und zum anderen können durch die Auftrennung des Blutes in seine Bestandteile optimale Bedingungen für Haltbarkeit und Wirksamkeit erreicht werden.

Schon bei der Blutspende wird das Blut in ein geschlossenes Beutelsystem geleitet, das ein gerinnungshemmendes Mittelund eine Nährlösungfür die Zellenenthält. Das Beutelsystem ist so konstruiert, dass die einzelnen Blutkomponenten in separate, bereits fest verbundene Beutel überführt werden können, ohne dass das System geöffnet werden muss. Dadurch können Reaktionen mit der Luft und Verunreinigungen mit Keimenoder Staubteilen vermieden werden.

Der nächste Schritt findet bei einem Blutspendezentrum statt. Dort wird die Auftrennung der Blutspende in ihre Komponenten durch Zentrifugierenerreicht: Die Zellen und Blutbestandteile werden dabei durch ihr unterschiedliches Gewicht in Schichten getrennt. Die Erythrozyten(roten Blutkörperchen) finden sich in der untersten Schicht, darüber die Leukozyten(weißen Blutzellen), dann die Thrombozyten(Blutplättchen) und zuoberst das zellfreie Blutplasma. Die einzelnen Bestandteile befinden sich nun in den entsprechenden Beutelbereichen und werden anschließend durch Lichtsensorgesteuertes Abpressen in ein Erythrozytenkonzentrat, ein Frischplasmapräparatund die Zwischenschicht (Buffy Coat), die die weißen Blutkörperchen und die Thrombozyten enthält, aufgeteilt. Das Erythrozytenkonzentrat kann bei +4° Celsiusüber 42 Tage gelagert werden. Das Frischplasma wird tiefgefroren und ist in diesem Zustand über zwei Jahre haltbar. Um ein für eine Transfusion ausreichend großes Thrombozytenkonzentrat herzustellen, müssen vier passende ?Buffy Coat?-Präparate zusammengeführt werden. Von diesem so entstandenen Präparat werden durch ein Filterdie Leukozyten abgetrennt. Die Entfernung der Leukozyten erhöht die Verträglichkeit des Thrombozytenkonzentrats, da diese Nebenwirkungenwie Fieberoder Antikörperbildungverursachen können. Das Thrombozytenkonzentrat kann bei +22° Celsius 5 Tage gelagert werden.

Organisationen

Blutspendedienste

In größeren Städten gibt es private und kommunale Blutspendedienste, die von den Klinikenorganisiert werden. Viele Kliniken verfügen über eine Blutbank, bei denen man teilweise Blut gegen eine Aufwandsentschädigung spenden kann. Dieses Blut wird zur Deckung des eigenen Klinik-Bedarfes gesammelt.

Rotes Kreuz

Bild:Blutspende pass.jpg
Blutspendeausweis des Deutschen Roten Kreuzes
Bild:Blutspendeausweis oesterreich.png
Alter Blutspendeausweis des Österreichischen Roten Kreuzes

In Österreichund Deutschlandwird ein großer Teil des Blutspendedienstes durch das Rote Kreuzorganisiert. Zum größten Teil erfolgen die Blutspenden unentgeltlich. Das Rote Kreuz verfügt über mobile Einsatzteams und hat somit die Möglichkeit, sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen regelmäßig Blutspendetermine in öffentlichen Gebäuden anzubieten. Darüber hinaus werden auch Blutspenden in Firmen und Werken durchgeführt. Daneben verfügen die Blutspendedienste auch über komfortabel ausgestattete Busse um Blutspendetermine im Rahmen von Veranstaltungen zu ermöglichen.

Personen, die über seltenere Blutgruppenverfügen, werden auch gezielt telefonisch oder per E-Mail benachrichtigt, wo derartige Aktionen stattfinden. Auch eine Spende von Eigenblut ist bei vielen Blutspendediensten des Roten Kreuzes möglich.


Das Deutsche Rote Kreuz hat eine bundesweite Hotline Nummer eingerichtet, unter der Infos zur Blutspende und die Termine kostenfrei abgefragt werden können: 0800/1194911.


Staatlich-kommunale und universitäre Blutspendedienste (StKB)

75 staatlich-kommunale und universitäre Blutspendedienste, darunter 31 universitäre Einrichtungen, sind sowohl örtlich als auch organisatorisch in öffentlich-rechtlichen Krankenhäusern integriert. Wesentliches Kernstück der StKB ist eine streng bedarfsorientierte Herstellung von Blut und Blutprodukten verbunden mit einer rationellen, bedarfsgerechten Therapie mit Blutkomponenten im Sinne einer optimalen patientennahen Versorgung.

