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Xenotransplantation

Bei einer Xenotransplantation handelt es sich um die Übertragung von lebens- und funktionstüchtigen Zellen oder Zellverbänden (einschließlich ganzer Organeoder Körperteile) zwischen verschiedenen Spezies.

Hiervon ist die Allotransplantationabzugrenzen, bei der die Übertragung zwischen genetisch verschiedenen Individuen derselben Spezies durchgeführt wird.

Organ-Xenotransplantationen sind beim Menschennoch nicht möglich, da es zu einer Abstoßungsreaktionkommt. Diese Abstoßungsreaktion kann nur verhindert werden, wenn die Reaktionen des Immunsystemsstark unterdrückt werden. In diesem Zustand ist der Mensch nicht mehr gegen Erreger(Bakterien, Viren, Pilze) oder gegen Krebsgeschützt. Dies ist vergleichbar mit dem Endstadium von Aidsoder Zuständen bei Knochenmarkstransplantationen.

Da sehr viele Menschen auf sehr wenige Spenderorgane warten, wird auf diesem Gebiet intensiv geforscht. Auch versucht man mit Hilfe von Erkenntnissen aus der Gentechnikin Kombination mit der Technik des Klonensdie Organabstoßungen zu vermeiden, indem zum Beispiel Schweinemit genetischem Material des Menschen ergänzt werden. Organe, die von derart veränderten Schweinen in einen Menschen transplantiert werden, sollen vom Immunsystemnicht mehr abgestoßen werden. Diesbezügliche Versuche befinden sich allerdings lediglich in den Anfangsstadien und werden außerdem kontrovers diskutiert.

Mittlerweile wurden weltweit bereits etwa 100 Xenotransplantationen vom Tier zum Menschen durchgeführt. Größtes Problem der Xenotransplantation ist die mögliche Übertragung von tierischen Viren auf den Menschen.

Zu diesem Thema hat der Schweizer Wissenschaftsjournalist Beat Gloggereinen Thriller geschrieben: "Xenesis" ist im Oktober 2004 im Rowohlt Verlag, Reinbek, erschienen. (RO 23613)/(ISBN 3-499-23613-3)




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