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Bild:Sperm-egg.jpg Spermium und Eizelle
Das Sperma (griechisch??????, spérma - der Keim, Samen, das Sperma), auch das Ejakulat (von lateinischeiaculari - herausspritzen), ist die Samenflüssigkeit von männlichen Tierenund Menschen. Es setzt sich aus Spermien, Epithelzellender Hodenkanälchenund der eigentlichen Samenflüssigkeit, dem Samenplasma, zusammen. Das Samenplasma wird aus Sekretender sogenannten akzessorischen Geschlechtsdrüsen, also der Samenleiterampulle(Ampulla ductus deferentis), Samenblasendrüse(Glandula vesicularis), Vorsteherdrüse(Prostata) und der Bulbourethraldrüse(Glandula bulbourethralis), und zu geringen Teilen aus Sekreten von Hodenund Nebenhodengebildet.
Sperma wird beim männlichen Orgasmusdurch den Penisausgestoßen. Beim Vaginalverkehrkann es durch den Kontakt von Sperma mit einer Eizellezur Befruchtungkommen.
Sperma kann auch Krankheitserreger wie das Aids-oder das Hepatitis-Virus enthalten; die betreffenden Krankheiten sind also sexuell übertragbar. Die Benutzung eines Kondomsminimiert jedoch das Risiko einer Ansteckung.
Bei vielen Würmern, Gliederfüßern, Weichtieren und auch noch bei einigen Amphibien (Molchen) dienen Spermatophoren(Samenpakete) anstelle des flüssigen Spermas zur Spermienübertragung, viele wasserlebende Tiere geben die Spermiendirekt ins Wasser ab.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das menschliche Sperma
- 2 Bestandteile, woher und wozu
- 3 Wissenschaftliche Untersuchungen
- 4 Sonstige Eigenschaften
- 5 Siehe auch
- 6 Weblinks
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Das menschliche Sperma
Während Erektionenbereits beim Säugling auftreten, beginnt die Produktion von Sperma in der Regel erst mit dem Einsetzen der Pubertät. Sperma wird auch ohne (manuelle) Stimulation gebildet und es geht dann meist in nächtlichen Pollutionenab, wenn der Betreffende über einen längeren Zeitraum keinen durch eine wie auch immer geartete sexuelle Betätigung hervorgerufenen Orgasmushatte. Bei einer solchen nächtlichen Pollution entledigt sich der Körper dabei der Spermien, die länger als 10 Tage reif sind.
Bestandteile, woher und wozu
Das frische Ejakulat ist milchig-trüb und leicht glänzend. Gelegentlich (z. B. nach längerer Enthaltsamkeit) findet man gelbe Pigmente (sogenannte Flavine), wodurch das Sperma auch leicht gelblich wirken kann. Es riecht und schmeckt charakteristisch, etwa wie Weißer Moschus. Es ist mit glasigen, klebrigen Fäden sowie kleinen Körnchen durchsetzt. Im Schnitt beträgt das Volumen einer Ejakulation2 bis 6 ml (ca. 5 Kalorien), wobei 1 ml durchschnittlich 20 bis 30 Millionen Spermien enthält (vgl. beim Hengst 22 Milliarden). Das sind 0,5 % des gesamten Ejakulats -- der Rest ist Samenflüssigkeit, die von 4 verschiedenen Stellen produziert wird, und zwar der Reihe nach:
Im Hoden& Nebenhodendie nur 3 - 5 % des gesamten Volumens eines Ergusses beisteuern, wobei hier neben den Spermien u. a. auch Testosteron, das regulierend auf die Produktion der Samenzellen wirkt und eine Flüssigkeit, die zum Reifen und Ruhigstellen der Samenzellen beiträgt, produziert wird.
Die Samenbläschen liefern das meiste Volumen d. h. 50 - 70 %, also die Flüssigkeit, die zum Transport der Samenzellen dient und Fruchtzucker, der zur Ernährung der Samenzellen unterwegs nötig ist.
Beim Erguss steuert die Vorsteherdrüse noch 10 - 33 % in Form von basischer Flüssigkeit (pH 7,2) bei, die zum Ausgleich für die zu erwartende Milchsäureder Scheide dient und PSA(Prostataspezifisches Antigen) enthält, um die Spermien jetzt beweglich zu machen. Natrium, Kalium, Zinkund Magnesiumrunden den Kraftstoff ab, bevor die Prostatamuskeln für den Erguss sorgen. Die Prostataentlässt außerdem weiße Blutkörperchen, verschiedene Granulozytenins Samenplasma, normalerweise 1 (max. 2) Millionen pro 1 ml. Daher auch die Infektiösitätdes Spermas (z. B. HIV).
Vorab, aufgrund der Erregung, haben die Cowperschen Drüsen einen verhältnismäßig kleinen Anteil von 2 - 5 % klaren Schleim, auch Wollusttropfengenannt, buchstäblich vorgeschossen. Das schleimige Sekret dient vermutlich vor allem der Neutralisierung von Harnresten, eventuell auch des sauren Scheidenmilieus.
Die Samenflüssigkeit ist zudem leicht salz-und proteinhaltig, (durch die Spermien) und enthält Dopamin, Noradrenalin, Tyrosin, die Bindungshormone Oxytocinund Vasopressinsowie verschiedene Östrogene, Pheromone(Geruchsstoffe) und ?-Endorphin.
Wissenschaftliche Untersuchungen
In einem Artikel des NewScientistvom 26. Juni 2002 mit dem Titel "Semen acts as an anti-depressant" [1]wird über eine Studie von Gordon Gallupvon der State University of New York[2]berichtet, dass verschiedene Bestandteile des männlichen Samens, u. a. Hormonewie Testosteron, Östrogenund Follikel-stimulierende Hormone, Prolactinund verschiedene andere Prostaglandine(Sekrete der Prostata-Drüse) vermittels vaginaler Absorbtion eine nachweislich anti-depressive d. h. stimmungsaufhellende Wirkung auf die Frau haben. Andere Möglichkeiten der Aufnahme, z. B. dermal durch die Haut, rectal durch den Darm oder oral durch den Mund wurden bisher von Gallups Team ebensowenig untersucht, wie die Aufnahme durch (andere) Männer.
Sonstige Eigenschaften
Manche Frauenreagieren mit verschiedenen Allergiesymptomenauf das Sperma ihres Partners. Spermaallergiensind sehr selten und noch wenig erforscht. Die betreffenden Frauen reagieren auf ein Proteinim Sperma allergisch; die Symptome gleichen denen einer Pollenallergie.
Unter UV-Lichtleuchtet Sperma bläulich.
An der Luft überleben Spermien teilweise mehrere Stunden.
Siehe auch
- Weibliche Ejakulation, Spermium, Spermiogramm
Bild:Wiktionary-ico-de.png
| Wiktionary: {{{2|Sperma}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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Weblinks
- Das Sperma bei Netdoktor.de
Artikel und Berichte
- What is semen made of? (englisch)
- Artikel über Sperma-Allergie
- Immunologische Aspekte
- Sperma: Qualität ist wichtiger als Quantität
- Sperma hilft gegen Depressionen (Bericht über Gallup-Studie)
- Interessant Details zum Thema Sperma
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sperma aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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