Inhaltsverzeichnis
- 1 Prostatahyperplasie
- 2 Epidemiologie
- 3 Symptome (Beschwerden)
- 4 Therapie
- 4.1 Medikamente
- 4.2 Operation
- 4.2.1 TUR-Prostata
- 4.2.2 Laser Verfahren
- 5 Links
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Prostatahyperplasie
(Syn: BPH, benigne Prostatahyperplasie, gutartige Prostatavergrößerung)
Epidemiologie
In Deutschlandhat bereits jeder zweite Mann über 50 Jahre eine Prostatahyperplasie (BPH). Das sind ca. zwölf Millionen betroffene Männer. Die BPH (benigne Prostatahyperplasie) stellt in unseren Tagen bereits eine der VolkskrankheitenNr.1 dar. In Deutschland werden jährlich ca. 45.000 Männer wegen der Störungen, die eine Prostatahyperplasie hervorruft operiert.
Symptome (Beschwerden)
Diese Symptome stellen in der Regel Blasenentleerungsstörungendar, bei denen die Betroffenen die Harnblasenicht mehr oder nur unter sehr störenden Schwierigkeiten entleeren können.
Therapie
Medikamente
Bei leichten Beschwerden helfen pflanzliche Mittel wie Phytosterole(Kürbiskern-Extrakte), Brennnesselwurzel-Extrakte, Sägepalmen-Fruchtextrakte oder bei schwereren Beschwerden Medikamente, wie alpha 1-Blocker oder Finasteride zum Einsatz. Wenn Medikamente die Symptome nicht mehr beseitigen können oder gar Komplikationen durch die gestörte Harnblasenentleeung auftreten dann wird den betroffenen Männer geraten zu einer
Operation
TUR-Prostata
Die mit 80% am häufigsten durchgeführte aller OP's ist die sogenannte TUR-Prostata (transurethrale Resektionder Prostata). Die TUR-P ist allerdings mit einer Gesamt-Komplikationsrate von 18 % behaftet, was die Suche nach alternativen Behandlungsmethoden zu einem ganz wichtigen Forschungsschwerpunkt macht.
Laser Verfahren
Schon seit über zwanzig Jahren gibt es Versuche, die Prostatahyperplasie mit verschiedenen Lasertypenauf schonendere Weise zu behandeln. Alle bisherigen Laser-Systeme hatten den Nachteil, dass sie zwar schonender waren aber nicht so effektiv das gewucherte Prostatagewebe entfernen konnten, wie es die TUR-P vermag.
Eine innovative Neuerung auf diesem Gebiet ist die KTP-Laser Vaporisation der Prostata. Diese Vaporisation(Verdampfung) des überschüssigen, einengenden Prostatagewebes gelingt mit einem 80 Watt KTP Laser der Fa. Laserscope, USA, der Licht mit einer Wellenlänge von 532 nmgeneriert. Diese Wellenlänge liegt im grünen, sichtbaren Bereich des Farbspektrums. Deswegen wird dieses Laserverfahren auch Greenlight PVP (Photoselektive Vaporisation der Prostata) genannt. Das Besondere an diesem High Power KTP-Laser ist, das seine Lichtimpulse in der Lage sind, bei der Behandlung auf endoskopischenWege Prostatagewebe annähernd blutungsfrei zu entfernen (verdampfen). Dieses Greenlight-Laser Verfahren ermöglicht erstmals vergleichbar gute klinische Ergebnisse zu bewirken, wie es die TUR-P kann allerdings mit deutlich geringeren Risiken und Komplikationen. Dadurch, dass es bei der Greenlight PVP zu fast keinen Blutungen kommt, braucht der Mann auch nur 2-4 Tage im Krankenhaus bleiben. Nach der Entlassung kann er seine alltäglichen Arbeiten schon nach wenigen Tagen wieder aufnehmen.
Entwickelt wurde die KTP Laservaporisation in der MAYO-Klinik, Rochester, USA. Aus dieser weltberühmten Klinik stammen auch die Fünf-Jahres Langzeitstudien, in denen nachgewiesen wird, das die 80 Watt KTP Vaporisation der Prostata von langdauernder Wirkung ist.
In Deutschland ist dieses Verfahren mit seinen Vorteilen noch recht unbekannt, wird aber von der Fachärzteschaft zunehmend interessiert wahrgenommen. Immer mehr Kliniken arbeiten mit diesem Greenlight Laser als alternatives Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung.
Links
- http://www.prolasys.de
- http://www.laserscope.com
- http://www.mayoclinic.org/bph-rst/index.html
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