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Bild:Blasenstein OP Situs.jpg Blasensteine beim Hund, OP-Situs Harnsteine (lat.: Urolithiasis) sind krankhafte feste Gebilde (Konkremente), die in den ableitenden Harnwegenentstehen können, also in den Nieren(Nierensteine), im Harnleiter(Harnleitersteine, Uretersteine) und gelegentlich auch in der Harnblase(Blasensteine). Harnsteine können entstehen, wenn Mineralsalze ausgefällt werden, die normalerweise im Uringelöst sind, beispielsweise Kalziumcarbonat, Kalziumphosphatund Kalziumoxalat. Bei einem hinreichend großen Säuregehalt des Urins können sich zunächst kleine Kristallebilden, die sich allmählich zu größeren Gebilden zusammenfügen. Im Extremfall kann das gesamte Nierenbeckendurch diese harten Einlagerungen ausgefüllt werden (?Ausgussstein?). Harnsteine aus Kalziumsalzen können per Röntgenbild, Harnsteine aus Harnsäure(?Uratsteine?) per Ultraschallnachgewiesen werden.
Bild:Prostatic Urolithiasis.jpg Ultraschallbildeines Harnsteins im Prostatateil der Harnröhre beim Hund. Ur=Urethra(Harnröhre), Pr=Prostata, St= Harnstein).
Harnsteine können aus unterschiedlichen Gründen entstehen, so zum Beispiel infolge einer Entzündung der Nieren oder der ableitenden Harnwege, aufgrund einer zu engen Harnröhre, als Folge von Gichtund Zuckerkrankheit oder durch Genuss von übermäßig viel Oxalsäurein bestimmten Lebensmitteln.
Harnsteine bleiben häufig lange Zeit unbemerkt und werden erst (häufig unter extrem starken, krampfartigen Schmerzen (Kolik)) auffällig, wenn sie sich im Nierenbecken oder im Harnleiterverklemmen. Therapie der Kolik: mithilfe schmerzlindernder und krampflösender Medikamente. Andernfalls müssen sie entfernt werden, früher meist durch Operation. Als Vorbeugung gegen neuerlich auftretende Beschwerden wird das Trinken genügend großer Flüssigkeitsmengen (mindestens zwei Liter pro Tag) empfohlen und der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel: bei kalziumhaltigen Steinen auf Milchprodukte, bei Oxalatsteinen zum Beispiel auf Rhabarberund bei Harnsäuresteinen auf Leber- und Blutwurst.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt heute vor allem durch Stoßwellen-Zertrümmerung (Extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie, ESWL). Dabei werden Stoßwellen von außerhalb des Körpers auf den Stein fokussiert, bis er in kleine Bruchstücke zerspringt.
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