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Aujeszkysche Krankheit

Die Aujeszkysche Krankheit (auch Morbus Aujeszky, Pseudowut, Pseudorabies, Mad itch) ist die durch das Aujeszky-Virushervorgerufene anzeigepflichtige Tierseuche. Der Erreger gehört zur Familie der Herpesviren(Herpesviridae, Genus Varicellovirus). Sein eigentlicher Wirt sind Schweine, daher SHV-1(suid Herpesvirus Typ 1). Die Krankheit ist nach dem ungarischen Tierarzt Aladár Aujeszkybenannt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Epidemiologie und Symptome
  • 2 Bekämpfung
  • 3 AK-freie Länder
  • 4 Weblinks

Epidemiologie und Symptome

Bei nahezu allen Säugetierenverläuft die Infektiontödlich. Primatenund Menschensind jedoch nicht empfänglich für das Virus. Beim Schwein verläuft sie als zyklische Allgemeininfektion mit lympho-hämatogenerund neuralerVirusausbreitung. Zentralnervensystemund die Schleimhäutedes Respirationstraktes sind bervorzugte Manifestationsorgane. Wie bei allen Herpesinfektionen gibt es bei SHV-1 bei Schweinen eine latente (meist lebenslängliche) Infektion, welche insbesondere unter Stress reaktiviert wird.

Bei Rindern, Hunden, Katzenund Schafenkommt es schnell zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündungmit zentralnervösen Erscheinungen und starkem Juckreizund danach zum Tod des Tieres. Alle diese sogenannten "Endwirte" scheiden zu keinem Zeitpunkt Virus aus und müssen sich via Schwein angesteckt haben (eventuell auch über verseuchte Gerätschaften, verschmutzte Stiefel etc).

Beim Schwein tritt kein Juckreiz auf. Saugferkel zeigen neuronale Symptome mit Ataxienund Krämpfen, meist verenden auch sie innerhalb von wenigen Tagen. Schweine älter als 4 Wochen überleben die Krankheit, sie sind die eigentliche Hauptwirte des Virus. Jüngere Schweine zeigen noch neuronale Symptome, Mastschweine zeigen respiratorischeSymptome. Die Krankheit führt in den Schweineproduktionsbetrieben zu großen Verlusten, einerseits durch die Ferkelsterblichkeit, andererseits durch die verminderten Tageszunahmen und der damit verbundenen verlängerten Mastperioden. Die Ansteckung erfolgt über direkten (von Schwein zu Schwein) oder indirekten Kontakt (Lastwagen nicht gereinigt, Futterlieferanten, Besucher etc.), in selten Fällen auch über die Luft. Die häufigste Ansteckungsquelle sind zugekaufte latent infizierte Zuchttiere (Ortswechsel = Stress = Reaktivierung) oder infizierte Mastferkel.

Bekämpfung

Die Aujeszkysche Krankheit ist anzeigepflichtig und wird in vielen Ländern von Staates wegen bekämpft. Sanierungsmassnahmen beinhalten die Überwachung der Schweinepopulation durch regelmäßige Blutproben, Sanktionenwie Sperrung von Betrieben und Keulung.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Impfung, diese wird in stark verseuchten Gebieten mit Erfolg angewandt, allerdings schützt sie nur vor den Symptomen (keine Verluste für den Bauern), nicht vor einer Infektion. Auch geimpfte Tiere können latente Herpesinfektionen aufweisen und diese gegebenenfalls in eine ungeimpfte Population einschleppen. Daher muss in offiziell anerkannt freien Ländern die Impfung verboten werden (wie z.B. in der Schweiz). Eine große Gefahr stellt die Einschleppung der Krankheit durch Wildschweinein artgerechte Schweinehaltungen (mit Auslauf im Freien) dar.

AK-freie Länder

Im Jahr 2004 von Aujeszkysche Krankheit freie Länder in Europa:

  • Dänemark,
  • Deutschland(zT.),
  • Luxemburg,
  • Österreich,
  • Finnland,
  • Schweden,
  • Schweiz,
  • Tschechische Republik,
  • Großbritannien,
  • Zypern

Aktuelle Daten betreffend der Durchseuchung in Europa und weltweit, auch bezüglich anderer Tierseuchenist bei der OIE(office internationale d' epizooties) verfügbar.

Weblinks

  • Aktuelle Daten betreffend der Durchseuchung in Europa



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aujeszkysche Krankheit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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