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Frenulotomie

Die Frenulotomie ist eine urologische Operationstechnik, bei der ein verkürztes Vorhautbändchen (Frenulum breve) durchtrennt wird.

Operationstechnik

Bild:Frenulotomie.PNG
Frenulotomie

Zunächst wird eine örtliche Betäubungdes Vorhautbändchens vorgenommen. Hierzu kann ein Lokalanästhetikum(Betäubungsmittel) eingespritzt oder eine betäubende Salbe aufgetragen werden. Nach sorgfältiger Desinfektionund sterilem Abdecken wird die Arterie, die durch das Frenulum läuft, ober- und unterhalb des geplanten Schnittes abgebunden oder mit einer Klemme abgeklemmt, um starke Blutungen zu vermeiden. Danach wird mit einem Skalpell oder einer Schere das Frenulum eingeschnitten. Der nun entstandene Schnitt wird längs vernäht. Hierbei kommen selbstauflösende Fäden mit einer kurzen Auflösungszeitvon normalerweise 10 Tagen zum Einsatz. Am Ende wird eine Salbe aufgetragen, die ein Verkleben verhindern und die Fäden geschmeidig halten soll. Die Operation findet in aller Regel ambulant statt.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung besteht vor allem in regelmäßigem Salben und Reinigen. Eine mechanische Belastung sollte für drei Wochen vermieden werden. Auch körpertemperierte Kamillebäder von 10 bis 15 Minuten unterstützen den Heilungsprozess. Sie haben eine leicht desinfizierende Wirkung und helfen damit Infektionen vorzubeugen. Eine Reinigung mit Seifesollte unbedingt vermieden werden.

Komplikationen

Komplikationen können Wundinfekte, Nachblutungund starke Narbenbildung sein. Bei zu tiefem Schneiden kann die Harnröhreverletzt werden, dieses ist jedoch extrem selten. Seit dem Verbot für Fäden aus Katzendarm werden synthetische selbstauflösende Fäden verwendet. Diese lösen sich aber häufig nicht nach 10 Tagen auf und müssen dann vom Urologen manuell entfernt werden.




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