Die Leistungsfähigkeit klinikintegrierter Blutspendedienste (StKB) hängt entscheidend von einem registrierten Stamm an zuverlässigen Dauerblutspendern ab, die ihre Bereitschaft erklärt haben, bei Bedarf auch telefonisch kontaktiert werden zu dürfen und in kürzest möglicher Zeit zum Spenden zur Verfügung zu stehen. Die Spender sind hinsichtlich aller relevanten Antigene (seltene Blutgruppenmerkmale, HLA, Thrombozyten) typisiert und praktisch jederzeit verfügbar, ein Umstand, der gerade bei Notfällen, Katastrophen oder sonstigen Engpäßen von entscheidender Bedeutung ist. Wesentliches Kernstück der Organisationsstruktur der klinikintegrierten Blutspendeeinrichtungen (StKB) ist die unmittelbare Kopplung der Herstellung von Blut und Blutprodukten mit der patientenbezogenen bedarfsgerechten Versorgung: Herstellung, prätransfusionelle Diagnostik und transfusionsmedizinische Beratung der Klinikärzte erfolgen durch das gleiche Fachpersonal im 24-Stunden Dienstleistungsbetrieb. Dies beinhaltet neben einer rationellen bedarfsgerechten Hämotherapie mit Blutprodukten im Sinne einer optimalen Patientenversorgung auch die Möglichkeit der flexiblen Reaktion auf Notfälle und Engpässe, die Verhütung vorhersehbarer Engpässe sowie die Minimierung der Verfallsquoten von Blutkonserven, die in vielen Krankenhäusern ohne eigene Blutspendeeinrichtung die zum Teil unerträgliche Größenordnung von 20 % und mehr erreichen.

Jährlich werden von den klinikintegrierten staatlich-kommunalen Blutspendediensten (StKB) von über 450.000 Blutspendern ca. 1.400.000 Blutspenden entnommen, davon 950.000 Vollblutspenden, 300.000 Plasmaspenden (mittels maschineller Apherese) und 150.000 Thrombozytenspenden (mittels maschineller Apherese). Daraus werden ca. 2.500.000 Blutkomponenten hergestellt und als 950.000 Erythrozytenkonzentrate, 345.000 Thrombozytenkonzentrate sowie 150.000 Liter gefrorenes Frischplasma für die therapeutische Anwendung bei Patienten zur Verfügung gestellt. Für die pharmazeutische Herstellung von Spezialpräparaten haben die klinikintegrierten staatlich-kommunalen Blutspendedienste 220.000 Liter Sourceplasma geliefert.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der klinikintegrierten transfusionsmedizinischen Einrichtungen sind regelmäßige transfusionsmedizinisch-hämostaseologische Konsiliartätigkeit, die Durchführung von Eigenblutspenden, extrakorporale Photopheresen, therapeutischen Hämapheresen wie Leukapheresen, Plasmapheresen oder Thrombozytapheresen, sowie die Gewinnung von peripheren Blutstammzellen zur Stammzelltransplantation bei hämatologischen Erkrankungen. Entsprechend ihrer Herkunft hat die Transfusionsmedizin mit einer Reihe von klinischen Fachdisziplinen enge Verbindungen, so daß gemeinsame Aufgaben entdeckt und viele klinische Fragestellungen auch durch eine gut funktionierende, auch hämostaseologische Konsiliartätigkeit gelöst werden können, wenn die Fachdisziplinen sich als Ergänzungen verstehen und durch gegenseitige Anregungen, die bereits an vielen Stellen bestehende traditionsreiche und gute Zusammenarbeit vertiefen.

Krankenhäuser

Auch Krankenhäuser organisieren in vielen Fällen eine eigene Blutspendeorganisation, da sie für den normalen Betrieb auch über die notwendigen Laboreinrichtungen verfügen und daher kein zusätzlicher Aufwand notwendig ist.

Pharma-Unternehmen

Weiterhin bieten einige Pharma-Unternehmen Blutspendedienste an, die das Blut für pharmazeutische Zwecke verwenden. Denn obwohl heute viele Medikamentesynthetisch hergestellt werden können, verbietet sich dies für einige Wirkstoffe. Ein Hauptgrund liegt in der Chiralitäteiniger Wirkstoffe. Diese können in der Natur in zwei Formen (linkshändig oder rechtshändig) auftauchen. Im Menschen ist aber nur eine Form wirksam. Im besten Fall ist die andere Form unwirksam, im schlimmsten Fall ist diese andere Form giftig. Da synthetische Verfahren beide Formen in gleichen Teilen produzieren und diese chemisch nicht zu trennen sind, müssen für diese Stoffe natürliche Vorkommen verwendet werden, z.B. Blutspenden.

Gesundheitliche Risiken beim Blutspenden

Aufgrund des verwendeten Einwegbestecks besteht eigentlich keine Infektionsgefahr durch die Blutspende selbst.

Lediglich durch den relativ hohen Blutverlust besteht die Gefahr von Kreislaufschwierigkeiten kurz nach der Spende. Durch anwesende Ärzte besteht aber kein Grund zur Beunruhigung. Bei zunehmender Schocksymptomatikwird die Spende gegebenenfalls abgebrochen. Eine Regeneration dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden, vorsichtshalber sollte man sich aber noch einige Tage nach der Spende körperlich schonen, sodass keine Beschwerden mehr auftreten.

Weblinks

Bild:Wiktionary-ico-de.png
   
Wiktionary: {{{2|Blutspende}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
  • Deutscher Blutspendedienst (DRK)
  • Staatlich-kommunale und universitäre Blutspendedienste (StKB)
  • Österreichischer Blutspendedienst (ÖRK)
  • Schweizer Blutspendedienst (SRK)

Siehe auch:

  • gerichtete Spende, Organspende, Universalspender



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