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Der Begriff Zystektomie bedeutet wörtlich übersetzt "Herausschneiden einer Zyste" (aus dem umliegenden Gewebe).
Allerdings versteht man darunter in der Humanmedizin, speziell in der Urologie, die operative Entfernung der Harnblase mitsamt der Prostata.
Diese Operation erfolgt in der Regel bei Patienten, die an einem "tief infiltrierenden Harnblasenkarzinom" leiden. In diesem fortgeschrittenen Stadium des Harnblasenkarzinoms ist der Tumorbereits in die Muskelschicht der Harnblasenwand eingewachsen.
Um nach der Entfernung der Harnblase weiterhin eine Urinspeicherung zwecks Aufrechterhaltung der Kontinenzzu gewährleisten, kann man sich mehrerer Methoden bedienen:
Neoblase
Man kann aus einem Stück Dünndarmeine sogenannte Neoblaseherstellen, die dann die Reservoirefunktion der zuvor entfernten Blase übernimmt.
Ist der Harnleiterdes Patienten nicht von der Krebserkrankung betroffen, kann er oft erhalten bleiben, um weiterhin als natürliches Harnausscheidungsorgan zu fungieren. Dies gewährleistet im Gegensatz zu den künstlichen Alternativen zur Harnableitung eine wesentlich höhere Lebensqualität und eine geringere Infektionsgefahr.
Ileum-Conduit
In Fällen, bei denen der Harnleiter im Zuge der Operation entfernt werden muss, kann man ein sogenanntes Ileum-Conduitapplizieren. Unter Ileum-Conduit versteht man die Einpflanzung der beiden Harnleiter in eine vorher aus dem Darm entnommene Darmschlinge. Der frisch entnommene Darmabschnitt wird auf einer Seite mit den beiden Harnleitern verbunden, die andere Seite wird an die Innenseite der Bauchwand angenäht, so dass ein ileocutanes Stoma, also eine Bauchdeckenöffnung, für den Urinabfluss entsteht. Der Urin fließt in einen Beutel ab, der in der Bauchregion befestigt wird und regelmäßig abgelassen werden kann.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zystektomie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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