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Vollblut-Konserve

Eine Vollblut-Konserve ist das Erste was bei einer Blutspendegewonnen wird. Sie entsteht dadurch, das das Blut des Spenders aus der Venein einen Kunstoffbeutel läuft, der Stabilisatorund Citratals Antikoagulansenthält. Bis zu 6 Stunden nach Blutspende wird das Vollblut als Warmblut bezeichnet, bis zu 72 Stunden gilt es als Frisches Vollblut oder Frischblut. Maximal kann Vollblut 21 Tage gelagert werden. Wird das Vollblut nicht aufgetrennt, dann sind spätestens nach 72 Stunden die Thrombozyten nicht mehr funktionsfähig. Ebenso sinkt die Aktivität der Gerinnungsfaktoren V und VIII innerhalb von 20 Tagen auf 25% ab. Vollblut-Konserven dienen deswegen normalerweise immer zur Herstellung von Blutprodukten. Sie werden heutzutage in Deutschland nur noch in seltenen Ausnahmefällen transfundiert, weil es effektiver, risikoärmer und unproblematischer ist, das Blut in seine Bestandteile aufgetrennt zu lagern und (später) zu transfundieren. Um die Gerinnungsaktivität zu erhalten muß das Vollblut so schnell wie möglich auf 1-6 Grad Celsius abgekühlt werden. Die Gewinnung von Thrombozyten muss aber zuvor bei 20 - 24 Grad Celsius erfolgen, weil die Thrombozytenfunktion unter dieser Temperatur schlechter wird. Von allen Blutprodukten haben Vollblut-Konserven das größte Infektionsrisiko für ansteckende Krankheiten wie AIDS, Hepatitisoder Lues.




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